KI ist keine Zahnpasta | Funding-Woche: Databricks, Waymo, OpenAI, Lovable & Yann LeCuns AMI Labs #520
Doppelgänger
December 19, 2025
Die Woche der Mega-Funding-Runden: Databricks wird mit 134 Milliarden bewertet, Waymo peilt 100 Milliarden an, und OpenAI soll bald 830 Milliarden wert sein. Amazon will 10 Milliarden in OpenAI investieren. Coinbase launcht Prediction Markets und tokenisierte Aktien.
Speakers Philipp Glöckler, Philipp Klöckner
TopicsMarketingBusinessEntrepreneurship
Philipp Glöckler (0:00)
Willkommen zum Doppelgänger Tech Talk Podcast Folge 520 am 20 Dezember 2025 Ich bin Philipp Kloeckler und telefoniere zweimal die Woche mit dem Tech Analysten Philipp Kloeckner. Wir haben alles dabei, wirklich alles außer Earnings. Und fangen an mit Coinbase, der Crypto App, die jetzt mehr als crypto wird. Ich hab das Gefühl, alle machen jetzt bald alles und so ein bisschen werden die Firmen, die früher alles disrupten wurden, zu den Firmen, die dann auch wieder irgendwann disrupted werden. Auf jeden Fall bei Coinbase kann man jetzt in Zukunft dann auch Aktien kaufen und das Schimpfwort...
Philipp Klöckner (0:40)
Jaein.
Philipp Glöckler (0:40)
Jaein, okay. Und das Schimpfwort Prediction Markets.
Philipp Klöckner (0:43)
Tokens kannst du kaufen.
Philipp Glöckler (0:43)
Tokens. Das heißt, ich kann dann bald OpenAI-Anteile kaufen?
Philipp Klöckner (0:49)
Vielleicht. Wir können noch Birkenstock Earnings machen. Aber die Kurzversion ist, hat zweistellig verloren, weil der Ausblick auf 2026 nicht so super aussah.
Sind Birkis out, muss ich meinen Look anpassen? Und was ist jetzt in dann? Tagen schon alle Zellerfeld? Was ist der New Style?
Philipp Glöckler (1:10)
Wahrscheinlich musst du erstmal noch Crocs kaufen.
Philipp Klöckner (1:14)
Weiß ich nicht. Genau. Coinbase. Coinbase hat so ein großes Event angekündigt, lang und breit, und haben jetzt verkündet, dass sie genau das, was du gesagt hast, zwei Dinge machen. Einerseits, sie so eine Art Stock Trading anbieten, aber über Tokenized Stocks, wenn ich es richtig gelesen habe. Oder habe ich das geträumt?
Philipp Glöckler (1:35)
Nee, hast du glaube ich schon richtig gelesen.
Philipp Klöckner (1:38)
Also dahinter kauft vielleicht jemand dann wirklich die Stocks. Das heißt nicht, dass man jetzt gar keine Aktien besitzt, aber es ist eben so ein Zwischending, damit das ein bisschen Blockchain cool ist, und zu Coinbase passt. Und das andere ist, dass sie Prediction Markets hinzufügen. Ich weiß nicht, ob sie die selber behandeln. Das ist eine Partnerschaft mit Kelchee, oder?
Philipp Glöckler (1:58)
Bestens vorbereitet bist du. Bestens vorbereitet.
Philipp Klöckner (2:03)
Das von dir ist lustig.
Warum ich das lustig finde, ist, weil der CEO, Brian Armstrong, ja neulich noch öffentlich bewiesen hat, wie einfach es ist, diese Prediction Markets zu manipulieren. Also indem er verschiedene Predictions eingelöst hat, indem er in sogenannten Mansion Markets, also wo drauf gewettet wird, dass im Earnings Call gewisse Worte wie Web3 oder Blockchain fallen, das hat er da quasi massenweise eingelöst und damit eigentlich bewiesen, wie es einfach ist, diese Prediction Markets zu manipulieren. Und jetzt launcet der Stuhl. Ich finde das eine schon krasse Art Anzionismus, ehrlich gesagt. Diese Prediction Markets haben ja zwei große Probleme. Das eine ist, was überall anders Insider haben, wo es ein Kielerhandel wäre. Also man kann da zum Beispiel darauf wetten, wann Meta das nächste KI-Modell rausgibt. Oder Google oder OpenAI. Oder welches KI-Modell zum Ende des Jahres das beste ist in der LLM-Arena. Es ist aber vollkommen klar, dass irgendwo Entwickler und Entwicklerinnen und Produktmanager sitzen oder PR-Leute, die wissen, wann diese Release-Termine sind. Also Termine sind halt nicht zufällige Elemente, sondern es gibt Menschen auf der Welt, die wissen, was die richtige Information ist, auf die andere wetten. Und das heißt, wenn du an diesem Markt teilnimmst und du gehörst nicht zu der Partei, die das weiß oder auf deren Seite ist, durch Zufall, hast du einen strategischen Nachteil schon. Also es ist keine perfekte Information, es ist kein Coin-Flip mehr, es ist nicht nur der Rake, also die kleine Gebühr, die Kalsche oder Polymarket nehmen, die du verlierst, sondern du verlierst außerdem die Wahrscheinlichkeit, also wenn jemand im Markt ist, der die Information hat, und es gibt Leute, die die Information haben in diesem Fall, wann die Modelle rauskommen zum Beispiel, oder ob ein wenig solanisches Boot abgeschossen wird, was ist, wenn Pete Hexack vorher auf Polymarket guckt, ob heute eine gute Wette läuft, ob Boote abschießen. Heute ist die Wahrscheinlichkeit irgendwie nur noch, weil es schon 11 Uhr ist, kostet es nur zwei Cent, heute wird noch ein Boot abgeschossen. Dann sagt er, wir wollten eigentlich morgen früh raus, aber schickt dich hier jetzt mal los. Wir machen das Boot heute noch platt um 23.59 Uhr. Genau, das war jetzt schon das zweite Beispiel. Also Insider-Information, es gibt ein Element, was sich zwar nicht mehr verändern lässt, aber jemand weiß, wann es eintritt. Das ist Insider-Information. Das macht den Markt schon ineffizient eigentlich. Und dann hast du aber, was ich eben beschrieben habe, dass Leute nicht nur den Ausgang kennen, sondern ihn verändern können. Also ich kann eben diese Mansion Markets bei Brian Armstrong eben erklärt, dieses P-Texas Beispiel. Es gibt halt Leute, die können einfach sagen, let's fuck the market. Und wir verarschen das und wir verschieben ein Event um einen Tag oder wir ziehen es um einen Tag nach vorne. Bei Sportwetten wird es irgendwann problematisch. Den Ausgang eines gesamten Spiels zu verschieben, ist nicht so einfach. Aber zum Beispiel mir in der 90 Minute noch eine rote Karte zu holen, das kann ein einzelner Spieler bewirken. Diese Marktmärkte sind noch brutal unreguliert und es gibt glaube ich keinen besseren Weg, quasi illegal oder halblegal Geld zu machen, wie dort plus du zahlst mit, also es ist anonym, also das ist so, als würdest du das perfekte Verbrechen designen. Also du zahlst ja mit irgendwie Polygon-Tokens, das heißt eventuell ist das Geld nicht nachvollziehbar. Damit ist auch Insiderhandel viel viel schwerer nachzuverfolgen oder eben wenn jemand den Markt selber riggt. Absurd, dass sowas überhaupt legal ist, würde ich sagen.
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