Warum Zölle? Earnings von Palantir und Spotify #429
Doppelgänger
February 4, 2025
Heute fangen wir mit Zöllen an und hören mit einem EU Tropfen auf den heißen AI Stein auf. Dazwischen reden wir über Elon, OpenAI gehen über die Zahlen von Palantir und Spotify. Vielen Dank!
Speakers Philipp Klöckner, Philipp Glöckler
TopicsMarketingBusinessEntrepreneurship
Philipp Klöckner (0:00)
Willkommen zum Doppelgänger Tech Talk Podcast. Folge 429 am 5 Februar 2025 Ich bin Philipp Klöckner und telefoniere zweimal die Woche mit dem Tech-Analysten Philipp Klöckner. Und aktuell ist die Zeit, da kriege ich so die Gefühle, man sollte langsam die Banking-Apps vom Telefon löschen. Also es bewegt sich alles ein bisschen mehr. Und ich kriege hier, also ich sage jetzt anonym, von einem Hörer, sehr guter Pickleball-Spieler, schreibt mir morgens mit einem Screenshot auf irgendein Alten Tweet von dir, von letztem Jahr, gefühlt. Ja, Dezember 2024, da sagst du noch so, we are not in a bubble, how do I know? Weil Palantir einfach 64 mal Sales bewertet ist. Und ja, Palantir hat Earnings reported, da gehen wir später zu und der Aktie ist auch irgendwie nach oben geschnellt. Spotify ist auch irgendwie nach oben geschnellt. Alles das musst du mir später erklären. Sonst haben wir wie eigentlich in jeder Folge ein bisschen Trump, ein bisschen Elon und hoffentlich nichts aus Bonn. Was hast du mir diesmal mitgebracht? Kannst du mir erklären, warum am Wochenende alles hoch runter, hoch runter gegangen ist?
Philipp Glöckler (1:14)
Warum am Wochenende alles hoch runter ist? Also mit Wochenende mal zum Montag.
Philipp Klöckner (1:18)
Ja, aber man konnte ja am Wochenende schon sehen, dass irgendwie ein bisschen Bewegung am Montag im Markt sein wird.
Philipp Glöckler (1:30)
Es sind verschiedene Sachen passiert, aber das, was die Märkte beunruhigt, war vor allen Dingen glaube ich der beginnende Trade War. Also Trump hat ja angekündigt, am 1 Februar die ersten Sachen in die Tat umzusetzen, begonnen auch ganz fleißig damit Zölle in Höhe von 25 Prozent an den nördlichen und südlichen Nachbarn, Kanada und Mexiko zu slappen.
Philipp Klöckner (1:49)
Warum?
Philipp Glöckler (1:50)
Ja, das ist die Frage. Warum? Ich würde sagen, es gibt drei Motive, von denen ein bis drei zutreffen können. Vielleicht treffen alle zu, vielleicht auch nur eins, aber eins trifft mit Sicherheit zu. Also das eine ist, Trump will sozusagen als Bulli, als irgendwie Mobber einfach gewisse Dinge erpressen. Oder fangen wir mit dem ersten an. Er will definitiv sozusagen in den ersten Tagen seiner Amtszeit tatkräftig, kritisch würde man sagen, aktionistisch wirken. Man könnte auch sagen tatkräftig wirken. Deswegen unterzeichnet er diese Dekrete, versucht irgendwelche Deals anzukündigen und jetzt macht er eben auch Handels und außenpolitisch die ersten Moves, hat sich mit Israel ja außenpolitisch da engagiert. Und jetzt beginnt er bei der Handelspolitik was zu tun, was er auch in Aussicht gestellt hat. Man könnte ihm zu gut halten, er sagt nur, was er gemacht hat. Also er möchte zeigen, dass er was macht, mal positiv formuliert. Man könnte auch sagen. Was jetzt das Motiv ist, also ist es ein wirtschaftliches Motiv oder ist es, beziehungsweise wir gehen mal der Reihenfolge nach, also er hat 25 Prozent Zölle erhoben auf alle Waren aus Kanada und Mexiko, soweit ich es verstehe. Kamen dann innerhalb von 24 Stunden zu