OpenAI For-Profit | Tech Earnings: Microsoft, Amazon, Google, Meta, Apple, Cloudflare #506
Doppelgänger
October 31, 2025
OpenAI vollendet Umstrukturierung mit neuer Ownership-Struktur und $250 Milliarden Azure-Verpflichtung. Sam Altman hält keine direkten Anteile. Microsoft Earnings zeigen OpenAI-Verluste von $11-13 Milliarden pro Quartal durch Equity-Accounting.
Speakers Philipp Klöckner, Philipp Glöckler
TopicsMarketingBusinessEntrepreneurship
Philipp Klöckner (0:00)
Willkommen zum Doppelgänger Tech Talk Podcast, Folge 506 am 1 November 2025 Ich bin Philipp Kloeckner und telefoniere zweimal die Woche mit dem Tech-Analisten Philipp Kloeckner. Das hier ist die große große Earnings-Folge. Wir haben eigentlich fast alles dabei und zusätzlich gibt es noch die News, dass OpenAI jetzt alles ready hat für ein IPO.
Philipp Glöckler (0:25)
Aber erst, erst, erst, ganz am Anfang eine Frage. Hast du nach der letzten Episode meinen Tipp umgesetzt und fünffach gehebelt Google und Amazon gekauft?
Philipp Klöckner (0:34)
Natürlich nicht.
Philipp Glöckler (0:38)
Wie schade.
Philipp Klöckner (0:40)
Ja, aber ich bin immer noch immer noch der ETF-Heini, der langsam aber stetig mitwächst.
Philipp Glöckler (0:49)
Dann hast du ja ganz viel davon drin und hast leider auch den zweistelligen Abfall von Meta mitgenommen. Naja, kommen wir gleich nochmal drauf. Die News der Woche außerhalb der Big Tech Earnings war tatsächlich ein der Merchandise von Microsoft und OpenAI gilt endlich als vervollständigt. Mehr oder weniger. Also Microsoft hat mal relativ früh rund 13 bis 14 Milliarden in OpenAI investiert. Erst 10 Milliarden, dann noch ein bisschen was hinterher oder andersrum. Erst eine kleine Summe und dann 10 Milliarden hinterher. Und somit haben Microsoft fast ein Drittel an OpenAI gehört. Gleichzeitig wollte OpenAI sich aber restrukturieren. Also OpenAI ist als Non-Profit gestartet, um weiteres Geld aufzunehmen, um in dieser Kapitalschlacht, um AGI weiter mitstinken zu können. Hat man eine neue Struktur gesucht, wo man mehr so Outside Investors, also neue Investoren aufnehmen konnte, weil allein als Stiftung und mit einem großen Partner hätte das einfach nicht funktioniert. Also die bisherigen Investoren haben über solche Profit-Zusagen investiert. Das heißt, denen hat offiziell nichts von der Firma gehört, sondern sie haben nur ein paar Sonderrechte bekommen und Ansprüche auf den Profit. Und zwar, dass sie bis zu dem hundertfachen ihres Einsatzes irgendwann zurückbekämen aus dem Profit von OpenAI. Das ist langfristig aber keine tragbare Struktur gewesen. Deswegen hat man unter erheblichem Aufwand, ich glaube, es hat jetzt über ein Jahr gedauert, versucht OpenAI in eine mehr oder weniger normale, also es ist natürlich immer noch ein spezielles Konstrukt, aber in eine mehr oder weniger normale, ich glaube, es ist jetzt eine PBC oder Public-Benefit-Corporation, soll es weiterhin sein. Also es gibt schon einen gewissen allgemeinnützigen Zekt darin, aber es soll einfach eine Firma sein, die zum Beispiel auch an die Börse gehen könnte und die Investoren aus allen Ecken der Welt annehmen kann. Und das wurde jetzt endlich mit Hilfe von Investmentbankern beschlossen und in Sack und Tüten gebracht. Und dabei ergibt sich