Google gewinnt Consumer-AI | G7 Gipfel AI-Kulturkampf | Jens Spahn & Peter Thiel #572
Doppelgänger
June 19, 2026
Snap stellt seine AR-Brille vor. SpaceX übernimmt Cursor für $60 Mrd. Welche Firma kauft Elon Musk als nächstes? Im Anthropic-Streit kommen neue Details ans Licht: Wired berichtet, das Weiße Haus wolle "alle Jailbreaks" blockieren, die G7-Sitzordnung verrät die Trump-KI-Präferenzen.
Speakers Philipp Klöckner, Philipp Glöckler
TopicsMarketingBusinessEntrepreneurship
Philipp Klöckner (0:00)
Willkommen zum Doppelgänger Podcast Folge 572 am 20 Juni 2026 Ich bin Philipp Klöckner und telefoniere zweimal die Woche mit dem Tech-Analysten Philipp Klöckner. Und die heutige Folge könnten wir eigentlich Flop und Schmuddelecke nennen. Also viel mehr sehe ich hier nicht im Dock. Es ist natürlich voll, keine Sorge. Also eine Stunde kriegen wir hier locker durch. Aber es ist ganz schön schmuddelig heute.
Philipp Glöckler (0:26)
Auch, auch würde ich sagen, ja.
Philipp Klöckner (0:28)
Und dann siehst du meine schöne Brille. Es ist immer noch eine normale Brille. Immer noch keine Kamera, immer noch kein Battery-Pack dran. In unserem Group-Chat mit Jan wurden verschiedene Bilder hochgeladen. Und zwar geht es um die Brille Specs von Snap, also Snapchat hat die Brille diese Woche vorgestellt. Jan und ich waren vor zwei Jahren auf einem Frühstück eingeladen. Da durften wir den Vorgänger mal auf die Augen bzw. auf die Nase setzen. Und ich war ein bisschen überrascht, dass sich da gar nicht so viel getan hat. Ich habe mir verschiedene Videos und Interviews angeschaut, hatte ein bisschen Sorge um die Ohren des CEOs. Also da ist schon ganz schön Gewicht. Und ich habe so ein bisschen das Gefühl, dass dieses Ding schon, also normalerweise kenne ich nur die deutsche Automobilindustrie, die die Autos am Kunden vorbei entwickelt. Aber das sehe ich auch schwierig. Also zum einen, Snap ist eher so die Teenager-App, würde ich sagen.
Wäre von denen einfach mal so locker 2000 Dollar oder ein bisschen mehr sogar dafür ausgeben kann. Und das andere habe ich mir überlegt, also was wäre denn mein Brillen-Use-Place? Und bei mir ist so, also die Brille, ich bin ja so ein bisschen blind.
Die Brille, wenn die abgezogen wird so, dann ist der Tag vorbei. Also ich lege mich ins Bett, lege die Brille auf dem Nachttisch und dann ist Finito. Und also ich warte eigentlich auf die Brille, die muss nicht alle Features können, aber so vom Komfort und von der Daily-Routine erwarte ich eigentlich eine Brille, die sich abends lädt, wenn ich mich auch auflade und die ich den ganzen Tag nutzen kann. Und so sieht das ja nicht aus, also eine Runde Golf schaffe ich mit dem Ding nicht.
Philipp Glöckler (2:19)
Nee, und ich glaube, du hast ja von gesagt, auf die Nase setzt man die sich, die Nase allein reicht auch nicht, um die zu tragen, habe ich das Gefühl. Also die ist schon sehr bulky, würde man sagen. Ihr seht das jetzt nicht, aber man muss sich vorstellen, ja wie sieht es aus, als wenn man eine ganz normale, also als wenn man so die Brille von Yves Saint Laurent und das letzte Modell, das er getragen hat, zehnmal in schwarze Soße taucht und die immer mehr ein bisschen von der Soße dran bleibt.
So eine 1,5 cm dicke Träger, sehr bulky, wie sagt man, naja, also dicke Träger, fette Batterielappen hinter den Ohren. Alles andere als modisch, auch viel zu groß, also entweder hat Evan Spiegel einen sehr kleinen Kopf oder die Brille ist einfach sehr, sehr groß. Vielleicht wäre das der Trick gewesen, dass man so YSL draufdruckt und sagt, die wurde Design von Yves Saint Laurent.
