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Google Daten Enteignung? Alphabet & Tesla Earnings | OpenAI will Chrome #452

Doppelgänger

April 25, 2025

Die EU verhängt Parktickets für Apple und Meta. OpenAI nimmt Chrome ins Visier und Amazon stoppt den Ausbau seiner KI-Rechenzentren. Googles Gemini Nutzerzahlen wurden enthüllt und OpenAI plant bis 2029 einen Umsatz von über 125 Milliarden Dollar.

Speakers Philipp Glöckler, Philipp Klöckner

TopicsMarketingBusinessEntrepreneurship

Philipp Glöckler (0:00)

Willkommen zum Doppelgänger Tech Talk Podcast Folge 452 am 26 April 2025 Ich bin Philipp Klöckler und telefoniere zweimal die Woche mit dem Tech Analysten Philipp Klöckner. Heute haben wir alles dabei. Also diese Kindergartennummer da aus dem Weißen Haus. Wir haben Big Tech Earnings. Wir haben sogar Antitrust. Also wir fangen eigentlich direkt damit an. Die EU haut tatsächlich eine Strafe jetzt raus. Letzte Folge haben wir noch darüber gesprochen. Da hieß es so ein bisschen so, ja, die wollen jetzt mit Trump irgendwie ein bisschen abwarten. Aber sind 800 Millionen schmerzhaft für Apple und Meta? Oder ist das einfach nur ein Parking Ticket?

Philipp Klöckner (0:46)

Ja, Frage kannst du gern selbst beantworten. Was denkst du denn?

Philipp Glöckler (0:50)

Also ich habe deine dumme Spyware hier jetzt nicht laufen. Ich glaube, es ist einfach nur ein Parkticket.

Philipp Klöckner (0:56)

Also Apple macht rund 125 Milliarden operatives Ergebnis allein und rund 400 Milliarden Umsatz. Das heißt, die Apple-Fine ist knapp über ein Promille, ein Tausendstel des Apple-Umsatzes des letzten Jahres für einen mehrjährigen Verstoß. Zusammen mit der Fine, also der Strafe, gibt es eine Seesintesist-Aura. Also sie sollen damit unverzüglich aufhören, laut EU. Die EU-Kommission setzt da den Digital Markets Act, der sozusagen Selbstbevorzugung und wettbewerbschädliches Verhalten in Märkten paketieren sollte. Ja, also es ist aus Apples Sicht wirklich nicht mal ein Parkticket, würde ich sagen. Es ist so, als wenn du 10 Cent in deiner Jeans-Tasche vergessen würdest. Du würdest es wahrscheinlich nicht mal merken. Bei Meta, 200 Millionen kann man sagen, ist in einem ähnlichen Bereich. Ich schaue mal kurz, was deren Umsatz ist. Aber ich glaube, es sollte in einem ähnlichen Bereich liegen. Ich glaube, prozentual ein klein bisschen höher. Aber Meta macht noch nicht ganz 200 Milliarden Umsatz. Aber in dem Bereich, also wir sind auch im vielleicht 1,5 Promille oder 1,3 Promille des Umsatzes von Meta beträgt jetzt diese EU-Strafe. Das heißt, ich würde sagen, das ist eine sehr milde Strafe. Und der DMA erlaubt definitiv höhere Strafen. Er erlaubt, wenn ich mich richtig erinnere, bis zu 10 Prozent beim erstmaligen Vergehen des Umsatzes weltweit. Mein Gefühl ist, ich hatte letztes Mal gesagt, dass ich befürchte, dass die EU sich jetzt nicht traut, Dinge durchzusetzen. Und für mich wirkt das jetzt ein bisschen, als hätte man eine so milde Strafe gewählt, dass man sagen kann, man hätte gehandelt. Aber gleichzeitig, alles was du damit machst, ist ein Incentive zu setzen, solche Verhalten weiter fortzuführen. Das schreckt ja niemand ab, wieder sowas zu tun.

Vielleicht können die Unternehmen den gleichen Verstoß jetzt nicht sofort wieder machen, aber das verschreckt kein Unternehmen, dass sie jetzt weit verwerbschädliches Verhalten ausüben, wie Apple und Meta das hier in dem Fall getan haben. Von daher halte ich es für eine Pseudostrafe, ehrlich gesagt. Und man würde sich wünschen, dass der DMA effektiver eingesetzt wird. Es ist gut, dass er eingesetzt wird und dass man überhaupt ein Zeichen setzt, aber das Zeichen ist leider in dem Fall, man kommt mit weniger als ein Parkticket davon, wenn man gegen die Regeln des DMA, des Digital Markets Act in der EU verstößt. Und Hintergrund könnte sein, dass man den Trade War mit den USA nicht weiter eskalieren wollte. Das übrigens, was ein bisschen dagegen spricht, ist, dass Meta durchaus pickiert regiert. Und zwar haben deren Policy-Chef Joel Kaplan, der Trump vertraute, den man eingestellt hat, dessen Statement dazu ist, The European Commission is attempting to handicap successful American businesses while allowing Chinese and European companies to operate under different standards. This isn't just about a fine. The Commission forcing us to change our business model effectively imposes a multi-billion dollar tariff on Meta, while requiring us to offer an inferior service. And by unfairly restricting personalized advertising, the European Commission is also hurting European businesses and economies. Also was sie sagen ist, das gilt nicht für europäische und chinesische Businesses. Das ist nicht so weit hergeholt. Fakt ist, dass der DMA erst ab einer gewissen Schwelle eintritt, die bei Meta zuschlägt, bei anderen nicht. Ich glaube TikTok müsste aber darunter fallen, wenn ich mich nicht irre. Da würde sozusagen bei entsprechendem Wachstum bald darunter fallen. Deswegen, man hat versucht, die Grenzen so zu setzen, dass man natürlich nicht europäisch Unternehmen trifft. Das ist schon so. Und vor allen Dingen große Plattformen. Ob die Definition da die richtige ist, kann man diskutieren. Aber was viel spannender ist, dass sie das halt ein Multi-Billion-Dollar-Tariff nennen und damit stacheln sie natürlich so ein bisschen Trump auf, dass der hier das als Eskalation im Wirtschaftskrieg sieht und das zu Verhandlungsmaße in Verhandlung macht. Also, ich glaube, Meta erhofft sich, dass Trump dem sozusagen, sollte es mal zu Verhandlungen mit der EU kommt, eben sagt, okay, wir senken beide die Zölle, aber wir senken auch unsere regulatorischen Eingriffe. Hier, weil ihr habt Tariff auf unsere Tech-Unternehmen erhoben in Form von diesen Wettbewerbsstrafen, die die EU-Kommission verhangen hat. Also, Joe Kaplan würde ich sagen, stachelt hier wirklich die Trump-Regierung auf und versucht das als ein Trade War darzustellen, was keiner ist. Es ist das Enforcement eines lange bekannten Gesetzes, was es vor Trump schon gab, wogegen Meta offenbar der Auffassung der EU nach verstoßen hat. Das hat genau gar nichts mit Tariffs zu tun und wirkt auch nicht in der gleichen Weise. Aber klar, das Meta versucht mit Trump, seine eigenen Interessen auf der ganzen Welt durch zu pushen. Da hatten wir ja vorher schon vorgewarnt und das sieht man hier eigentlich sehr gut, dass Mark Zuckerberg für sein Entgegenkommen und seinen Rechtsruck in der eigenen Organisation auch Forderungen stellt, würde ich mal behaupten.

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