folgendes neues Bild. Also zunächst der Non-Profit-Arm, der wird in Zukunft die OpenAI Foundation heißen. Es wird auch von der Terminologie ein bisschen einfacher. Also die Foundation, die Stiftung, der wird ein klein bisschen mehr als ein Viertel, 26 Prozent von OpenAI gehören. Und sie hat ein paar Rechte, was die Überwachung angeht. Also die Foundation wird weiterhin überprüfen, ob sich das auch irgendwie dem Gemeinwohl der Menschheit widmet und so weiter. Microsoft, die bisher, ich glaube, 32,5 Prozent waren es, besaßen, haben jetzt noch 27 Prozent, sind damit der größte Shareholder in OpenAI in dem zukünftigen Konstrukt, zusammen mit der Foundation also bei rund 53 Prozent. Microsoft hat ein paar Shares abgegeben, aber es gibt dann so ein paar Haken und Ösen, wo man, also ursprünglich hatte Microsoft so eine Art Exklusivität für OpenAI Modelle. Jetzt hat es immerhin das Recht, bis 2032 weiterhin Zugang zu den Modellen zu bekommen. Also OpenAI muss alles, was es entwickelt, auch bei Microsoft laufen lassen. Das kann Microsoft vertraglich durchsetzen. Gleichzeitig verliert Microsoft oder gibt auf sein Right of First Refusal, das ist einfach formuliert. Das Recht sollte ein Übernahmeangebot für OpenAI reinplattern. Dann kann Microsoft sagen, wenn OpenAI zu diesem Preis verkaufen möchte, an sagen wir mal Meta, man könnte sagen Meta schafft es irgendwie eine Billion Dollar aufzutreiben und will damit OpenAI kaufen. Dann kann Microsoft quasi sagen, wenn OpenAI das annehmen möchte, dann wollen wir den gleichen Deal haben, aber wir kaufen es. Für den gleichen Preis haben wir sozusagen eine Art Vorkaufsrecht, d.h. der Right of First Refusal. Das geben sie jetzt auf und damit gibt es insbesondere für neue Investoren und so macht das die Firma attraktiver. Microsoft darf weiter ein Boardseat besetzen und feuern, soweit ich es richtig verstehe.
Irgendein Recht verlieren sie noch. Die Exklusivität gibt es nicht. Also OpenAI verpflichtet sich für mindestens 250 Milliarden, ja ich glaube 250 Milliarden Wahnsinn, für 250 weitere Milliarden Microsoft Azure Rechendeistung einzukaufen. Also nachdem OpenAI bei Oracle, bei Broadcom, bei AMD, bei, ich weiß nicht, wem alles Rechenzeit-Shoppen war, versprechen sie auch nochmal Microsoft weitere 250 Milliarden, die Hälfte der derzeitigen Bewertung von OpenAI, an zukünftiger Abnahme oder Umsatz in der Rechenzentrum sparte Azure von Microsoft. Damit müsste die Kreditkarte, mit der sie shoppen, sind jetzt ungefähr bei 1,3, 1,4 Billionen liegen, sozusagen zukünftige Umsatzzusagen, die sie anderen Unternehmen gemacht haben, wofür es keinerlei Refinanzierung derzeit gibt. Aber das kann sich ja noch jeden Moment ändern. So, das ist der neue Deal. Die üblichen 47 Prozent teilen sich die Angestellten, die ich schätze ungefähr auch ein Viertel haben werden. Vielleicht, also ich schätze irgendwo zwischen 20 und 24 Prozent. Und die bestehenden Investoren, das ist dann SoftBank, COSLA und Thrive Capital & Treason, Horowitz & Co. und wer alles schon investiert hat, die haben zusammen 47 Ich habe keine genaue Aufsplittung gefunden. Ich versuche es noch mal rauszufinden, ob man das... Einen Sekunden, ich kann einmal...
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