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KI-KG plus FBI | Anthropic bricht bei OpenAI ein #598

Doppelgänger

September 18, 2026

Jensen Huang steht beim All-In Summit auf der Bühne, als sein Telefon klingelt und der Präsident sich einschaltet. Wenige Tage später kommt heraus, dass das Weiße Haus längst an einer Regulierung gearbeitet hatte, bis drei Männer anriefen.

Speakers Philipp Glöckler, Philipp Klöckner

TopicsMarketingBusinessEntrepreneurship

Philipp Glöckler (0:00)

Willkommen zum Doppelgänger Podcast Folge 598 am 19

September 2026 Ich bin Philipp Klöckler und telefoniere zweimal die Woche mit dem Tech Analysten Philipp Klöckner. Und in der Vorbereitung ist mir Folgendes eingefallen. Ich finde, wir haben schon einen Titel für die Folge. Ich würde ihn kurz halten. Ich würde ihn Ki-Kg plus FBI nennen.

Philipp Klöckner (0:27)

Ki kann gar nichts oder was heißt das?

Philipp Glöckler (0:29)

Nee, Ki-Kg heißt Ki-Kindergarten.

Philipp Klöckner (0:34)

Ach so, kann gar nichts, fände ich viel lustiger.

Philipp Glöckler (0:37)

Aber auch das würde erklären, warum es aktuell mich an einen Kindergarten erinnert.

Philipp Klöckner (0:45)

Es ist gerade ein neuer Eröffnungsspruch für meine Talks, dass die gleichen Leute, die vor allem ja erzählt haben, KI kann nichts, jetzt sagen sie, sie ist so gefährlich.

Philipp Glöckler (0:57)

Ja, aber zum Glück gibt es ja einen schlauen Präsidenten, der es auch direkt in die erste Story geschafft hat. Wobei eigentlich die Aufnahme ja schon auch in der letzten Folge hätte stattfinden können, oder? Das All-in-Summit in Los Angeles war der CEO von NVIDIA, Jensen Huang war auf der Bühne und wie durch ein Zufall hat der schlauste Präsident der Welt angerufen.

Philipp Klöckner (1:24)

Was? Du glaubst, das war kein Zufall?

Philipp Glöckler (1:27)

Ach, ich glaube, das passiert immer wieder.

Philipp Klöckner (1:28)

Wirkt dir das gestaget für dich?

Philipp Glöckler (1:31)

Also, Moment, Moment, März ruft an. Ach, nee.

Du meine Güte. Also, wir können ins Detail gehen und alles, aber mit dem Blick auf dieses Video und auch der Reaktion habe ich nur gedacht, ich hätte mir oder so, ich bin nicht enttäuscht von der Politik. Ich bin nicht enttäuscht von der Weltlage. Ich bin enttäuscht von diesen ganzen CEOs, die einfach solche Mitläufer geworden sind.

Philipp Klöckner (2:05)

Ja, das kann ich nachvollziehen. Also, für die, die es so wie wir letztes Mal vorher erst verpasst haben, es gab, also es gibt dieses Podcast-Format All In, wofür im weitesten Sinne Investoren, sagen die früher immer politisch, sehr ambivalent und ausgeglichen waren, jetzt fast ausschließlich in dem gleichen Lage angehören und alle, die Politik von Trump gut zu heißen scheinen. Die machen auch ein Konferenzformat, das All In heißt, dass sowohl der Podcast als auch die Konferenz sind extrem erfolgreich. Auf jeden Fall auch was die Gäste angeht, die sie da auf die Bühne holen. Und jetzt war es so, dass bei diesem Summit eben der Nvidia CEO Jensen Huang auf der Bühne war und ihm auf einmal von seiner Assistentin vermeintlich aus dem Hintergrund ein Handy gereicht wurde, weil ein zu wichtiger Anruf den Bühnenslot gestört hat. Und zwar war Präsident Trump vermeintlich dran und hat unaufgefordert direkt angefangen zu erklären, dass man KI nicht stoppen könnte und er hätte das alles im Griff. Und wir dürfen hier Chinas, ansonsten würde nur China helfen. Und die übliche Leier. Wie dein Bauggefühl dir, glaube ich, richtig gesagt hat, vermute auch ich, dass es dabei so ein bisschen gestaget war. Und es nicht ein Zufall war, sondern natürlich extrem performativ und für die Bühne vorbereitet. Ja, das ist schon ein komischer Fakt, dass Politik so zur Show gemacht wird. In Amerika ist das natürlich immer ein bisschen. Und soziale Medien begünstigen das auch. Auch hier in Europa.

