Claude drosselt Peak-Nutzung | Musks letzter Mitgründer verlässt xAI | SpaceX 30% Retail-IPO #549
Doppelgänger
March 31, 2026
Anthropic drosselt die Claude-Nutzung in Peak-Zeiten – wer günstig Tokens will, muss nachts arbeiten. Mistral nimmt $830 Mio. Schulden auf, um ein souveränes europäisches Rechenzentrum bei Paris zu bauen. Bei xAI hat jetzt der letzte von elf Co-Foundern Elon Musk verlassen.
Speakers Philipp Klöckner, Philipp Glöckler
TopicsMarketingBusinessEntrepreneurship
Philipp Klöckner (0:00)
Willkommen zum Doppelgänger Podcast Folge 549 am 1 April 2026, den Tag, an dem ich nicht auf Social Media bin, weil ich auf jeden Fall auf das eine oder andere reinfallen werde. Ich bin Philipp Klöckner und telefoniere zweimal die Woche mit dem Tech-Analysten Philipp Glöckner. Wir haben eine höhere Frage. Ihr könnt uns jederzeit Fragen schicken an podcast.doppelgänger.io und ich habe eine DM, glaube ich, bekommen, anonymen. Und zwar baut jemand wohl ein AI-Startup gerade und hat wohl gute Signale. Also Investoren wollen investieren und die Gründer fragen sich jetzt, ob sie in Deutschland gründen sollten, also eine UG, GmbH oder direkt eine US-Struktur.
Also in Delaware zum Beispiel, weil sie langfristig US-Investoren an Bord haben möchten. Wenn jetzt zwei Leute zu dir kommen und sagen, Pip, Produkt ist fertig, wir müssen jetzt nur noch die Firma gründen, sollen wir jetzt schnell hier zum Notar GmbH machen oder gleich in Amerika? Was würdest du sagen? Was wäre für dich einfacher und was würdest du denen empfehlen?
Philipp Glöckler (1:16)
Wenn du glaubwürdiges Interesse aus den USA hast, oder wenn du zum Beispiel vorhast, zu Y-Kombinator zu gehen, dann ist es glaube ich unbedingt schlau, eine Delaware LLC zu gründen. Oder wenn du weißt, dass dein Lead Investor irgendwie theoretisch ein Sequoia in Dresden oder so werden würde, dann kann das schon vorteilhaft sein. Also ich glaube nichts davon ist ein Deal Break. Wenn du eine gute Firma in Deutschland baust, wird nur SWC immer noch interessiert sein, wenn das Team, das Produkt gut ist, der Markt gut ist. Du kannst nicht zuletzt das auch immer noch ändern. Ich glaube Black Forest Labs hat das doch gemacht, wenn ich mich nicht irre als Beispiel. Das heißt, es ist jetzt auch keine sogenannte One Way Door. Du kannst das revidieren. Aus Investoren Sicht könnte man argumentieren, worauf ich nicht eingekannt bin, die ganzen steuerlichen Implikationen. Das kann es schon komplizierter machen, sowohl für die Gründer als auch für vermeintliche Nicht-US-Investoren. Aber man kann schon sagen, dass ein Safe unterschreiben. Also ein Wandeldarlehen in US-Companies ist vom Aufwand her ein Doppelsign. Das ginge beim Wandeldarlehen, je nachdem, welche Rechtsberatung die Gründer haben. Ginge das auch in den USA, wobei es da so ein bisschen strittig ist, sagen viele, weil theoretisch die Rechtsfolge ist und übertragen von Anteilen, da müsste auch das Wandeldarlehen notariell beglaubt werden, blablabla. Aber auch dazu kann ich das schlussendlich nicht abschließend beurteilen. Mir als europäischer Investor ist es total egal, ehrlich gesagt. Mir ist Team-Markt-Produkt wichtiger. Für US-Investoren wird es attraktiver sein, Delaware LLC zu bauen. Inzwischen wahrscheinlich schon Texas oder was weiß ich. Die nächste Frage ist dann, wenn du davon überzeugt bist und es konsequent meinst, musst du auch als Gründer eigentlich direkt über den Teich fliegen. Nicht, dass jetzt Leute das aufrufen möchten, aber wenn du glaubst, dein Geld kommt aus den USA und dein erster Markt wird global oder USA beinhalten, dann kann man auch gleich zu Konsequenzen und direkt in die USA gehen. Wenn man USVCs möchte, aber aus irgendeinem Grund, zum Beispiel weil es Industrie ist oder so, in Europa anfangen will mit dem Go-To-Market, dann ist natürlich als Standort die USA besser. Aber auf jeden Fall sollte man seinen Anwalt und der Steuerberater dahin zuziehen, natürlich wie immer.
Philipp Klöckner (3:39)
Ich würde es nicht machen. Und zwar habe ich so ein bisschen, das muss jetzt in dem Case nicht der Fall sein, aber ich finde manchmal, also als Gründer ist man ja so ein bisschen naiv. Natürlich denkt man, man hat die beste Idee. Natürlich glaubt man am Anfang, man schafft es irgendwie von Top-VCs das Geld einzusammeln und so weiter.
Aber du hast limitierte Ressourcen und ich glaube das Produkt und die Faktoren, die du erwähnt hast, die für dich wichtig sind, sind glaube ich wichtiger als das Legal Setup dahinter. Weil also wenn jemand Interesse hat, dann wird er investieren, egal wo die Firma ist. Du wirst auch immer noch eine zweite Unit in Amerika aufmachen können. Es gab ein Beispiel von einem Doppelgängerhörer, die bei YC reingekommen sind und daraufhin dann was umfümiert haben und da gibt es ja Leute, die das auch immer wieder machen. Mich hat das so ein bisschen erinnert an, oder es ist bestimmt nicht in dem Fall so, aber du hast dich mal lustig gemacht über so einen Unternehmensberater, der so eine absolute Hochglanz-Webseite hatte oder so. Also manchmal gibt es so Sachen, wo nach außen alles top ist, aber dann fehlen halt die großen Kunden oder die Kunden da im Hintergrund. Und ich glaube, du kannst ja halt bei Gründung am Anfang unheimlich viele Sachen machen, die, wenn alles gut läuft, sehr wichtig sind, aber die dich ja schon ein bisschen von dem Produkt und von den Kunden irgendwie fernhalten.
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