Social Media Ban für Kinder | Altman-Amodei Handshake-Gate | Ohne KI keine Beförderung? | OpenAI $100 Mrd. Runde #538
Doppelgänger
February 20, 2026
Merz sympathisiert mit einem Social Media Ban für Kinder. Google holt sich mit Gemini 3.1 die Benchmark-Krone zurück. OpenAI raist $100 Mrd. bei bis zu $850 Mrd. Bewertung – Nvidia allein soll $30 Mrd. geben.
Speakers Philipp Glöckler, Philipp Klöckner
TopicsMarketingBusinessEntrepreneurship
Philipp Glöckler (0:00)
Willkommen zum Doppelgänger Podcast Folge 538 am 21 Februar 2026 Ich bin Philipp Kloeckner und telefoniere zweimal die Woche mit dem Tech-Analysten Philipp Kloeckner. Und erstmal Happy Birthday an ein, zwei, drei Freunde, die heute vielleicht zuhören. Die hatten gestern, heute, morgen Geburtstag. Grüße gehen raus. Bevor wir mit Fido, dieses Docket ist voll. Wir können eigentlich vier Stunden reden, glaube ich. Bist du für oder gegen Social Media Ban für Kinder?
Philipp Klöckner (0:33)
Ich bin nicht dafür, aber ich bin auch nicht dafür, die Situation so zu belassen, wie sie ist. Ich bin mir nicht sicher, ob ich eine bessere Lösung habe. Möchtest du deine teilen? Ich habe das Gefühl, du hättest da schon eine Idee.
Philipp Glöckler (0:47)
Als ich das gehört und gelesen habe, habe ich gedacht, was würde der kleine Philipp machen? Also mal angenommen, ich werde reizern.
Philipp Klöckner (0:54)
Du würdest durch Freedom.gov surfen. Aber da kommen wir ja später drauf. Und über ein VPN und durch ein Land surfen, wo sowas nicht gage gated ist. Also wo es keine Alterssperre gibt. Aber zu Freedom.gov kommen wir ja später.
Philipp Glöckler (1:08)
Na ja, also ich hätte mir wahrscheinlich einen VPN-Tunnel gegraben. Aber es gibt ja schon so, wenn was verboten ist, so vor allem als Jugendlicher ist es doch, oder Teenie ist es doch eigentlich, ich sag dir mal ein paar Sachen, die für Minderjährige verboten sind.
Philipp Klöckner (1:24)
Und du sagst mir, ob du die gemacht hast oder nicht. Als Kind.
Philipp Glöckler (1:29)
Ja, ja, ja.
Philipp Klöckner (1:30)
Was Leute tun, um zu verhindern, dass das Wort Porno fällt. Unwahrscheinlich. Also genau, das ist, also das wäre...
Philipp Glöckler (1:37)
Also warst du auf Rocken, Porno, Zigaretten, Alkohol, Auto? War es noch verboten?
Philipp Klöckner (1:45)
Auto hat eine lustige Geschichte, aber ich neige dazu, die nicht zu erzählen, weil ich mir sicher bin, dass mir die 10 Mal vorgehalten wird, wenn ich die erzählen würde.
Philipp Glöckler (1:55)
Hast du deine betrunkenen Eltern früher nach Hause gefahren oder was?
Philipp Klöckner (1:59)
Nee, da habe ich sogar noch besser. Jetzt habe ich zwei Stories. Also eine gute Story ist, dass ich mal meinen betrunkenen Grundschullehrer von der Polizei nach Hause gefahren habe. Also er hat bei der Polizei was zu tun und ich habe ihn nach Hause fahren müssen. Aber unter welchen Umständen das passiert ist, erkläre ich jetzt nicht. Die andere Story hat damit zu tun, dass ich immer sage, ich habe noch nie einen Unfall gebaut, seit ich den Führerschein habe.
