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Wie waren unsere Vorhersagen für 2024? #419

Doppelgänger

January 1, 2025

#419 Wir schauen auf unsere Predictions 2024 von Folge #314. Wo lagen wir falsch und wo hatten wir Glück. Hat Pip dieses Jahr den MSCI World mit seinem Depot geschlagen? Davor gibt’s noch ein bisschen News.

Speakers Philipp Glöckler, Philipp Klöckner

TopicsMarketingBusinessEntrepreneurship

Philipp Glöckler (0:00)

Willkommen zum Doppelgänger Tech Talk Podcast Folge 419 am 1 Januar 2025 Frohes Neues. Ich bin Philipp Glöckner und telefoniere zweimal die Woche mit dem Tech-Analysten Philipp Glöckner. Heute sprechen wir ein bisschen über News, aber vorall gehen wir über unsere Predictions von 2024 Wir schauen also zurück, was wir so vorhergesagt haben vor genau einem Jahr. Und zusätzlich möchte ich natürlich wissen, wie Pips Aktien dieses Jahr so gelaufen sind. War seine Performance mit den einzelnen Aktien besser als meine langweilige ETF Strategie dieses Jahr? Also mal schauen. Bei Predictions ist ja immer so, man liegt ja eigentlich immer daneben. Vielleicht hatten wir Glück bei dem einen oder anderen. News habe ich aus einem Newsletter erfahren, dass da wohl irgendwas in Berlin die Woche oder am Wochenende passiert ist.

So ganz musst du mir das ein bisschen einordnen. Ich kann nur sagen, so rückblickend 4,5 Jahre Podcast, der einzige wirkliche Nachteil von diesem Podcast ist, dass du mir ab und zu irgendwie einen Artikel oder ein Podcast von Springer zuschickst, den ich früher nie gelesen, nie gehört hätte. Was ist am Wochenende, am Sonntag in Berlin passiert?

Philipp Klöckner (1:18)

Das empfindest du als den größten Nachteil. Und dass das das schlimmste Übel ist, dann muss ich dir das empfehlen.

Philipp Glöckler (1:24)

Also mein Leben wurde besser dadurch, dass wir zweimal die Woche telefonieren. Ich weiß nicht, wie es mit dir aussieht.

Philipp Klöckner (1:29)