Aber dass es halt so performativ ist. Als wenn der Präsident der USA nicht auch so ausreichend Reichweite hat. Der müsste sicher nicht die Reichweite dieses Summits bedienen und andersrum auch nicht. Aber offensichtlich will man da auch Nähe zeigen und Exzess Zugang präsentieren. Sowohl die Veranstalt der Konferenz finden das natürlich toll. Nicht zu vergessen, David Sacks, einer der vier, war zuletzt im Weißen Haus der sogenannte KI. Tsar. Inzwischen ist er das nicht mehr, aber hat weiterhin viel Einfluss aufs Weiße Haus.

Ja, Jensen Huang wäre jemand, dem ich eine Zeit lang unterstellt hätte, dass er durchaus ein sympathischer, charismatischer, erfolgreicher, sowieso unheimlich talentierter Leader ist. Ist er glaube ich auch weiterhin.

Und trotzdem ist er natürlich Vorstand der Maschine dieses KI. Booms, nämlich ein NVIDIA als Schaufelverkäufer. Und damit auch darauf angewiesen, dass viel gut geht. Weil natürlich ist er in vielen Momenten auch schiefgehen könnte, die Blase platzen, Probleme sich aufstellen und all das muss er gleichzeitig managen. Insofern ist das natürlich auch seine Rolle, da eventuell zu viele Regulierungen aus dem Weg zu räumen. Weil was wir letztes Mal schon angesprochen haben, was ein Hörer in seiner Frage auch sehr gut unterstellt hat, ist natürlich, dass NVIDIA und damit Jensen Huang braucht eine gewisse Überhetzung. Nicht um seine Chips zu verkaufen, aber um sie zu den Preisen zu verkaufen, wie er sie jetzt verkauft, nämlich für das Vierfache der Herstellungskosten. Das ist im Hardware-Segment relativ untypisch.

Das kann nur begründet werden durch eine Über-Nachfrage oder Supply-Constraint, also eine Verknappung im Angebot. Was letztlich das Gleiche heißt, nämlich mehr Angebot als Nachfrage und damit höhere Preise als im vermeintlichen Markt-Gleichgewicht. Insofern sieht er es wahrscheinlich als seine Aufgabe, hier Trump zur Seite zu springen. Wir kommen gleich später noch drauf. Ich habe letztes Mal ein bisschen insinuiert, dass wir sicherlich noch mehr erfahren würden, darüber, wer hier welche Rolle spielt. Und das ist jetzt tatsächlich so gekommen. Zumindest können wir ein bisschen mehr Licht ins Dunkel bringen. Der bisherige Stand war ja so ein bisschen, dass Sam, zuerst wurde bekannt, um noch mal alle abzuholen, wir machen es ganz schnell, zuerst wurde bekannt, dass Sam Altman in internen Meetings darüber gesprochen haben soll, dass ein Slowdown von KI eventuell ratsam wäre. Kurz darauf schien Dario Amode das aufgegriffen zu haben, hat einen seiner berühmten Essays geschrieben. Darüber hat sich dem Gedanken mindestens angeschlossen, ihn weitergeführt, nach einer Behörde, oder eine Behörde oder externe Auditors vorgeschlagen, die sich im Unternehmen einnisten als vermeintlich neutrale Beobachter und Sicherheitsbeobachter. So ein bisschen wie die UN-Kontrolleure in Atomkraftwerken, oder wie auch immer man sich das vorstellen möchte.

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