OpenAI & Microsoft Beziehungsstatus | SAP Diversität | Googles Zukunft #457
Doppelgänger
May 13, 2025
OpenAI versucht Microsoft von einer offenen Beziehung zu überzeugen. China und die USA schließen einen fragilen Zollfrieden. Unterdessen hat SAP seine Programme für Geschlechtervielfalt aufgrund politischer Einflüsse aus den USA gestrichen. Wie schätzt Pip Googles Zukunft ein?
Speakers Philipp Glöckler, Philipp Klöckner, Jan
TopicsMarketingBusinessEntrepreneurship
Philipp Glöckler (0:00)
Willkommen zum Doppelgänger Tech Talk Podcast Folge 457 Am 14 Mai 2025 Ich bin Philipp Kloeckler und telefoniere zweimal die Woche mit dem Tech Analysten Philipp Kloeckner. Jan ist bestens drauf. Er hat sich die Trading Apps wieder alle runtergeladen, schaut da täglich drauf. Also seit Montag. Was ist los? Wieso ist Jan und der Aktienmarkt wieder in bester Laune?
Philipp Klöckner (0:29)
Weil unser Stable Genius und bester Verhandler der Welt China in ein 90-Tage-Moratorium der Zölle hineinpressen konnte. Nee, aber die USA und China haben sich vorerst geeinigt, für 90 Tage Zölle deutlich zu senken. Die USA besteuert weiterhin oder erhebt weiterhin Zölle von 30% auf chinesischer Artikel. Aber diese 145% Zölle sind zunächst erstmal 90 Tage aufgehoben.
Warum man jetzt 90 Tage braucht, um das zu verhandeln, ist eine andere Frage. Ja, aber die Börsen, also die Unsicherheit bleibt natürlich ein bisschen, aber 90 Tage sind 90 Tage. Da können sich Firmen ein bisschen drauf vorbereiten. Wobei das Problem ist, also jemand, der jetzt in China produziert oder herstellen lässt und importiert, der kann natürlich weiter nicht entscheiden, ob er jetzt seine Produktion nach Indien, Bangladesch, Vietnam, Mexiko oder in die USA verlegen soll oder nicht. Also meiner Meinung nach, ich finde, die Börse regiert ein bisschen fast zu positiv, weil die Unsicherheit ist genau die gleiche wie vorher. Man kann sagen, was man positiv deuten kann und auch sollte, ist, dass China und die USA überhaupt reden und offensichtlich zu so einer Einigung kommen können. Aber im Ergebnis ist das erstmal nichts. Und ich würde sagen, China hat das einfach perfekt ausgesessen. Also hat, ich würde sagen, maßvolle Gegentarife erhoben zu den absurden US-Tarifen. Und ansonsten Trump so ein bisschen am langen Arm verrecken lassen. Und die Presse schaut jetzt so ein bisschen, who blinked first. Wer hat da zuerst signalisiert, dass er sprechen möchte. Aber mein persönlicher Eindruck ist, dass China hier alle Zeit hat, das abzuwarten, eine bessere Leidensfähigkeit hat, die Macht von Xi Jinping hängt nicht an der langfristigen Yield-Kurve oder dem Stand des S&P 500s. Und mein Gefühl ist, dass China da sehr gelassen reingehen kann. Obwohl, natürlich sagen China, kein Land der Welt ist mehr auf Handel angewiesen als China. Das ist schon klar. Aber im Zweifel sehe ich da noch keinen klaren Gewinner. Beziehungsweise die Souveränität sehe ich hier eher auf Seiten Chinas, ehrlich gesagt, tendenziell zumindest.
Philipp Glöckler (2:46)
Und glaubst du, dass die jetzt alle überproduzieren und so viel wie möglich Zeug rüber schiffen?
Philipp Klöckner (2:53)
Ja, das könnte wieder zu Vorholeffekten führen, dass jetzt nochmal alles losgeschickt wird wieder. Dann würde das GDP vielleicht noch weiter sinken, kurzfristig in den USA durch die Überimporte, die später erst verkonsumiert werden. Das könnte gut sein. Wie gesagt, es ist nicht möglich, langfristige Investitionen zu tätigen, aufgrund dieses Handelns. 90 Tage Waffenstillstand bringt jetzt die Wirtschaft nicht zum Erliegen, aber zu sinnvollem Plan handeln und investieren, führt es auch nicht, meiner Meinung nach.
Philipp Glöckler (3:24)
Waffenstillstand oder Tarifzollstillstand ist das?
Philipp Klöckner (3:29)
Waffenstillstand im Zoll, im Handelskrieg. Wie soll man das nennen? Zollmoratorium. Und ich meine, 30 Prozent ist gut. 30 Prozent damit kann man arbeiten in China, weil man so günstig ist. Aber es ist ja nicht so, dass die abgeschafft sind. Aber von 145 auf 30 ist natürlich schon ein sehr großer Schritt.
Philipp Glöckler (3:43)
Ja, mal gucken, was die kommende Woche noch so bringt. Wir reden später noch ein bisschen vor allem über ein schönes Flugzeug. Dann haben wir ein bisschen News von SAP. Die versuchen auch, mehr amerikanisch tech zu sein. Diversifizität ist nicht mehr so wichtig wie vorher. Ist das eine große News oder ist das einfach nur zu zeigen, dass jetzt alle irgendwie auf die Knie gehen?
Philipp Klöckner (4:13)
SAP ist ja der deutsche Software-Mega-Konzern. Das ist wirklich ein weltweit relevantes Tech-Unternehmen. Was wir haben, dann gegründet in Waldorf. Es ist aber eben auch ein internationales Unternehmen. Macht rund ein Drittel, ziemlich genau ein Drittel des Umsatzes, ich glaube 32,5% in den USA. Und mit Begründung auf dieses US-Geschäft hat SAP jetzt bekanntgegeben oder das Handelsblatt hat interne Unterlagen gesehen, dass der Belegschaft offenbart wird, dass man viele DEI-Ziele einkassiert. Das heißt, SAP hat mal nach einem Frauenanteil in Führungspositionen von 40% gestrebt, was schon sehr ambitioniert ist, muss man sagen, wenn man überlegt, wie viel Frauen auch in der Tech-Branche und den Softwarefirmen insgesamt arbeitet. Aber löblich, wenn man das so wollte. Dem Ziel hat man sich ganz gut entgegenentwickelt. Man ist so über die Zeit auf 30% immerhin gekommen. Das ist schon für die Branche, glaube ich, eine ganz gute Quote, wenn man so möchte. Ich bin ehrlich gesagt persönlich auch kein riesengroßer Fan von Quoten. Gleichzeitig habe ich aber keine bessere Idee, wie man das Problem lösen kann. Und deswegen ist die Quote sozusagen von allen schlechten Mitteln, um Geschlechtergerechtigkeit zu verbessern. Glaube ich, immer noch das Beste. Leider auf jeden Fall, also meine persönliche Meinung, genau, man verzichtet bei der Vergütung des Vorstands auf Geschlechtervielfaltmaßstäbe.
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