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Anthropic plant IPO | Pentagon-Deal für Trump Jr | Benioff: LLMs sind Commodities #516

Doppelgänger

December 5, 2025

Amazon stellt Trainium 4 und AI Factory vor. Mistral launcht eine Familie offener Modelle für Edge-Devices. Yann LeCun will World Models in Paris bauen. Salesforce-CEO Mark Benioff nennt LLMs austauschbare Commodities. Anthropic-CEO Dario Amodei kritisiert die Ausgabenpolitik der Konkurrenz.

Speakers Philipp Klöckner, Philipp Glöckler

TopicsMarketingBusinessEntrepreneurship

Philipp Klöckner (0:00)

Willkommen zum Doppelgänger Tech Talk Podcast Folge 516 am 6 Dezember 2025 Ich bin Philipp Klöckner und telefoniere zweimal die Woche mit dem Nikolaus Philipp Klöckner. Wir hatten die Spotify Raps Woche. Vielen Dank an alle, die irgendwelche Screenshots geteilt haben. Was denkst du Pip? Also erstmal Grüße, Grüße gehen raus an Michael Kruse. Der ist bis jetzt derjenige, der uns dieses Jahr auf Spotify wahrscheinlich am meisten gehört hat. Ich habe einen Screenshot gesehen. Können wir nochmal verlinken mit 10.501 Minuten. Das ist ganz schön viel. Ich gehe davon aus, dass man da mit uns einschläft und dann am nächsten Tag das nochmal hört oder alte Folgen nachhört. Deine kleine Rechenaufgabe mal angenommen. Wir haben bis Ende November 98 Folgen aufgenommen. Wie viele Minuten machen alle Folgen zusammen?

Philipp Glöckler (1:03)

Diesen Jahres oder?

Philipp Klöckner (1:06)

Die ersten elf Monate.

Philipp Glöckler (1:11)

Fast genau 10.000.

Philipp Klöckner (1:13)

Nee, weniger als 7.000.

Philipp Glöckler (1:16)

Oh, müssen wir ja länger Folgen machen. Ja. News gibt es ja genug heute. Aber die wichtigste Frage, was ist dein musikalisches Alter laut Spotify?

Philipp Klöckner (1:26)

Ich habe kein Spotify mehr, ich bin 100

Philipp Glöckler (1:31)

Ach so. Du bist 70 wahrscheinlich.

Philipp Klöckner (1:36)

Nein, nein, nein.

Philipp Glöckler (1:37)

29 Ich weiß nicht, was für junge Musik man hören muss, um als 29 zu gelten. Aber laut Spotify bin ich 29 Obwohl ich gedacht hätte, ich höre viel so 80s, 70s Musik und so.

Philipp Klöckner (1:48)

Ja, ich sag mal. Rede, Rede, Rede. Rede, Rede. Bin ich gespannt, was du das nächste Mal mir vorspielst.

Spiel mir lieber ein bisschen News ab. Was gab es diese Woche? Letzte Folge hast du gesagt, es gibt viele Earnings. Jetzt habe ich gesehen, so viele Earnings hast du gar nicht reingepackt.

Philipp Glöckler (2:08)

Ja, die Earnings sind überwiegend langweilig. Ich würde sagen, wir machen so ein News-Episode. Ich fühle dich ein bisschen durch die News der Woche. Du gibst mir deine Reaktionen, Fragen, Kommentare, Einordnungen dazu. Also eigentlich genau, wie wir es andersrum tun sollten. Aber der Dukel Newsleaks geht es ja nicht andersrum. Also, Amazon hatte so ein bisschen seine jährliche reInvent-Konferenz. Also es ist da, wo AWS neue Produkte und Services vorstellt.

Und die herausstechenden Sachen waren einerseits, dass Amazon seinen vierten Trainium-Ship angekündigt hat. Einfach gesagt kann man sagen, das sind so wie die Google TPUs aber von Amazon. Also in dem Fall auf Training fokussierte oder spezialisierte Ships. Die kommen jetzt bald in der vierten Generation. Die dritte Generation, da haben sie sozusagen ein neues Serverprodukt vorgestellt. Sie nutzen dabei weiterhin die NV-Link-Technologie, also die Kommunikation von NVIDIA und ihre Graviton-CPU, die auch selbst entwickelt ist zur Steuerung. Aber fürs Training selber haben sie eben diese Trainium-GPUs, die sie bauen, die darauf spezialisiert sind und laut eigenen Angaben 40% effizienter sein soll. Also Amazon strebt da vor allen Dingen, glaube ich, eine Kostenführerschaft an, bei natürlich vergleichbarer Leistung irgendwie oder so einigermaßen mitstinken könnt mit NVIDIA. Das war die eine Ankündigung.

