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KI-Wertschöpfungskette kehrt SaaS-Margenlogik um | Netflix, TSMC & ASML Earnings #476

Doppelgänger

July 18, 2025

Trump liebäugelt mit der Entlassung von Fed-Chef Jerome Powell. OpenAIs Betriebssystem-Agent soll Maus & Tastatur übernehmen, und künftig will man bei jedem Shopping an der Kasse mitverdienen.

Speakers Philipp Glöckler, Philipp Klöckner

TopicsMarketingBusinessEntrepreneurship

Philipp Glöckler (0:00)

Willkommen zum Doppelgänger Tech Talk Podcast Folge 476 Am 19 Juli 2025 Ich bin Philipp Klöckner und telefoniere. Tatsächlich telefoniere zweimal die Woche mit dem Tech-Analisten Philipp Klöckner. Wir sind in 13 Minuten, weil mein Internet hier so lahm ist. Ich habe mich schon auf eine Fünfer-Schnellwette mit Pip geeinigt, dass ich bis Ende des Jahres Glasfaser habe. Also, wer das machen kann, bitte E-Mail an podcastetdoppelgänger.io.

Ich möchte mir nicht so eine Salatschüssel von Elon hier irgendwo hinstellen. Das bitte nicht. Bitte nicht. Also, in was für einer Zeit leben wir? Wenn ich in Spanien bin, in irgendeinem 4-3-Sterne-Hotel, da ist die Internetverbindung besser als hier im Zentrum Hamburgs. Das kann doch nicht wahr sein. Das kann doch nicht wahr sein. Und gleich müssen wir Jan wieder erklären, dass wir hier 25 Aufnahmespuren auf dem Online-Tool haben.

Philipp Klöckner (1:01)

Das ist deine Schuld. Und ja, genau, bei mir soll sich mal jemand melden, der Erfahrungen mit Outdoor Starlink auf Dachterrasse hat und was der Unterschied zwischen mini und dem normalen ist.

Philipp Glöckler (1:12)

So weit sind wir hier. Wir sprechen gleich wieder eine halbe Stunde über Trump und Elon und dann gibt es doch das Produkt noch nach.

Philipp Klöckner (1:18)

Da ist mir letztes Mal schon aufgefallen, dass Starlink nicht so ein richtig selbsterklärendes Produkt ist, weil es unmöglich ist auf der Webseite, also mir ist es unmöglich, auf den ersten Blick zu verstehen, was der Unterschied der verschiedenen sowohl Pakete als, also steht nicht so was, für welches Paket du bekommst. Also ob das mini oder das günstige Paket, das light Paket gedrosselt ist und ob ich ein mini, ein Outdoor oder ein Dach oder was weiß ich. Naja, aber vielleicht gibt es Starlink-Berater, die das erklären können. Gern auf doppelgänger.io/discorddarfmanmirdas gerne erklären.

Philipp Glöckler (1:50)

Sehr schön. Du darfst mir die News erklären. Wie sieht es denn aus, wenn der Notenbankchef zurück, der ist ja irgendwann jetzt fertig. Man munkelt, vielleicht wird er vorher noch rausgeworfen. Gehen dann die Aktien endlich durch die Decke, noch mehr durch die Decke?

Philipp Klöckner (2:06)

Das kommt glaube ich sehr darauf an, wie er zurückgetreten wird. Also der Hintergrund ist ja, dass Trump und Powell sich seit langen, also Powell streitet sich nicht, Powell ist einfach Steering His Course. Also der bleibt auf Course und versucht glaube ich, relativ neutral zu sein, ist zumindest mein Eindruck. Ich meine, die USA haben die Inflation gut in den Griff bekommen, das liegt auch an der Notenbankpolitik. Ich glaube, man macht insgesamt, ich weiß nicht ob einen herausragenden Job, aber auf jeden Fall einen guten Job, oder ich kann nicht gröbere Fehler erkennen in seinem Job. Ich finde ja, die Inflation gut gemanagt. Trump wünscht sich natürlich aber, dass die Zinsen weiter gesenkt würden. Das hätte zwei Effekte. A, die ist belebt immer die Konjunktur und er könnte erklären, wie toll die Wirtschaft unter Trump läuft. Wenn man das mit billigem Geld befeuert, dann kriegt man noch tolles Wirtschaftswachstum und so weiter. Und gleichzeitig würde es die Staatsschulden verbilgen und damit den Haushalt so ein bisschen helfen zu sanieren, weil die Trump-Regierung ja die USA noch mehr verschuldet, um insbesondere die reichsten 1-10% mit Steuergeschenken zu versehen. Das heißt, da würden niedrigere Zinsen auch nochmal helfen, das Ganze günstiger zu machen. Deswegen möchte er meiner Meinung nach, dass Powell, also Fed-Chef Powell, die Zinsen senkt. Der macht das aber nicht. Der möchte lieber die Inflation in Schach halten. Geht unter anderem, nehme ich an, davon aus, dass die Inflation wieder hochgehen könnte, wenn man die Zinsen senkt. Einerseits, weil das Angebot für die erhöhte Nachfrage eventuell nicht so schnell zu generieren wäre. Und andererseits, dass die bestehende Trump-Politik, insbesondere die Zölle, schon viel Inflation sorgt. Es ist fast sicher davon auszugehen, dass die Erzeugerpreise steigen werden, wenn man Zölle einführt. Die Konsumentenpreise werden steigen, wenn ausländische Waren teurer werden und wenn noch mehr Leute deportiert werden, wird alles, was arbeitsintensiv ist, auch teurer werden. Das heißt, ich glaube, es ist vollkommen richtig von Fed-Chef Powell anzunehmen, dass die Preise einen gewissen Abwärtsdruck von unten bekommen. Und deswegen würde zusätzliches Senken der Zinsen einen negativen oder adversen Effekt auf die Gesamtentwicklung haben und auf die Aufgabe der Zentralbank in den USA. Wie gesagt, darin liegt der Konflikt der beiden. Und jetzt hat, ich glaube, The Wall Street Journal rausgefunden, dass Trump eben einerseits zusammen mit seinem Kabinett oder republikanischen Abgeordneten darüber diskutiert hat, ob man ihn feuern sollte und da fast eine Art Abstimmung gemacht hat.

