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Windsurf: Googles Talent-Heist | xAI 200 Mrd.$ Bewertung #475

Doppelgänger

July 15, 2025

Cognition schnappt sich Windsurf nach Googles spektakulärem „Talent-Heist“, während Elon Musk xAI per SpaceX-Milliarden auf eine 200-Mrd.-$-Bewertung pumpt.

Speakers Philipp Klöckner, Philipp Glöckler

TopicsMarketingBusinessEntrepreneurship

Philipp Klöckner (0:00)

Willkommen zum Doppelgänger Tech Talk Podcast Folge 475 am 16 Juli 2025 Ich bin Philipp Klöckner und telefoniere zweimal die Woche mit dem Tech-Alaristen Philipp Klöckner. Und lass mir in dieser Folge mal erklären, wie man M&A macht oder auch nicht. Was alles so in Amerika los ist, was gekauft wird, was nicht, welche Leute rübergezogen werden. Wir müssen so anfangen. Was würdest du machen, wenn du stell dir vor Gorillas am Peak und auf einmal wird der Gründer, der CEO und der CFO und COO oder so die Top 3, meinetwegen die Top 10 Leute, werden von Rewe gekauft? Was wäre so dein...

Philipp Glöckler (0:44)

Teilweise wäre das gar nicht so schlimm gewesen. Ja, gute Frage. Das muss man sich mehr und mehr fragen. Also dein größtes Risiko als Venture Capital Investor gerade ist, dass jemand dir das Personal verkauft. Es ist zum Glück noch nicht zu dem Fall gekommen, glaube ich, dass die Gründer einfach die Firma zurücklassen. Theoretisch kannst du sagen, wenn jemand Moral Hazard begeht, also sich so amoralisch verhält, einfach weil es in dem Fall eine Macht und eine Informationsasymmetrie gibt. Also du kannst... Arbeitsrechtlich ist es gar nicht so einfach, dich daran zu hindern, deinen Geschäftsführermandat dann hier zu legen und zu sagen, tschau, ich bin raus. Das verbrennt natürlich seinen Namen für lange Zeit und richtet fast nachhaltig Schaden für die Branche an. Es geht um die Firma Windsurf, fangen wir mal dran. Windsurf ist ein Co-Programmierer. Angeblich war OpenAI sehr interessiert, die zu kaufen, für 3 Milliarden US-Dollar. Ich glaube, wir hatten auch darüber berichtet. Dann ist die Frist für diese Transaktion abgelaufen, ohne dass die Transaktion getan wurde.

Stunden später hat man stattdessen ein Angebot von Google angenommen, für 2,4 Milliarden US-Dollar, 20% weniger. Dafür hat Google genau nichts von der Firma gekauft, aber die Gründer und Top-Talente aus der Firma rausgekauft und eine ewige oder 25-jährige Lizenz, die Software zu nutzen. Aber nicht exklusiv, sondern die Firma darf die Software weiter betreiben, und beide anderen verkaufen. Also Google möchte die Rechte an der Software haben und die Top-Leute. Also ein typisches Equihire.

Philipp Klöckner (2:11)

Weißt du, warum der Deal nicht zustande gekommen ist?

Philipp Glöckler (2:14)

Das kannst du mir bestimmt erklären.

Philipp Klöckner (2:15)

Ich habe es gerade in der Information gelesen. Und zwar wollte OpenAI, dass das nicht das Property wird von Microsoft. Also sie haben gesagt, wir kaufen den Laden, aber Microsoft, ihr habt damit nichts zu tun. Ihr kriegt von dem Umsatz und von dem Equity und so nichts. Und daraufhin ist der Deal geplatzt.

