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Streit über AGI Definition | 300 Mio. für Jura AI | Googles schlechter Trost für Publisher #470

Doppelgänger

June 27, 2025

OpenAI und Microsoft ringen um die AGI-Klausel. Meta lockt Ex-OpenAI-Forscher mit Mega-Boni. Harvey sammelt 300 Mio. für KI-Juristen. Chinas KI-Offensive stockt wegen Chip-Embargos. DeepMind sagt Genfunktionen voraus. Scale-AI-Daten lagen offen im Netz. ChatGPT und Perplexity erobern WhatsApp.

Speakers Philipp Klöckner, Philipp Glöckler

TopicsMarketingBusinessEntrepreneurship

Philipp Klöckner (0:00)

Willkommen zum Doppelgänger Tech Talk Podcast Folge 470

Noch 30 Folgen bis zu 500 Unfassbar. Am 28 Juni 2025, ich bin Philipp Kloeckler und telefoniere zweimal die Woche mit dem Tech-Analysten Philipp Kloeckler. Heute habe ich meinen letzten Unitag so ein bisschen hier in der Schweiz. Es gibt ein Examen Open Book. Gestern Abend habe ich so ein kleines Abschieds-Dinner mit einem Kumpel gehabt, mit dem ich auch schon in der anderen Uni, also die letzten 18 Monate verbracht habe. Und danach bin ich hier ins Hotelzimmer gegangen und habe gedacht, wie wird ein Professor oder ein Assistent wohl ein Examen aufbauen? Ich habe daraufhin alle Slides in OpenAI geschickt und habe gesagt, hier, ich bin ein Professor, baue mir mal eine Stunde Examen auf mit ein bisschen Multiple Choice und ein paar Essay-Fragen. Genau, das habe ich mir dann angeguckt in der Vorbereitung. Das liegt jetzt hier auf meinem Computer. Das Examen ist Open Book, aber ohne Internet. Mal gucken, wenn du noch Open Book-Tipps für mich hast, nehme ich die gerne. Ja, sonst habe ich mir die Code-2-Präsentation angehört vor dem Einschlafen. Ich bin ein, zwei Mal kurz eingenickt und habe gedacht, ne, ne, die ziehe ich mir jetzt noch rein, sonst wird mir wieder vorgeworfen, dass ich überhaupt nicht vorbereitet bin. Dann stehe ich auf, die auf unser Trello-Board und zack, sehe ich das Einzige, was ich mir für diesen Podcast angeschaut habe, habe wir verschoben. Aber gut, wir haben genug AI-Nurse dabei. Fangen an mit OpenAI und Microsoft. Die haben einen weiteren Grund, sich nicht mehr zu mögen.

Philipp Glöckler (1:43)

Ja, das ist ganz spannend. Also, die befinden sich ja in diesem Prozess, wo OpenAI in eine For-Profit-Company umgewandelt werden soll. Das alles beruht aber auch auf das Wohlwollen von Microsoft, die dem zustimmen müssen und natürlich nicht allzu viele ihrer ursprünglichen Rechte aufgeben wollen. Die haben ja, sagen wir mal, sehr viel investiert in OpenAI in der Vergangenheit, um 49 Prozent der Gewinnrechte zu haben und so weiter. Und eine Bedingung war immer, dass in dem Moment, wo OpenAI deklariert, sie hätten AGI erreicht, also so eine allgemeine, also so eine General Intelligence, Superintelligence kann man auch sagen, dass dann Microsoft quasi vom System abgeschnitten wird. Einfach, weil man wahrscheinlich gesagt hat, wenn dieses Ziel erreicht ist, einerseits ist die Firma dann so powerful, dass sie das nicht mehr mit einer zweiten Firma teilen möchte. Das würde auch keinen Sinn machen, außer für Microsoft natürlich. Also Microsoft würde wahrscheinlich weiter seine Gewinnanrechte erhalten, aber es würde quasi keinen Zugang zu IP, zur eigenen Technologie, mehr bekommen. Es hat ja natürlich erscheint, jetzt quasi ein bisschen Angst zu haben oder besorgt zu sein, dass OpenAI könnte in Bad Phase, also sozusagen ohne triftigen Grund, einfach so deklarieren, wir haben jetzt AGI erreicht, einfach nur um Microsoft vom IP abzuschneiden. Das ist so ein bisschen die Angst. Und darum verhandelt man jetzt. Das ist ein Streitpunkt, weil es natürlich keine feste Definition von AGI gibt. Jeder nutzt so ein bisschen seine eigene Definition. Das ist jetzt scheinbar einer der letzten Verhandlungspunkte zu sein, wo man einfach nicht weiß, dann ursprünglich hatte OpenAI dieses Recht. Microsoft möchte das gerne rausverhandeln oder bestimmt dann irgendwelche Dinge festmachen, damit man offenbar auch viel Vertrauen zerbrochen. Inzwischen, wenn man sich da jetzt so wasserfest aufstellen möchte.