Aber wo waren wir denn? Wir waren bei der Social Media Sperre für Minderjährige. Genau, das Hauptproblem ist natürlich, dass sowas schwer durchzusetzen ist und in aller Regel umgangen wird. Natürlich kann es trotzdem sinnvoll sein, Dinge für illegal zu erklären, weil einerseits wirkt es damit vielleicht besonders anziehend. Andererseits wissen Eltern, dass sie zum Beispiel damit beauftragt sind, ihre Kinder davon fernzuhalten, sofern es ihnen möglich ist. Ob die das dann gut können und ob die den moral high ground haben, wenn sie selber addicted to Instagram sind, ist die nächste Frage. Ein weiterer Grund dagegen ist, dass ich schon sagen würde, wenn man das vor Kindern sperrt, dann eigentlich auch vor anderen vulnerablen Gruppen. Also warum nicht alte Menschen? Warum nicht irgendwie ein bisschen minder bemittelte Menschen, denen irgendwie ein paar Hörnzeilen fehlen? So AfD-Wähler oder so, vielleicht sollten wir denen das auch verbieten. Also der Grund, dass man Kinder nimmt, ist natürlich, weil sie Schutzbefohlen sind und eine besondere Verantwortung haben. Und mangelnde Mündigkeit vermeintlich einhergeht, wobei man diese Mündigkeit eben schon auch anderen Personengruppen absprechen kann, wobei die eben dann offenbar nicht so schützenswert sind. Wer jetzt dafür argumentiert, würde wahrscheinlich sagen, bei Tabak und so funktioniert das ja gut. Also Tabak, wie gesagt, pornografische Erzeugnisse, Alkohol, so was, Age-Gaten, wir auch Alkohol in Deutschland, ein bisschen niedrig vielleicht. Aber da würde ich aber eine Sache zu bedenken geben. Alkohol und Tabak ist was, was einfach Jahrtausende quasi Kultur und Tradition ist. Ob das jetzt richtig oder falsch ist, ist eine komplizierte Frage. Aber es ist einfach aus Freiheitssicht, freier Wille und dazu gehört eben auch der Wille, sich selber zu schaden, ist es deutlich schwerer, das zu verbieten. Die andere Frage ist aber, wenn heute jemand käme und sagt, ich habe hier ein neues Getränk, da habe ich 40 Prozent von einem Nervengift reingekippt, was außerdem abhängig macht und allerlei andere negative Gesundheitseffekte hat und die Leute relativ zügelos macht, wenn man eine Flasche davon trinken würde, dann würden wir das nicht neu auf den Markt lassen. Das gleiche gilt für Tabak, wenn du sagst, ich habe hier etwas, das kann man verdampfen. Jetzt bei Vapes hat man leider genau das getan, aber weil man sich vermutlich hat einreden lassen von der Tabaklobby, dass man damit gesünderes Rauchen erfindet. Aber normalerweise würdest du, wenn du sowas wie Zierat neu erfinden würdest, das nicht auf den Markt bekommen natürlich, weil es einfach, wenn in irgendeinem Eiweißriegel 0,1 Prozent von einem krebserregenden Stoff ist, dann würde er nicht auf den Markt kommen. Also wenn du sowas wie Tabak irgendwie zum Verrauchen, Verdampfen auf den Markt bringen würdest und es sind irgendwie 50 krebserregende Substanzen, oder es sind glaube ich noch mehr drin, du würdest das heute definitiv nicht mehr neu auf den Markt nehmen. Und Social Media ist jetzt nicht so alt oder die gefährliche Entwicklung in Social Media ist jetzt nicht so alt, dass man nicht sagen kann, man könnte da eventuell schon nochmal überlegen, ob man das besser macht. Und die Lösung, die ich besser fände, wäre natürlich, dass wir einfach Social Media so bauen, dass es einfach weniger schädlich und gefährlich ist. Ich würde nicht sagen, dass das irgendwie einfacher wäre oder ich eine super Idee dafür hätte. Aber wir sehen ja einerseits, wo genau das schiefgeht relativ gut inzwischen. Und wir sehen, dass Menschen sich aktiv dafür entscheiden im Zielkonflikt, ob ich mehr Engagement und mehr Umsatz mache und damit Gesundheit riskiere. Scheinen Leute sich dank Studien des Zielkonflikts, also der abzuwägenden Rechtsgüter, sehr bewusst zu sein. Und da wo solche Entscheidungen getroffen werden, könnte man ja schon sagen, dass solche Entscheidungen einfach so zu treffen sind, dass die Gesundheit der Nutzer zu schonen ist. Und nicht Umsatz oder Engagement oder Time in Apps spend oder Meaningful Interactions oder was auch immer. Oder Unregretted User Minutes zu maximieren sind. Da komme ich später auch noch mal drauf, das Thema. Ich glaube, ein Altersband finde ich irgendwie zu einfach, nicht... Also man würde es ja so prüfen, ist es geeignet? Also ich würde sagen, es ist nicht 100% geeignet, weil es löst das Problem nicht, zumindest nicht komplett. Dann ist es eben auch nicht maßvoll eigentlich, weil man natürlich viele positive Use Cases auch wieder ausschließt damit.
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