Philipp Glöckler (2:34)

Das Problem ist natürlich auch, dass Windsurf ein Konkurrent von Copilot wäre. Das heißt, Microsoft ist gar nicht so daran interessiert, dass OpenAI eine Partnerschaft mit Windsurf eingeht. Weil dann hätte OpenAI sein eigenes Programmierprodukt. Microsoft besteht wahrscheinlich darauf, dass man Copilot relativ exklusiv betreibt und OpenAI da keine Konkurrenz macht. So macht es ja jetzt halt jemand anders. Google kauft wie gesagt das Kernteam für 2,4 Milliarden raus. Entschädigt damit so ein bisschen auch ehemalige Investoren. Kleiner Perkins war glaube ich vorinvestiert. Die sollen ein 3X gemacht haben. Das ist weder gut noch schlecht, könnte man sagen. Vor allen Dingen nimmt es ihnen die Chance auf einen Fund-Returner, wenn was aus der Firma geworden wäre. Positiv gesagt kann man sagen, hätte man im Schnitt eine 3X Rendite auf dem Fonds, wäre das jetzt gar nicht so schlimm, wäre sogar gut. Selbst für Kleiner Perkins wäre das glaube ich gut. Aber ja, man hat ja jetzt quasi einen der, wenn man davon ausgeht, dass nicht alle Investments funktionieren, dann ausgerechnet die, die funktioniert haben. Scheinbar zu verlieren ist natürlich traurig. Oder nicht zu verlieren, sondern nur für 3X weiter zu verkaufen. Also die können dann kein Fund-Returner mehr werden. Das ist ja das Problem. So jetzt meine Frage an dich ist, wer hat mehr Recht sauer zu sein? Die Programmierer, die nicht gekauft worden sind von Google und in der sozusagen ausgesorgten Hülle weiterarbeiten müssen?

Oder die Google, also was ich mich frage ist, ob nicht zunehmend so Google-Mitarbeiter, die sich einfach haben normal anstellen lassen und nur 6 Millionen im Jahr verdienen als Top-KI-Entwickler, wie die sich eigentlich führen müssen, wenn so links und rechts quer in Steige steigern, nicht für immer kommen und du weißt, die sind alle irgendwie zwischen 80 und 240 Millionen schwer.

Philipp Klöckner (4:13)

Google muss so beide auf dem Parkplatz so aussehen wie bei Nvidia, oder?

Philipp Glöckler (4:16)

Ja, es ist die Frage, ob man wirklich erwartet, dass sie zu arbeiten. Also man will ja anscheinend schon, dass die arbeiten, sonst würde man sie ja nicht akquirieren. Aber eigentlich, du bräutest ja so eine irgendwie multimilliardäres Unit bei Google, wo die irgendwie abgeschottet von den ganzen normalen Menschen, die nur normale Millionen Gehälter bekommen als KI-Entwickler oder KI-Researcher, es stellt mir schwer vor, eine gute Kultur hinzubekommen da. Und es ist ja nicht die IP, die sie gekauft haben, sondern es sind explizit die Leute. Wir haben am Ende dann aber noch mal im Englischen würde man sagen, had a pick at the litter. Also wer dann im Müll einmal noch rumgewühlt hat, um den Rest der Firma aufzukaufen, ist die Firma Cognition AI, die den Co-Entwickler Devon rausbringen, haben wir auch mal früher drüber gesprochen, als sie eine Funding-Runde bekannt gegeben haben. Die haben gesagt, selbst das, was da übrig geblieben ist, nachdem Google die besten Leute rausgenommen hat, holen wir uns noch die IP, ein paar Kundenverträge und das restliche Personal, das keiner haben wollte, das ist uns noch genug wert. Ich glaube, da ist die Summe nicht bekannt geworden, was sie dafür bezahlen müssen. Aber sie haben jetzt 100% der Firma übernommen, für weniger als 2,4 Milliarden. Das weiß man klar. Google hat 0% für 2,4 Milliarden bekommen. Cognition hat 100% für deutlich weniger bekommen, aber vorher wurde die Firma ausgesaugt, da ist Personal rausgesaugt, das beste Personal rausgesaugt. Ja, verrückte Deals, die man sieht heutzutage im Silicon Valley.

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