Warum $6,5 Mrd für Jony Ive | Devstral & Claude 4 | SAP & Celonis #460
Doppelgänger
May 23, 2025
Jony Ive, die Apple-Designlegende, schließt sich OpenAI an. Googles AI beeindruckt Pip. Statista liefert künftig Daten für KI-Anwendungen. Der Konflikt zwischen SAP und Celonis spitzt sich zu. Ein Sicherheitsbericht offenbart beunruhigende Erpressungstendenzen des KI-Modells Claude Opus 4.
Speakers Philipp Klöckner, Philipp Glöckler
TopicsMarketingBusinessEntrepreneurship
Philipp Klöckner (0:00)
Willkommen zum Doppelgänger Tech Talk Podcast Folge 460 am 24 Mai 2025 Ich bin Philipp Klöckner und telefoniere zweimal die Woche mit den Tech-Analisten Philipp Klöckner. Heute, große AI-Folge, ist ganz schön viel AI-News und natürlich ein bisschen Schmuddelecke. Ich habe eben noch gelesen, dass Harvard jetzt keine ausländischen Studenten mehr haben darf. Also wenn du jetzt das Gefühl hattest, du fängst dort in den kommenden Monaten an zu studieren, dann kannst du dich jetzt nochmal umschauen. Wahnsinn. Hätte ich auch nicht gedacht, dass man sowas auch noch mal erlebt. Aber ja, bevor wir in die Schmuddelecke gehen, lieber über Google reden. Die haben am, wann war es? Dienstag, Mittwoch? Mittwoch wahrscheinlich die große Konferenz gehabt. Ich fasse zusammen AI, AI, AI und Brillen und alles zehnmal schneller. Du als Google Connoisseur, was hast du rausgehört?
Philipp Glöckler (1:00)
Ja, also ich glaube, es war relativ wenig zu hören. Was daran lag, dass Sam Altman natürlich nicht die Chance vergeben hat, wieder Google ordentlich ins Wasser zu pissen. Während der Google IOTA, das hat ja eigentlich gute Tradition, dass jedes angekündigte Event von Google durch große News von OpenAI so ein bisschen, zumindest PR-technisch, boykottiert werden.
Philipp Klöckner (1:22)
Also so ein bisschen wie mit Nas und Jay Z, der immer das Album am gleichen Tag droppt oder wie immer.
Philipp Glöckler (1:28)
Genau, torpediert ist wahrscheinlich der richtige Begriff. Zu OpenAI kommen wir später noch, aber es scheint mir kein Zufall zu sein, dass das wieder in der gleichen Woche sehr zeitnah passiert ist. Ansonsten fand ich die Google IOTA beeindruckend, wäre übertrieben, aber ich glaube, Google hat bewiesen, dass sie in vielen Bereichen der KI an der vordersten Front sind, sei es bei Research & Scientific, was jetzt nicht so viel Platz bekommen hat wie immer. Aber es wurde WO3, das Videomodell, vorgestellt, Imagine, das Image-Modell. Der AI-Mode wird für US-User ausgerollt. Das ist so ein Chatagent wie man von Chatsch.gbt, die Psygo oder Grog kennt, der jetzt in die Suchergebnisse reinkommt. Man hat so ein bisschen Zahlen gebracht, wie viel Nutze eigentlich die AI-Experience nutzt. 1,5 Milliarden angeblich haben KI-Zusammenfassungen bei Google. Schon gesehen 400 Millionen Nutzen angeblich. Gemini in irgendeiner Form. Man hat Gemini 2.5 Pro, sozusagen das neue Cutting-Edge-Modell, was in fast allen Parametern die Konkurrenz schlägt, gezeigt. Wichtig, glaube ich, die Android XR-Plattform.