Philipp Klöckner (3:39)

Da gibt es für mich nur eine Frage. Gab es irgendeinen Panik-Tweet von NVIDIA? Oder ist die News nicht so groß, dass NVIDIA Angst haben muss?

Philipp Glöckler (3:49)

Ich habe nichts mitbekommen, keine großen Reaktionen mitbekommen auf jeden Fall. Was noch ganz spannend ist, Amazon hat auch gesagt, dass sie über 50 Kunden haben, die mehr als 1 Trillion Billionen Tokens verarbeiten über Bedrock. Das ist die AI-Plattform von AWS. Wir erinnern uns an die OpenAI-Präsentation, wo so die besten Kunden gelobt worden sind und so einen Tombstone bekommen haben und eine Erwähnung. Amazon sagt einfach nur so nonchalant, dass sie durchaus auch 50 verschiedene Kunden hätten, die jeweils alle mehr als eine Billion Tokens über die Plattform verarbeiten. Das zeigt schon, dass Amazon relevant ist. Das sieht man im Wachstum nicht ganz so stark, weil Amazon AWS einfach so groß ist als Marktführer, dass 20% Wachstum da mal nicht so beeindruckend aussehen. Aber in absoluten Zahlen ist das natürlich mehr Wachstum als die anderen haben. Dann haben sie so ein bisschen Richtung Agentic was angekündigt. Also ihr eigener Agent heißt Kiro und damit kann man Autonom App Software bauen, aber sie bauen auch einen AWS Security Agent und einen DevOps Agent, also der so Standardprozesse in der Cloud vereinfachen und automatisieren soll. Sehr nah am eigenen Produkt gebaut, würde ich sagen. Also gerade DevOps Agent Dinge, die man dann immer wieder sonst von DevOps als Entwicklern, die so ungefähr auf die Operations der Software fokussiert sind, erledigen lassen müsste, versucht man so ein bisschen weg zu automatisieren.

Und der der dritte Lounge, Amazon baut sogenannte oder baut ein Programm, das AI Factory heißt und wo sie in die Data Center von Kunden AWS Infrastruktur reinbauen. Also sie erlauben quasi, das kann zum Beispiel ein souveräner Kunde, also ein Staat sein, aber auch ein Unternehmen, das nicht in eine der AWS-Regionen ziehen möchten. Für die bauen sie quasi private Instanzen. Also sie bauen alles so, als wäre es ein AWS-Data Center von der Infrastruktur her und den Chips her. Also sie nutzen dann auch ihre, also was immer der Kunde möchte, aber zum Beispiel auch das Setup aus Trainium, Graviton und Envylink oder auch entweder Blackwell Chips, was auch immer man möchte. Das bauen sie dann quasi im Auftrag des Kunden in das eigene Data Center des Kunden und dann kann man eben was Compliance-Sicherheit angeht, so ein bisschen seine eigenen Standards verfolgen. Und muss man mal sehen, wer da die ersten Kunden sein werden. Sicherlich ein paar in der Golf-Region könnte man sich vorstellen. Aber genau, Amazon exportiert quasi sein AWS-Setup, wird sich das natürlich gut vergüten lassen. Aber es ist, glaube ich, auch eine gute Möglichkeit, ein noch relevanterer Kunde für die Hersteller zu werden. Also mehr Volumen abzunehmen, dadurch mehr Markt macht, zu entwickeln und das mit einer Marge auch das Geld wieder schnell wieder zu drehen und Cashflow zu generieren. Also wenn man die Data Center selber betreibt, hat man ja am Anfang einen hohen negativen Cashflow. Wenn man das im Auftrag von Kunden baut, hat man schnelle Mittelrückflüsse. In der Regel, was so in der Mischkalkulation vielleicht ganz gut ist aus buchhalterischer Sicht.

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