Und gleichzeitig, dann gibt es Informationen, er hätte sozusagen die Kündigung schon gedraftet. Also er hat einen Entwurf der Kündigung geschrieben. Und auf diese News haben die Märkte schlecht reagiert. Und das Spannende ist, dass insbesondere die langfristigen Zinsen hochgegangen sind. Und man würde ja eigentlich erwarten, wenn er Powell rausschmeißt und neuer kommt, der ihm hörig ist, und er es irgendwie schafft, das sozusagen jemand zu berufen, der einfach nur seine Politik durchsetzt, also einen Trump-Loyalisten, dann würden die Zinsen sinken. Und dann sollten auch die langfristigen Zinsen eventuell sinken. Aber genau das passiert eben nicht, weil– und das ist zumindest meine Interpretation– dass der Schaden für den Wirtschaftsstandort und den Börsenstandort, Finanzstandort USA extrem wäre. Also wenn die Unabhängigkeit der Federal Reserve, des Zentralbankensystems gefährdet wäre, weil ein US-Präsident einfach einen unliebsamen Fed-Share erst erpresst, indem er ihn ständig kritisiert und ihm vorschreiben möchte, was er tun soll. Das tut er indirekt schon seit lange. Oder ihn dann als Vergeltung am Ende rausschmeißt. Dann steht– vielleicht nicht das erste Mal, aber es steht– sagen sehr massiv die Unabhängigkeit des Zentralbankensystems in USA auf dem Spiel. Und das wäre ein sehr schlechtes Signal an die Märkte. Also man könnte sich über die Zinssenkung meiner Meinung nach nicht mehr freuen, weil ein viel zu großes Opfer dafür begangen würde. Und deswegen sieht der Markt das langfristig auch negativ und geht sogar von höheren Zinsen langfristig aus. Also man glaubt, die Interpretation wäre, oder meine Interpretation wäre, dass der Markt denkt, dass Trump sich damit vielleicht kurzfristig kürzere Zinsen erkauft, aber das langfristig dem Finanzstandort USA, aber auch der Entwicklung der Staatsschulden usw. schadet und deswegen die langfristigen Zinsen oder die Zinsen am langen Ende über 5% oder 5,14% steigen. Das ist die Erwartung der Märkte, dass die USA in Zukunft mehr bezahlen müssen, um ihre Schulden aufzunehmen. Das heißt immer, dass es entweder man davon ausgeht, dass der Basiszinssatz erhöht wird oder dass die Bonität der USA sehr stark leidet. Das ist der Spannungsraum, mit dem wir uns bewegen. Und ich glaube, man hat es rausgehört, aber es wäre ein denkbar schlechtes Signal, den wirklich zu feuern. Es scheint jetzt so, als ob die einzige Instanz auf die Trump hört, mal abgesehen von dem, mit dem er zuletzt geredet hat jeweils, wirklich noch die Märkte oder die Zinskurve zu sein scheint, weil er sofort wieder zurückgerudert ist und das heftig dementiert hat. Also er kritisiert Powell zwar weiter, aber er dementiert, ihn feuern zu wollen, weil er glaube ich, weil ihm jemand erklärt hat, dass was die Märkte darüber denken, wirklich desaströs wäre und die Zinsen noch weiter erhöhen würde. Und damit auch die Schuldenlast der USA. Und das möchte er in seiner Amtszeit ganz sicher nicht haben. Deswegen ist da so eine Part-Situation. Powell kann mehr oder weniger machen, was er will. Muss sich nur damit abfinden, dass er ständig öffentlich beschimpft wird auf Twitter vom Präsidenten. Aber ich finde, er füllt seine Position da gut aus und schützt damit auch das Institut des Fed-Systems. Obwohl er persönlich sicherlich keinen Spaß dran hat an der Rolle gerade. Ich finde es sehr beeindruckend, wie er dadurch regiert.

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