Philipp Klöckner (3:11)
Dann würde ich sagen, die ist topmodisch wiederum.
Philipp Glöckler (3:16)
Ansonsten, die Aktie hat eher negativ reagiert. Der Markt scheint den technischen Fortsprung dann nicht zu goutieren. Und ich glaube, es ist eher ein Fail, wirklich von Snap damit überhaupt rauszugehen, ehrlich gesagt. Weil wer trägt sich, also wer setzt das Ding auf? Also in fairer Weise muss man sagen, dann ist die Meta-Ray-Band wirklich die bessere Alternative, scheinen wir. Und Ende des Jahres, nächstes Jahr, wenn wir die Apple-Brille rausnehmen, dann ist das Ding eh gegessen.
Und es soll auch im Jahr 2200 Dollar kosten. Das heißt, das Apple teurer wäre jetzt auch nicht das Argument, also mit 2200 Dollar für so eine Klobrille bis jetzt auch echt nicht weit vorne.
Philipp Klöckner (3:57)
Und wir haben uns ja bei der Vision Pro damals lustig gemacht, dass der CEO eigentlich die Brille nicht anziehen möchte. Aber die würde ich mir lieber anziehen auf der Bühne als das Ding von Snap.
Philipp Glöckler (4:08)
Ja, würde ich auch sagen. Also ich wäre überrascht, dass der sich damit hat ablichten lassen, ehrlich gesagt.
Philipp Klöckner (4:14)
Und somit tauchen wir in die Schmuddel-Ecke ab.
Wir fangen mit SpaceX an. Die haben kurz mal Amazon überholt als fünftgrößte Firma. Aber Back to Gravity, die erste Woche, in der die Aktie auch mal ein bisschen nach unten fliegt.
Philipp Glöckler (4:33)
Ja, SpaceX hat ja zwei Tage in Folge auch wieder Kurs nachgegeben.
Liegt jetzt bei 185, als ich das letzte Mal geschaut habe. Aber zwischenzeitlich, das ist schon erwähnenswert, war SpaceX, dadurch, dass sie noch sehr hoch gestiegen sind zwischenzeitlich, mehr wert als Amazon und sogar Intra-D mehr wert als Microsoft. Und ich meine, das muss man sich wirklich mal auf der Zunge zergehen lassen. Das ist ein Unternehmen, was weniger als 20 Milliarden Umsatz macht, irgendwie mit 15 Prozent wächst und 4 Milliarden Verlust macht dabei. Also es ist nicht schnell wachsend, also es ist ein Technologieunternehmen, das geben wir ihnen mal, aber es ist nicht schnell wachsend, es ist nicht profitabel, es ist absurd klein mit 20 Milliarden Umsatz und ist mehr wert als Amazon oder Microsoft. Das zeigt natürlich, wie wertvoll dieser Faktor Elon Musk ist, was Kapitalkosten angeht, also die Möglichkeit, billig Geld einzusammeln. Aber es zeigt auch eben diesen, was die Virtual Reporterin als Finanz-Nihilismus bezeichnet hat, dass Finanz-Mathematik einfach nicht gilt und es geht nicht mehr um Zahlen oder Bewertung, sondern SpaceX ist wert, was Leute dafür zahlen wollen. Aber gerade wird es weniger und jetzt muss man mal sehen, in welche Richtung sich der Kurs weiterentwickelt. Spätestens nach den Q2-Zahlen wird es ja erheblichen Verkaufsdruck geben. Dann könnte es, also einerseits werden die Zahlen sehr gut sein, es könnte die Aktie befeuern. Es gibt aber auch 30 Prozent der alten Aktionäre, die dann höchstwahrscheinlich verkaufen können, weil der Großgut bleibt. Es könnte in beide Richtungen gehen, es könnte sich auch einfach kompensieren. Das wäre natürlich das Ziel eigentlich, aber wir werden sehen. Ansonsten hat SpaceX auf jeden Fall seinen Cursor-Deal jetzt konsumiert.
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