Das ist jetzt der große Punkt, wenn AGI erreicht wird, kann Microsoft sozusagen den Zugang zu den Modellen von OpenAI oder die IP, wie das funktioniert und so weiter, abgeschnitten werden. Das scheint im Moment dem, nicht dem Merchandiser, sondern der Umwandlung der Company noch im Weg zu stehen.

Philipp Klöckner (3:52)

Auf der einen Seite haben wir jetzt Microsoft, die bei OpenAI am Rütteln sind. Oder auf der anderen Seite hängt Mark Zuckerberg mit 100 Millionen Dollar Schildern an OpenAI-Talenten und scheint auch jetzt drei schon bekommen zu haben.

Philipp Glöckler (4:11)

Genau, also es scheint jetzt ein paar Söldner gefunden zu haben, die wechseln möchten. Und zwar das Wall Street Journal nennt Lukas Bayer, Alexander Kolesnikov und Xiaowazai würde ich es aussprechen. Also ein chinesischer Name, den ich offenbar nicht aussprechen kann. Und diese drei Namen sind jetzt bekannt geworden. Die waren alle drei im Zürich-Office von OpenAI und damit auch alle drei vorher bei Google DeepMind. Also die Com quasi von Google sind zu OpenAI gewechselt und jetzt ziehen sie weiter zu Meta. Man muss davon ausgehen, dass OpenAI sie von Google gepoacht hat und jetzt werden sie weitergepoacht. Das ist ja so ein bisschen das Problem, auch im in Anführungsstrichen normalen Leben, dass wenn man so Überheadhunter oder eben Abwerbeversuche Leute bekommt, bekommt man halt seltener. Die gehen auch wenn mehr Geld kommt in der Regel zum nächsten weiter. Das heißt, die Loyalität ist jetzt natürlich nicht so hoch wie bei jemandem, der da irgendwie seit seinem ersten Job arbeitet oder Gründungsmitglied der Firma ist, sondern die wurden gepoacht und lassen sich poachen, würde ich jetzt mal unterstellen. Wir kennen natürlich die ganz individuellen Umstände der einzelnen Personen nicht, aber das ist das Pattern, was sie vielleicht entdecken lassen. Lukas Bayern, Deutscher RWTH, vorher eben bei DeepMind, Alexander Kloisnikov, dem Namen nach, und Ausbildung her, ein russischer Staatsbürger und ein Chinaser. Und dann hat TechCrunch noch berichtet über einen eher hochprofiligen Hire, und zwar Trapit Bansal. Der soll angeblich an den Reasoning Models von OpenAI explizit gearbeitet haben. Meta hat ja offiziell noch keinen Reasoning Model. Die Lammer-Modelle können noch nicht in Anfängenstrichen Reasoning machen. Der Bansal soll aber ein wichtiger Mitarbeiter bei OpenAI an den O1, an dem O1, also dem ersten Reasoning-Modell gewesen sein. Und den konnte man jetzt offenbar auch gewinnen. Die anderen drei, die wir eben erwähnt haben, bestehen übrigens da drauf. Oder in einem Twitter, in einem X-Post haben sie gesagt, dass sie definitiv keine 100 Millionen Hiring-Bonuses bekommen haben. Also mit dem Narrativ räumen sie so ein bisschen auf.

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