Ja, das schwärme ich nicht. Was ist passiert? Also es gab einiges an Aufhebens als am Sonntag dieser Woche. Moment, wir nehmen auf, es ist Mittwoch der Erste. Naja, genau. Also am letzten Sonntag erschien in der Welt am Sonntag aus dem Haus Axel Springer ein Kommentar, würde man sagen, im Deutschen von Elon Musk. Und einfach oder schnell wurde das zusammengefasst, würde man sagen, das war letztlich Wahlwerbung für die AfD. Also es hat irgendwie wenig mit Analyse zu tun, war wenig irgendwie, wenig Hintergrund vertieft, zeugte vor allem auch vom eher wenigen Verständnis für deutsche Politik, die Elon Musk so an den Tag legt. Also es war inhaltlich jetzt wirklich nicht besonders aufschlussreich. Und deswegen hauptsächlich einfach plumpe Wahlwerbung für die AfD. Fairerweise hatte man daneben noch einen gleich großen, eine Widerrede sozusagen des designierten Chefredakteurs Jan-Philipp Burghardt gestellt. Das wirkt zumindest auf mich so eher wie ein Feigenblatt, damit man sich nicht vorwerfen lassen muss. Man würde sozusagen AfD-Wahlwerbung von Elon Musk veröffentlichen, macht man daraus ein Pseudo-Debatten-Format. Das wäre zumindest meine Interpretation. Im Vorhinein dieses Artikels soll es auch intern, die Welt hat so einen Redaktionsausschuss, der glaube ich so ein bisschen um die Kausa Reichelt und Please-Stärke-FDP und so entstanden ist, wenn ich es richtig verstanden habe. Wir packen einen Link zum Spiegel und Tagesspiegel haben auch noch darüber geschrieben. Also es gibt so einen Redaktionsausschuss und da soll es erhebliche Züchtigkeiten gegeben haben und Leute, die sich da auf die Hinterbeine gestellt haben, unter anderem der eher moderate Politikchef Robin Alexander, die Meinungschefin bei Welt hatte, letztlich das zum Anlass genommen sogar zu kündigen, dass es veröffentlicht wurde. Wie gesagt, vorher gab es erheblichen Gegenwind von verschiedensten hochrangigen Journalisten. Und ich glaube, das ist schon interessant, weil man muss sagen, natürlich ist die Welt jetzt nicht die SZ oder Zeit. Und die Leute sind da, glaube ich, meilungsmäßig gut belastbar und nicht debattenfaul generell. Aber wenn selbst da sich das Gremium mehr oder weniger dagegen weigert oder einzelne Leute im Gremium, vielleicht sogar die Mehrheit weigert, so was zu veröffentlichen oder damit erhebliche Probleme hat, dann spricht er schon sehr dafür. Also da können Leute reden, irgendwie Matosek, Broder, Zietelmann, die jetzt sozusagen vorsichtig gesagt alle sehr kontrovers sind und regelmäßig werden sie durchgewunken und niemand stößt sich daran. Und wenn dann das gleiche Gremium sagt, hier wollen wir eigentlich mal einen Schlussstrich ziehen und wir finden das nicht mehr gut, entweder vielleicht, weil die inhaltliche Qualität unterirdisch war oder weil es eben so offensichtlich und berechenbar AfD-Werbung ist, die Elon Musk da verbreitet, dann spricht er schon sehr für sich, finde ich. Es geht nicht darum, bei der Debatte, also es geht nicht nur um meine Meinung, aber was ich sage ist nur meine Meinung natürlich. Es ist natürlich vollkommen von den verfassungsmäßigen Rechten, Meinungsfreiheit und auch Pressefreiheit gedeckt, dass Elon Musk seine Meinung frei äußern kann, auch wenn sie eben eine antidemokratische Partei, die Meinungsrechte eher beschneiden würde, höchstwahrscheinlich. Befördert ist es auch vollkommen klar, dass jeder Verlag, wenn er möchte, solch eine Meinung publizieren kann im Rahmen der Pressefreiheit der verfassungsmäßigen. Darum geht es nicht. Dass man das darf und dass das von Grundrechten geschützt ist, vollkommen klar. Das würde ich niemals infrage stellt. Ob man das aber tun sollte als Verlag, das ist eine ganz andere Frage. Also ob das sagen inhaltlich anspruchsvoll genug ist, ob sich das begründen lässt, ob das ausgewogen ist, ob das auch zu den Grundwerten des eigenen Hauses passt, das sind glaube ich andere Fragen. Weil die eigentlichen Kontroversen sind wie gesagt nicht, darf man das oder darf man es nicht, weil man es ganz klar darf in Deutschland und es ist gut, dass man das darf, auch wenn es eben eventuell Parteien zu guten kommen, die eben tendenziell die Demokratie eher aufweichen als verteidigen wollen. Die eigentliche Frage ist aber, wenn man so berechenbar weiß, was Gmas da schreiben wird, ist er denn noch überhaupt relevant? Also sind jetzt irgendwelche neuen Fakten, außer die Politikverwirrtheit und mangelnde politische Bildung von Elon Musk, dadurch offensichtlich geworden durch diesen Artikel? Also wo ist der publizistische, journalistische Anspruch und Gewinn dort? Das kann man sich fragen. Also ist überhaupt noch, du kannst sagen, ein Name wie Elon Musk bringt halt und entsprechend kontroverse Artikel wird immer Klicks und Abos bringen, zumindest kurzfristig. Das ist dann zumindest wirtschaftlich erstmal ein Gewinn. Ob das jetzt publizistisch ein Gewinn ist, muss man sich glaube ich ganz klar fragen. Und ob das die Kosten, nämlich solche Gedanken zu befördern, rechtfertigt, wäre ich mir nicht so sicher. Wie gesagt, ich halte es ehrlich gesagt nicht für relevant, auch wenn Elon Musk natürlich in den USA eine supereinflussreiche Person ist und dann viel Außenwirkung auf die ganze Welt ausübt und sich mehr oder weniger als Außenminister oder Schattenpräsident geriert auf Twitter und andere Staatschefs offensiv angreift und so weiter. Genau und man sieht in seinen Ausführungen auch sehr stark zusammengefasst, der beschreibt so, uns droht der industrielle, kulturelle Untergang in Deutschland. Was wir brauchen ist eine wirtschaftliche Wiederbelebung, da verhält er die AfD für besonders fähig, was der Großteil der Wirtschaft glaube ich verneinen würde. Zuwanderung und Identität ist sein zweites Thema, das kulturelle Erbe bewahren.

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