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Siri-Team muss ins Coding-Bootcamp | OpenAI öffnet die Büchse der Pandora | Amazon Project Houdini & Globalstar Übernahme #554

Doppelgänger

April 17, 2026

Anthropic veröffentlicht Claude Opus 4.7 mit deutlichen Fortschritten bei Agentic-Coding, Reasoning und Financial Analysis. Heavy-User werden zunehmend auf Token-basierte Abrechnung umgestellt. Investoren wollen bei $800 Mrd.

Speakers Philipp Glöckler, Philipp Klöckner

TopicsMarketingBusinessEntrepreneurship

Philipp Glöckler (0:00)

Willkommen zum Doppelgänger Podcast Folge 554 am 18 April 2026 Ich bin Philipp Kloeckler und telefoniere zweimal die Woche mit dem Tech-Analisten Philipp Kloeckner.

Und wir starten sofort mit Bubble Time. Ich habe die Tage mal wieder jemandem erklärt, was wir überhaupt machen. Und ich meinte, wir haben über Aktien angefangen und jetzt reden wir hauptsächlich über KI. So sieht es heute auch ein bisschen aus. Obwohl, es gibt ein bisschen Earning.

Philipp Klöckner (0:28)

Wir haben auch nicht über Aktien angefangen.

Philipp Glöckler (0:30)

Wie würdest du es beschreiben? Was wäre dein Elevator-Pitch?

Philipp Klöckner (0:34)

Dass wir darüber reden, was Tech Bros in Berlin und Hamburg interessiert, unter anderem Marketing, Start-ups, Technologie, Gesellschaft, komische Randsportarten und so weiter.

Philipp Glöckler (0:47)

Randsportarten haben wir heute auch drin.

Das stimmt. Aber wir fangen mit Claude an. Da gibt es ein Update. Bist du überwältigt?

Philipp Klöckner (0:58)

Ja, überwältigt nicht, aber so relativ still und heimlich. Es geht inzwischen fast unter unter den ganzen Updates, die Anthropic rausbringt.

Ist die neueste Iteration des Claude Modells, nämlich Opus 4.7, rausgekommen.

Und das zeigt einfach gesagt, wieder deutliche Fortschritte in fast allen Tests, kann man sagen. Ich würde jetzt nicht sagen, dass es ein Next Level ist oder ein Riesendurchbruch. Es ist vor allen Dingen, muss man dazu sagen, es ist nicht so stark in, ich glaube, allen Benchmarks nicht so stark wie das Mytas Modell, also dieses Mytas Preview, was man im Giftschrank verwahrt. Das wäre noch besser, aber Opus 4.7 ist deutlich besser als Opus 4.6 und in vielen Bereichen auch besser als GPT 5.4. Aber auch bei OpenAI erwartet man ja demnächst ein neues Modell und Google könnte auch eins schicken bald. Agentic-Coding ist deutlich besser geworden, Reasoning deutlich besser geworden, vor allen Dingen aber auch Financial Analysis und Slide-Generierung. Mein Gefühl ist, dass man Mytas hat man glaube ich sehr stark auf Software und so weiter ausgerichtet und ich glaube man hat jetzt hier versucht Claude Cowork ein stärkeres Modell in den Rücken zu stellen. Also dem Claude Ableger, mit dem man auf dem Computer zum Beispiel ja typische Büroarbeit, sage ich mal, bei der Bullshit-Economie Arbeit machen kann. Genau und da hat Opus wie gesagt in allen Bereichen eigentlich deutliche Fortschritte gemacht. Also da wo man schon in 90er-Bereichen waren geht es dann natürlich nur noch um Prozentpunkte voran, wo man sich 100% nähert, aber in anderen wie gesagt Agentic-Coding ist von 53% auf 64% der SW Bench Pro Benchmark gestiegen, also schon deutliche Anstiege. Nochmal, das sollten Anwender von Claude demnächst auch spüren eigentlich.

Philipp Glöckler (2:52)

Und Anwender von Claude sollten auch spüren, dass sich das Preismodell ein bisschen ändert.

Philipp Klöckner (2:57)

Ja, vielleicht wenig überraschend. Also ich sage ja immer, dass ich sehr überzeugt bin, dass die Unit Economics des Verkaufs von Tokens prinzipiell und im Durchschnitt positiv sind. Das heißt, ich gehe davon aus, dass inzwischen alle Anbieter eine positive Rohmarge haben. Einfach gesagt, das Einkaufen von Rechenleistungen kostet sie weniger, als das Verkaufen von Tokens an Umsatz bringt. Warum die Firmen trotzdem alle Geld verbrennen, ist, weil das Trainieren der eigenen Modelle so viel Geld kostet und man die Personalkosten, also das Research, zusätzlich tragen muss. Aber das eigentliche Verkaufen von Tokens ist im Schnitt positiv und ich gehe davon aus, dass die Rohmargen da so zwischen 40 und 55 Prozent liegen, nach Anbietern, vielleicht teilweise auch mal ein bisschen niedriger. Aber es gibt natürlich Leute, die jetzt zum Beispiel OpenClaw genutzt haben oder Claude Cowork Intensiv nutzen oder Claude Code und die sprengen natürlich ihre 20 oder 200 Dollar Subscriptions regelmäßig. Also wenn du wirklich Heavy-User bist, wenn du weißt, was du damit anfangen kannst, dann generierst du eigentlich so viele Tokens und Claude hat relativ teure Tokens, wenn man so möchte, weil es vielleicht am meisten nachdenkt, könnte man sagen, sodass einzelne Kunden schon negativ sind. Und was Anthropic jetzt mehr und mehr macht, begonnen mit dem OpenClaw Nutzer, die haben sie ja nicht rausgeschmissen, sondern sie haben nur gesagt, OpenClaw kannst du nicht mehr mit der normalen Subscription nutzen, sondern du musst einfach jetzt pro Token über die API zahlen, dann kannst du es gerne nutzen, wie du möchtest. Und das Gleiche passiert jetzt eben für mehr und mehr Accounts. Also wer wirklich Intensiv-Claude nutzt oder vielleicht Tausende Dollar an Kosten im Monat generiert, der muss das in Zukunft eben über die API machen, wo man dann quasi pro Token abgerechnet wird.

Fairerweise muss man sagen, dann hat Anthropic natürlich keinen großen Anreiz, mehr Tokens zu sparen, wenn sie jeden bezahlen bekommen, außer um die Gesamtkapazität zu schonen, weil sie ja eine Restriktion haben beim Compute, so wie alle, aber bei Anthropic ist sie besonders stark. Also sie haben im Vergleich zur Kundschaft besonders wenig Rechenressourcen sich gesichert, wahrscheinlich, weil sie auch selber ein bisschen überrascht sind von der Nachfrage.

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