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Mark Zuckerberg 🎥 Whatnot #422

Doppelgänger

January 10, 2025

Mark Zuckerberg kündigt die Abschaffung von Faktenchecks an. Glöckler findet die Live-Shopping App Whatnot spannend. Trade Republic verdoppelt Kundenzahl und About You veröffentlicht ihr drittes Geschäftsquartal. Vielen Dank!

Speakers Philipp Glöckler, Philipp Klöckner

TopicsMarketingBusinessEntrepreneurship

Philipp Glöckler (0:00)

Willkommen zum Doppelgänger Tech Talk Podcast Folge 422 am 11 Januar 2025 Ich bin Philipp Glockner und telefoniere zweimal die Woche mit dem Tech-Analisten Philipp Glockner. Letzte Folge haben wir dienstags vormittags aufgenommen, hatten nicht ganz so viele Themen, war eine kurze Folge. Und am Laufe des Tages kam eine Nachricht von dir, Pipp, ob wir vielleicht später noch mal über Mark Zuckerberg reden sollten. Der hat so ein kleines Video gemacht mit einem Goldkettchen, einem großen T-Shirt und irgendwie einer ziemlich teuren Uhr.

Philipp Klöckner (0:38)

Hoch sechsstellig.

Philipp Glöckler (0:39)

Sechs, sieben oder achtstellig, ich weiß es nicht. Und ja, da ich ja keine Lust habe, auch noch eine Minute länger mit dir zu sprechen als möglich, konnte ich es schaffen, dass wir das auf heute verlegen. Deswegen reden wir über Meta, über Facebook, über die Fahne im Wind, Mark Zuckerberg. Was zur Hölle ist passiert?

Philipp Klöckner (1:00)

Ja, also nachdem wir versucht haben, einzuordnen, dass sich bei Meta viel in Richtung Trump dreht, indem sie ihren Public Policy-Chef in einen Republikaner ausgewechselt haben und ihr ein Boardmember, dessen Trump vertrauter ist, berufen haben und noch ein paar andere Sachen, ist die vielleicht interessanteste Sache passiert. Und zwar hat, wie du richtig sagst, Mark Zuckerberg in einem Video auf Instagram angekündigt und parallel in einem Blogpost hat das der Herr Kaplan, Sekunde, wie heißt der mit Vornamen? Joel Kaplan.

Philipp Glöckler (1:31)

Ist das the right guy for the right job at the right time?

Philipp Klöckner (1:35)

Genau. Das hast du gehört von Nick Clegg, oder?

Philipp Glöckler (1:38)

Ja.

Philipp Klöckner (1:40)

Das ist der Kommentar von Nick Clegg, also dem scheidenden Ex-Vize-Premierminister UK, dann Meta-Policy-Chef weltweit und gefragt nach dem Personalwechsel, wo er quasi unterlegen ist, diesem Kandidaten, hat er gesagt, it's the right guy for the right time. Und was war das dritte? The right place? Also keine Ahnung. Und man muss sich natürlich fragen, warum er da diesen Wert auf right gelegt hat. Genau. Also eben dieser Joel Kaplan hat parallel den Blogpost bekannt gegeben und ähnliches geschrieben wie Mark Zuckerberg in seinem Video. Die Ankündigung ist, dass Meta Fact-Checking aufgibt, Community Notes macht und die Community Standards lifted. Könnte man es zusammenfassen?

Philipp Glöckler (2:22)

Genau. Dafür müssen wir vielleicht noch kurz ein bisschen Zeitreise zurück machen. Also als Elon Musk Twitter gekauft hat, hat er da die Leute rausgeworfen, die dieses Fact-Checking gemacht haben. Und Community Notes eingeführt. Das heißt, dass irgendwie nicht mehr Leute dafür bezahlt werden, um zu sagen, hey, das ist eine Lüge, sondern das macht jetzt irgendwie die Community von alleine.

Philipp Klöckner (2:46)

Genau, da gibt es diese sogenannten Community Notes drunter.

Philipp Glöckler (2:51)

Und was hat das für Twitter für eine Auswirkung gehabt?

Philipp Klöckner (2:54)

Na ja, das hat den Umgang auf Twitter nicht ziviler gemacht, glaube ich. Ich glaube, es gibt nicht einen einzelnen Grund dafür. Ich glaube, das ist einer von vielen Gründen. Der eine Grund ist natürlich, dass es eine Selbstselektion unter den Nutzern und Nutzerinnen ist. Einige Nutzer, die irgendwie dem progressiven liberalen Linken, vielleicht mittigem Lager angehören, die Plattform eher verlassen haben als Leute, die sich konservativ rechts verordnen, verorten. Das verändert natürlich auch schon die Stimmung. Und ja, so würde ich das deuten. Meine ganz persönliche Meinung ist, Twitter ist dadurch nicht ein angenehmerer Ort geworden, um das ganz klar zu sagen. Also ich wurde noch nie so viel beleidigt auf Twitter wie zuvor.

Philipp Glöckler (3:32)

Schade.

Philipp Klöckner (3:33)

Schade?

Philipp Glöckler (3:34)

Ist ja nicht mehr so der schöne Marktplatz, auf dem man sich irgendwie unterhalten will und inspiriert wird.

Philipp Klöckner (3:39)

Dafür kann man alles sagen. Also der Vorteil sozusagen, das Argument dafür ist natürlich, dass man wieder alles sagen kann, was man will.

Philipp Glöckler (3:45)

Das ist dann super. Gut und das macht jetzt Marc auch. Also ich hab dieses Video gesehen, das müssen wir auf jeden Fall in die Show notes tun. Das kommt ja wahrscheinlich in die Geschichtsbücher dieses Video. Wenn man sich das anguckt, hat man so ein bisschen das Gefühl, der hat zwar eine teure Uhr an, aber irgendwie ist er auch gefangen.

Philipp Klöckner (4:06)

Ich wollte gerade sagen, der spricht da wie jemand, der vier Jahre als politischer Gefangener gehalten wurde und das erste Mal wieder frei reden darf. Also so hört er sich an.

Philipp Glöckler (4:15)

Ja, mich hat das erinnert an Jack Ma oder auch an dich einmal, als du was hier einreden musstest, weil meine Folge irgendwie verschwunden ist.

Philipp Klöckner (4:23)

Ja, das hab ich 100 Prozent aufrichtig gemeint. Das ist was anderes. Aber ja, mein erster Eindruck war auch, Mark Sackenberg klingt hier, als wenn er vier Jahre politisch unterdrückt worden war und wieder besseres Wissen, etwas tun musste, was er jetzt endlich zurückdrehen darf. Ich würde tatsächlich so Wort für Wort oder Satz für Satz mal durchgehen. So lang war es zum Glück nicht, ich glaube so fünf Minuten. Also er beginnt zu sagen, hey, everyone, I want to talk about something important today because it's time to get back to our roots around free expression on Facebook and Instagram. Das sind neuerdings die Wurzeln von Facebook und Instagram. Es geht nicht darum irgendwie Bilder von Mitschudenten zu bewerten, sondern free expression.

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