xAI kauft X und OpenAI bekommt Geld in Tranchen #445
Doppelgänger
April 2, 2025
Pip erklärt, warum Elon mit xAI X gekauft hat. Wir spekulieren, was er als nächstes macht. OpenAI bekommt Geld, aber die ganze Kohle gibt es erst, wenn OpenAI ein "richtiges" Unternehmen ist. CoreWeave poppt und Trump begnadigt. Vielen Dank!
Speakers Philipp Glöckler, Philipp Klöckner
TopicsMarketingBusinessEntrepreneurship
Philipp Glöckler (0:00)
Willkommen zum Doppelgänger Tech Talk Podcast Folge 445 am 2 April 2025 Ich bin Philipp Kloeckler und telefoniere zweimal die Woche mit dem Tech Analysten Philipp Klöckner. Wir haben aufgenommen am Freitagvormittag, dann irgendwann ist es in die Post gegangen und dann am Feierabend schickst du mir Elon Musk eine Firma, kauft Elon Musk andere Firma, also mit xAI kauft er jetzt Twitter. Ist das ein strategischer Supermove oder hat er irgendwo so langsam so ein Schraubenzieher im Rücken gemerkt und gedacht, er muss jetzt irgendwas machen?
Philipp Klöckner (0:43)
Wusstest du, dass er schon mal gemacht hat mit Solar City damals, dass irgendwie so seiner Familie gehörte und dass er für 2,6 Milliarden oder so mit Tesla gekauft hat, wo er auch wahrscheinlich ein vernünftiges Board gesagt hätte im Moment mal, aber das heißt, er ist so in Related Party Geschäften sowieso schon großer Führer. Ich glaube, man kann das sozusagen wie immer relativ differenziert betrachten. Ich glaube, aus Businesslogik ist es schwer zu sagen, warum das nicht Sinn machen sollte. Also einfach gesagt, Twitter hat natürlich wertvolle Userdaten, wertvollen Content, wenn man den exklusiv machen kann, andere davon aussperren, die exklusiv nutzen. Klar hat Twitter jetzt nicht den höchst qualitativen Content, aber er ist exklusiv und wenn man ihn gut zensiert, gut zensiert, dann kann man damit bestimmt was machen. Und es hat Distributionen. Elon Musk behauptet 600 Millionen aktive Nutzer. Ob das stimmt oder nicht, ist relativ egal. Es sind hunderte von Millionen. Es sind wahrscheinlich ähnlich viele wie Threads, deutlich mehr als alle anderen Kurznachrichtendienste kombiniert. Von daher glaube ich, macht das aus Businesslogik erst mal Sinn. Wo man sich fragen muss, ist, hier ist jetzt eine 113 Milliarden Dollar Firma entstanden. Und zwar wie folgt. XAI war zuvor im November mit 50 Milliarden bewertet. Dann im Februar gab es Gerüchte, dass man auf 75 Milliarden neues Geld raisen will. Oh, Prost. Trinken wir heute Wein? Schön. Also wir nehmen...
Philipp Glöckler (2:03)
Ja, ich habe gedacht, ich mache so eine Oldschool-Sendung. Also wir nehmen 10 Uhr abends auf. Früher haben wir immer mal so ein Gläschen Wein getrunken. Ich hatte gestern schon so ein Day Drinking Monday mit Ila. Das war schon sehr nett. Und heute habe ich gedacht, mache ich einfach weiter.
Philipp Klöckner (2:19)
Ich klingel so ein bisschen, als hätte ich gestern Day Drinking Monday gehabt. Aber tatsächlich habe ich nur eine Erkältung. Und bin vor einer halben Stunde aus dem Urlaub zurückgekommen. Deswegen werde ich schon mal verzeigen. Aber wir geben uns mir das trotzdem gut zu machen und schnell. Wo waren wir? Also xAI, letzte offizielle Bewertung 50 Milliarden im November. Im Februar wurde versucht, auf 75 Milliarden Geld aufzunehmen. Jetzt soll xAI mit 80 Milliarden bewertet werden. Ich würde sagen, das ist relativ fair, wenn man sich andere KI-Companies anschaut. Die sind natürlich in der Zahl, die hat alle 50 Prozent wertvoller geworden. Das heißt, xAI, die ja mit GROG auch ein gutes Produkt gebaut hat, würde ich gar nicht dran rumnörgeln, die ein quasi multimodales Modell haben oder eben auch gute Image-Generierungsfähigkeiten mit Black Forest Labs. Von daher, why not, lasst uns xAI mit 80 Milliarden bewerten. Aber was schon viel fairer ist, ist, dass man versucht hat, x, also da hast du erklärt, was passiert ist eigentlich, an der xAI hat x gekauft, also sie sind zusammengemercht und x eben als Twitter. Das wiederum hat man aber mit 45 Milliarden in diese Transaktion eingehen lassen, beziehungsweise 33 Milliarden, da die Firma bei 12 Milliarden Schulden hat, geben wir dann auf 45 Milliarden. Und da muss man sich natürlich viel mehr fragen, ist x jetzt wirklich 45 Milliarden wert? Fidelity, einer der wenigen Investoren, die das vernünftig berichten, hat sie ja weiterhin um 72 Prozent abgeschrieben. Das heißt, sie glauben eher, dass x noch 12 Milliarden wert wäre. Jetzt hat Elon Musk, und neulich haben wir spekuliert darüber, da gab es diese Runde, Secondary Runde, also Altinvestoren haben Anteile verkauft. Nur ein paar Anteile, so eine Milliarde oder so von 45 Milliarden jetzt. Und dabei ist diese Bewertung von 45 oder 44 Milliarden oder so was damals zustande gekommen. Und das roch ja schon so ein bisschen fischig. Und ich glaube, ich habe damals vermutet, dass er das so hochfährt, weil, was habe ich noch mal vermutet? Ach so, weil er eine nächste Primary-Runde machen wollte. Er wollte neues Geld raisen damals. Und ich dachte so, er hat ein paar Idioten gefunden, die die Bewertung erhöhen für ihn, sodass er bzw. dabei gibt es kein Dilution. Also es werden keine neuen Shares generiert, sondern Altinvestoren verkaufen einfach ihre Shares. Das heißt, sie wechseln nur die Hände. Aber es entsteht eine neue Bewertung. So und damals hat man quasi diese Bewertung bei nördlich von 40 Milliarden geankert.
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