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Autofrei Innenstädte | Bitte, Danke KI | Antitrust | USD Unsicherheit #451

Doppelgänger

April 22, 2025

Pip sagt ihr dürft Bitte und Danke zur KI sagen. Wieso beeilt sich DeepL mit IPO? Bietet Palantir die Infrastruktur eines Polizeistaats? Trump drängt die Fed zu drastischen Zinssenkungen. Paris zeigt, wie der Verzicht auf Autos die Luftqualität einer Metropole transformieren kann.

Speakers Philipp Glöckler, Philipp Klöckner

TopicsMarketingBusinessEntrepreneurship

Philipp Glöckler (0:00)

Willkommen zum Doppelgänger Tech Talk Podcast Folge 451 am 23 April 2025 Ich bin Philipp Glöckler und telefoniere zweimal die Woche mit dem Tech Analysten. Philipp Klöckner. Gestern habe ich schön Schokolade gegessen. Schau auf mein Telefon. Alles rot, nur Bitcoin grün. Was ist passiert, mein Freund?

Philipp Klöckner (0:25)

Hast du so Kalendereinträge für Schokolade essen? Also blockst du dir dann eine halbe Stunde oder?

Warum weißt du noch, was du gemacht hast dabei?

Philipp Glöckler (0:33)

Es war Ostern. Ich habe nichts gemacht.

Philipp Klöckner (0:35)

Ach so, es war Ostern. Das habe ich ganz vergessen. Ja, genau. Frohe Ostern, ja. Was passiert ist, Trump passiert weiterhin, könnte man sagen. Und zwar greift er mit zunehmender Intensität den Chef der Federal Reserve, also der Notenbank der USA, der Zentralbank der USA, an Jerome Paul. Den bezeichnet er zuletzt. Also er hat immer gesagt, er ist too late, too lazy, reagiert zu spät auf alles. Also es gibt durchaus auch Kritiker von Paul, aber eigentlich glauben auch viele Leute, dass er einen ganz guten Job gemacht hat. Indem durch Corona durch und so weiter. Und den hat er jetzt als Major Loser, also ein riesengroßer Verlierer bezeichnet auf einem Post in True Social. Und was die Märkte befürchten, ist natürlich, dass die, also man muss dazu nochmal sagen, die Zentralbank ist, so wie auch in Europa, pro forma unabhängig, die hat Ziele. Ich glaube, in den USA ist es Preisstabilität und Arbeitsplätze als Ziel, wo sie beide abwägen muss, wenn ich mich richtig erinnere. Nicht festnage, wenn ich würde, dass natürlich alles gehouse-keept im Discord-Server. Bei der EZB ist das Ziel Preis-Niveau-Stabilität. Das heißt dann, ansonsten müssen sie keinen politischen Zielen folgen. Kann man sagen, bei der EZB wurde es ein bisschen aufgeweicht, weil sie dann auch irgendwie die YS-Ziele mitverfolgt hat. Oder Sustainability-Ziele. Aber prinzipiell sollen sie unabhängig von der politischen Lage sein. Das heißt, sie sollen nicht die Wirtschaftspolitik einer gewissen Regierung befeuern oder sie aktiv dagegen arbeiten aus politischen Gründen. Sondern sie sollen immer das tun, was dem eigentlichen, vorrangigen Ziel dient. Und diese Unabhängigkeit sieht man jetzt in Gefahr. Und das mögen, so ähnlich wie beim ersten Mal, als die Yield-Kurve so nach oben geprescht ist, sagen die Märkte Trump gerade wieder, dass er sehr deutlich, dass er dabei ist, ein Fehler. Zu machen, weil das das Vertrauen, würde ich behaupten zumindest, das Vertrauen in den Wirtschaftsstandort und Börsenstandort USA erheblich mindern würde, wenn Trump jetzt zum Beispiel diesen diesen Fedshare rausschmeißen würde, ersetzen würde, feuern würde oder sich einfach nur weiter mit ihm anlegt. Weil so wie die Trump-Regierung die Institution der Demokratie versucht anzugreifen oder gleichzuschalten, droht jetzt hier quasi, dass eine Institution des freien Marktes, die Börse vielleicht als Inbegriff des fast perfekten Marktes, die man versucht politisch zu übernehmen. Das kann, sagen Fans und Liebhaber des Marktes, können das nicht wollen oder auch nur Menschen, die aus ganz rationalen Motiven daran glauben, dass freie Finanzmärkte und relativ freie Finanzmärkte wichtig sind, die können das nicht mögen. Sagen, man sieht, was mit Wirtschaft passiert, sobald Trump sich einmischt. Und man möchte nicht, dass Trump auch noch die Fiskalpolitik macht, aber die Geldpolitik der USA übernimmt. Und davor haben die Märkte, glaube ich, Angst. Aus Trumps Sicht wiederum, warum macht er das?

