Temu seine Mutter & Trump vs. Fed #487
Doppelgänger
August 26, 2025
Musk klagt gegen Apple und OpenAI. Meta überrascht mit einer Partnerschaft mit MidJourney, statt das Unternehmen wie üblich zu übernehmen oder zu kopieren. Perplexity will ein Revenue-Share-Modell für Publisher einführen. Amazon testet den Verzicht auf Google-Ads.
Speakers Philipp Glöckler, Philipp Klöckner
TopicsMarketingBusinessEntrepreneurship
Philipp Glöckler (0:00)
Willkommen zum Doppelgänger Tech Talk Podcast Folge 487 am 27 August 2025 Ich bin Philipp Klöckner und telefoniere zweimal die Woche mit dem Tech-Analysten Philipp Klöckner. Und Pip, ich bin ein bisschen verwundert. Ich hab erwartet, dass du in München bist. Was ist los? Wieso? Also heute Morgen habe ich hier meine E-Mails gecheckt, dein Newsletter gelesen und eine E-Mail bekommen, dass du wohl im ICE nach München bist. Aber es scheint einen weiteren Doppelgänger zu geben.
Philipp Klöckner (0:31)
Also man kann mich im ICE nach München regelmäßig spotten, aber diesen Morgen war ich tatsächlich nicht da drin.
Philipp Glöckler (0:37)
Heißer Tipp, Bord Bistro. Bord Bistro ist der heiße Tipp. So habe ich ihn damals auch klar gemacht. Er saß da, wollte nicht reden.
Philipp Klöckner (0:47)
Oder wenn ich mit dir unterwegs bin, Kleinkind Abteil.
Philipp Glöckler (0:51)
Genau, damit wir laut sprechen können. So machen wir das immer.
Wir fangen direkt mit der Spuddelecke an. Das sehe ich hier. Du hast Elon nach oben gepusht. Der hat ja vor einem Monat oder so ein bisschen rumgezickt, wie immer, auf seiner Plattform, dass das alles so unfair wäre und dass er jetzt Apple irgendwie verklagen möchte. Er hat Sam Altman die Handschuhe ausgezogen und ihm, ja, irgendwie gefragt, ob er nie seine eigenen Tweets nach vorne pusht. Jetzt scheint es so zu sein, dass er tatsächlich gegen Apple und OpenAI klagt.
Philipp Klöckner (1:28)
Ja, das hätte man tatsächlich auch in die Schmuddel Ecke packen können, aber da es auf allen Plattformen und Newspublikationen mehr oder weniger die News des Tages und der Woche war, habe ich es mal nach oben gezogen. Und weil die Woche bisher auch relativ newsarm ist, würde ich sagen. Und zwar hat Elon Musk ausnahmsweise ernst gemacht und setzt seinen Lauf her gegen OpenAI fort.
In diesem Fall jetzt gegen Apple und OpenAI. Also er unterstellt, wie wir letztes Mal schon besprochen haben, dass Apple OpenAI unfair bevorzugen würde, eine exklusive Partnerschaft eingegangen ist und allein deswegen zum Beispiel GROG, X und XAI nicht im App Store empfehlt. Die Empfehlung bei Apple ist natürlich eine redaktionelle Entscheidung. Das heißt, als freies Unternehmen ist es eigentlich nicht verpflichtet, dort irgendjemand aufzunehmen oder nicht aufzunehmen. Man könnte schon unterstellen, dass da Business Motive dahinter stehen, dass man OpenAI den Partner vielleicht schützen will, wobei auch sich herausgestellt hat, dass sie gleichzeitig in Gesprächen mit Google und dessen Chatagent Gemini sind. Das heißt, so exklusiv scheint die Partnerschaft gar nicht zu sein. Auf jeden Fall, Elon Musk scheint in seine Ehre gekränkt, dadurch, dass GROG bzw. X regelmäßig dort nicht unter den Top Apps, also dort, wo es in den Charts Top Position einnimmt, ist es natürlich auffindbar. Das heißt, Apple verschweigt da nicht Apps in den Charts oder so, sondern sie empfiehlt sie nur nicht dort, wo sie in der Regel besonders essenzielle Apps oder so empfehlen würden. Elon Musk behauptet, es gibt keine anderen Gründe. Also OpenAI sagt, this latest filing is consistent with Mr. Musk's ongoing pattern of harassment. Das muss man, glaube ich, das gehört zum Kontext, dass Elon Musk eine Art Privatfede gegen OpenAI und Sam Altman führt und das ist nur einer von vielen Gerichtstreitigkeiten in einer Reihe von mehreren Auseinandersetzungen mit OpenAI. Musk behauptet außerdem, if not for its exclusive deal with OpenAI, Apple would have no reason to refrain from more prominently featuring the X app and the Grog app in its App Store. Also wird in der Klageschrift gesagt. Das heißt, er sagt mehr oder weniger der einzige Grund, den Apple hätte, X und Grog aus den Apps nicht zu featuren im App Store. Also nicht redaktionell zu empfehlen, ist der X-Losive deal mit OpenAI. Das würde ich sagen, mir fallen sofort zwei, drei andere Gründe ein. Also A, dass dieser Chatbot sich selber Mecha Hitler genannt hat, irgendwelche antisemitischen Thesen und Desinformationen verbreitet. Dass er regelmäßig die Meinung seiner Chefs Elon Musk über die Meinung oder über, sagen, wissenschaftliche Fakten oder Konsensmeinungen stellt. Das alles sind ja auch ausreichende Gründe, warum man dem nicht weiter Vorschub leisten möchte. Und gerade Apple, die immer davon Abstand nehmen, Apps, wo es zum Beispiel Not-safe-for-work-Inhalte drin sind oder kontroverse Apps eben nicht empfehlen, sondern tendenziell eine so ein bisschen prüde, konsensgetriebene Politik fahren. Da kann man schon sich überlegen, dass es auch weitere Gründe geben könnte, warum man jetzt ausgerechnet Krog und Ex nicht empfehlen würde. Trotzdem ist der wirtschaftliche Grund nämlich, dass sie eine Partnerschaft mit OpenAI haben, natürlich valide. Also beides ist möglich. Ich würde nur nicht sagen, dass man so ausschließen kann, dass es andere Gründe gäbe, weil mir fehlen wie gesagt Gründe ein, warum man Krog nicht ohne Weiters empfehlen wird oder warum man Ex nicht als Social Media oder Kurznachrichtendienst empfehlen möchte. Na ja, das wird jetzt auch wieder ein Gericht klären müssen. Und ja, du hast schon erwähnt, man muss auch sagen, dass Elon Musk ja sonst es überhaupt nicht stört, Konkurrenten massiv zu behindern. Also auf seiner eigenen Plattform versucht er sozusagen, dass die Eichung der Waage regelmäßig etwas zu verändern, indem er Webseiten, die ihm nicht gesonnen sind, verlangsamt, es schwerer macht, sie aufzurufen. Links von, wenn Links zu Blue Sky und Wettbewerbern inkludiert sind, die Tweets unsichtbar macht oder das Verlinken von Konkurrenten erschwert. Jetzt muss man sagen, Apple hat natürlich eine andere Rolle als Ex. Ex ist weit davon entfernt, ein Monopol zu sein.
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