Telefonaten mit beiden Staatschefs. Da hat man sich zumindest kurzfristig darauf geeinigt, die Zölle um mindestens 30 Tage oder einen Monat wieder auszusetzen. Und zwar, wenn ich es richtig verstanden hab, war es so, dass Mexiko sich committed hat, 10 Soldaten an die Grenze zu schicken und Kanada 1,3 Milliarden in die Grenzsicherung zu investieren. So, dass sie neue Hubschrauber kaufen und Leute dahinschicken. Und fairerweise muss man sagen, das war Trump. Aber Trump hat dieses Thema soll ja von Anfang an auch mit diesem Thema teilweise Immigration und teilweise Fentanylhandel über die gerade Fentanyl und Schmuggel, muss man ja sagen, verbunden. Und was er jetzt, wenn man so möchte, erreicht hat oder wo Signale gesetzt worden sind von den Gegenseiten, von den ursprünglichen Verbündeten, es ist ja nicht das Mexiko und Kanada der Feind von den USA, das ist im Gegenteil, das sind die intensivsten Handelspartner überhaupt, eigentlich Alliierte, wenn man so möchte, ins andere Kanal. Jetzt haben die sich committed, die Grenzen mehr oder weniger mitzuschützen, die Grenze zu USA, vor Schmugglerbanden im Süden natürlich auch vor Immigranten und so weiter. Damit kann Trump den ersten Erfolg nachweisen. Also die beiden Regierungschefs, Trudeau und wie heißt die Chefin in Mexiko? Das ist mir ein Fall, ich weiß nicht, was eine Frau ist, Schein. Präsidentin Claudia Scheinbaum, mein ich. Also die sind jetzt, könnte man sagen, scheinbar eingeknickt oder haben Deal gemacht, würde Trump bestimmt sagen. Haben sich ein bisschen erpressen lassen. Die Tarife wurden ausgesetzt. Dafür sichern sie die Grenzen erstmal und man gewinnt Verhandlungszeit. Kann sich eventuell auf einen besseren Deal, anderen Deal einigen. Außerdem hat Trump China mit neuen Tarifen zusätzlichen Tarifen belegt oder Zöllen belegt. Also im Englischen heißt es Tariff. Deswegen sag ich aus Verständnismetarif, aber das ist natürlich Außenhandelszölle gemeint oder Importzölle in dem Moment. Und China ist schon mit Importzöllen belegt, bekommt zusätzliche 10 Prozent auch auf alle Waren. Interessant dabei auch, dass die Diminimis-Regelung dabei wahrscheinlich einkassiert wird. Da kommen wir gleich drauf. Und als nächstes wäre die EU dran, hat er auch noch bekannt gegeben. Da hat er sich aber komischweise noch nicht getraut, was zu tun. Ich glaube, die EU ist immer noch der größte Handelspartner der USA, wenn ich mich nicht irre. Da ist er ein bisschen vorsichtiger. China hat direkt zurückgeschossen, kündigt Zölle auf Rohstoffe, insbesondere Energie eigentlich an, also Kohle, LNG, also Gas, Öl und so weiter aus den USA. Das importieren sie wohl hauptsächlich auf Agricultural Machines. Das sind einfach gesagt John Deere Tracker oder vielleicht Massey Ferguson und wer die noch baut, aber hauptsächlich ist es John Deere, was betroffen ist, wahrscheinlich weil sie bemerkt haben, das ist ein großes Einfuhrgut aus den USA und Pickup Trucks, die sie offenbar aus den USA beziehen. Also sehr gezielt und sehr gezielt auch wieder auf so ein bisschen auf republikanische Staaten. Also man versucht oft so republikanische Staaten, Bundesstaaten zu treffen. Und deswegen macht man dann manchmal den Tennessee Whisky oder die Pickup Trucks aus einem gewissen Staat oder die Agricultural Machines, weiß ich nicht, ob die jetzt aus republikanen Staaten kommen.
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