Eine Strategie, die Google verfolgen wird bei AI-Variables, ist, nicht eigene Produkte zu bauen. Analog Pixel-Phone, sondern erst mal wieder mit Android anzufangen, also eine Open-Source-Software zu bauen, die Samsung, Huawei, wer auch immer, gerne nutzen kann. Also bei den Chinesen muss man gucken, ob das nicht so einfach ist, aber Samsung oder andere Hardware-Hersteller können die nutzen. Dadurch versucht man sich wieder günstig mit einem Softwarevorteil in das Hardware-System für AI-Variables einzukaufen. Das kann man in eine AR-Brille, VR-Brille einsetzen. Das kann man auch in so leichteren Gläsern, wie den Ray-Bans theoretisch einsetzen. Man hat eine Kooperation mit Warby Parker und einer anderen Firma, die das exklusiv schon mal nutzen, bekannt gegeben. Die Strategie kennt man vom Handy-Markt, wo Google quasi große Marktanteil beim Operating-System für Mobile Phones gewonnen hat, mit dem Android Open Source oder anscheinend Open Source-Approach. Das versucht man jetzt für AI-Variables, Brillen insbesondere zu wiederholen. Das war ja erfolgreich. Google hat später, wir wissen aber trotzdem, eigene Hardware, die Pixel-Phones, gebaut. Und damit ist auch klar, es schließt nicht aus, dass Google eigene Brillen bauen wird, beziehungsweise wird es die höchstwahrscheinlich geben. Was mir das wieder noch mal zeigt, ist natürlich, das ist vielleicht auch schon die Überleitung zu OpenAI, dass alles das, was OpenAI macht, wenn dein Kern ein Foundation-Model ist. Also OpenAI ist ohne Frage eines der Top 3 Research Labs für künstliche Intelligenz. Ich glaube, da gibt es keine Frage. Aber am Ende haben sie nur Modelle derzeit, würde ich behaupten. Sie haben verschiedene Modelle. Sie haben Dali für Bilder. Sie haben Sora für Videos. Sie haben GPT und O3 und O1 für Reasoning und Text. Sie haben Text-to-Speech, was weiß ich. Aber es sind alles Modelle. Und wer meinem Vortrag gelauscht hat, oder sagen wir, wer ihn nicht gelauscht hat, der kann das noch nachholen auf YouTube. Und wer ihn gelauscht hat, dann weiß, dass zumindest ich glaube und sicherlich viele andere auch, dass Modelle halt keine Burggreben haben. Models aren't modes, don't have modes. Und das, was OpenAI sozusagen als Kernprodukt baut, bauen große Tech-Konzerne wie Meta, Microsoft, Google und ich glaube Google am allerbesten im Moment, quasi als Feature nach. Das heißt, das Kernprodukt von OpenAI ist nur ein weiteres Feature von Google, Google wirft natürlich unheimlich viele Ressourcen drauf also es ist jetzt nicht nur eins von zehn Featuren, sondern es ist das Hauptfeature, an dem sie gerade arbeiten. Aber alles das, wofür OpenAI steht oder woran sie arbeiten, dann integriert Google mal ebenso scheinbar in seine Produkte. Man muss natürlich sagen, Google ist seit zehn Jahren AI First Company, Google baut seit zehn Jahren seine eigene KI-Hardware mit den TPUs, siebte Generation Ironwood. Google ist sehr gut vorbereitet auf diesen Erfolg und hat hart Gas gegeben in den letzten zwei Jahren, um aufzuholen, weil man das so ein bisschen in die Schub, also man hat das so geschelft, weil es natürlich das eigene Geschäftsmodell stark bedroht. Jetzt ist aber klar, dass man nicht abwarten kann und man gibt Vollgas und ich glaube, dafür muss man sagen, ist der Entwicklungsspeed und das Level an State of the Art Models, was sie erreichen, beeindruckend. Sieben Gemini 2.5 Pro schlägt eigentlich alle anderen Models und sie haben OpenAI die Krone abgenommen. Von daher finde ich es beeindruckend von Google, würde ich heute ein neues Portfolio aufbauen, würde ich tatsächlich Google da reinlegen, weil ich glaube, der Fakt, dass Google disruptiert werden könnte, ist zu sehr eingepreist in die Aktien. Das war KGV zwischen 18 und 19 glaube ich, Umsatzmultiple bei sechs. Gemessen daran, dass Google noch relativ schnell wächst mit zweistellig, mit der Cloud-Sparte sehr ambitioniert wächst. Ich glaube, der ernstzunehmendste Player im KI-Rennen ist, was Forschung angeht, was Ressourcen angeht. Google hat 100 Millionen Net Profit, schon 100 Milliarden natürlich, Klassiker, 100 Milliarden an Net Profit, die sie investieren können, hat dann eine eigene Infrastruktur, hat die besten Forscher, Nobelpreisträger bei sich in DeepMind, in ihrem eigenen AI-Lab, das heißt, Google ist sehr gut vorbereitet. Vielleicht greift es ihr Kerngeschäftsmodell an, aber wenn du glaubst, der nächste Trillion Dollar Market ist AI und Robotik, dann ist kein Unternehmen so gut auch vorbereitet wie Google. Auch wenn OpenAI Cutting Edges und mit weniger Ressourcen mehr geschafft hat, sozusagen. Aber ich würde Google tendenziell übergewichten in einem GAFA-Portfolio oder NASDAQ-Portfolio, Technologie-Portfolio gerade.
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