Der möchte, dass Jerome Powell die Zinsen senkt, um die Wirtschaft anzukurbeln. Weil Trumps Maßnahmen, die die Zölle und was er sonst noch so macht, behindern die Wirtschaft ja mehr, als sie ihr helfen im Moment. Und um diese negativen Effekte so ein bisschen zu überdecken oder zu glätten, würde es natürlich helfen, einfach die Zinsen zu senken. Wir wissen, das kurbelt die Wirtschaft an. Investitionsprojekte rechnen sich eher. Die Bewertung von Unternehmen und Start-ups steigen und so weiter, was da alles die Effekte sind, das kurbelt in der Regel die Wirtschaft an. Und Trump sagt, es gibt eigentlich keine nennenswerte Inflation. Deswegen gäbe es auch gar kein Problem, warum man nicht die Zinsen senken könnte wieder. Wie gesagt, das würde ihnen relativ besser aussehen lassen, weil die Konjunktur ein bisschen weniger ab- also crashen würde. Ich glaube, dass das die Konjunktur retten kann, bin ich mir ehrlich gesagt nicht mehr ganz sicher. Die USA steuern ja auf eine Starkflation oder Rezession. Zusagen beides will man nicht, aber ich glaube, es ist fast unausweichlich. Inzwischen möchte Trump aufheben und versucht daher, Druck auf Jerome Powell auszuheben. Der gibt dem nach wie vor aber nicht nach, sondern ist sogar ein bisschen kokett noch. Feiert seine Unabhängigkeit fast ein bisschen. Tut er das weiter und Trump kommt nicht an ihn ran oder hört auf, die merkt, ist es trotzdem gut für Trump, weil er dann Jerome Powell die Schuld geben wird.

Er wird sagen, es ist natürlich nicht seine vollkommen debile Zollpolitik, die die Schuld daran ist, dass es den USA schlecht geht und dass keine Arbeitsplätze entstehen, sondern er wird sagen, es ist die verfehlte Geldpolitik von der Federal Reserve. Und damit wäre Trump vielleicht nicht aus dem Schneider, aber er hat zumindest einen Sündenbock gefunden. Das heißt, so oder so könnte man sagen, gewinnt Trump. Entweder werden die Zinsen gesenkt. Das Interessante ist, er muss ihn nicht mal feuern. Auch würde Jerome Powell jetzt einknicken und die Zinsen senken. Auch das würde wahrscheinlich schon als Eingriff verstanden werden. Das heißt, Jerome Powell kann eigentlich nichts mehr richtig machen und Trump kann nichts mehr falsch machen. Entweder hat er einen Sündenbock oder jemand kurbelt die Wirtschaft an, macht damit auch Staatsanleihen wieder günstiger und so weiter. Gefahr ist dann nur, dass irgendwann niemand mehr die Staatsanleihen der USA haben will, weil niedrigere Zinsen eventuell... Also sie müssen ja sowieso zahlen, was der Markt an Risikoaufschlag verlangt und das kriegt man eventuell nicht hin. Genau, so weit so schlecht.

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