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#389 Grenzen für Temu | Axel Springer KKR break-up | Raab comeback | Oracle Gründer reicher als Zuckerberg artwork

#389 Grenzen für Temu | Axel Springer KKR break-up | Raab comeback | Oracle Gründer reicher als Zuckerberg

Doppelgänger

September 17, 2024

Was sind Middle-Aged Men In Lycra?

Speakers Philipp Glöckler, Philipp Klöckner

TopicsMarketingBusinessEntrepreneurship

Philipp Glöckler (0:00)

Willkommen zum Doppelgänger Tech Talk Podcast Folge 389 am 18 September 2024 Ich bin Philipp Glockner und telefoniere zweimal die Woche mit Philipp Glockner und Bip. Nachdem du den Newsletter aus Faulheit wieder an die Axel Springer Redaktion gegeben hast, lass uns gleich über KKR und Axel Springer sprechen. Was passiert da hinter verschlossenen Türen?

Philipp Klöckner (0:25)

Vielen Dank an Holger Cepes, dass er nach Jan auch die Urlaubsvertretung übernommen hat und mir einen Newsletter abgenommen hat, sodass ich nur zweimal die Woche den Podcast aufnehmen und vorbereiten muss und nicht auch noch den Newsletter schreiben, was fast eigentlich genauso viel Zeit braucht, wenn nicht sogar mehr. Also gerade wenn man es nicht regelmäßig macht. Von daher danke dafür. Ich hoffe, er kam gut an. Ab nächster Woche werde ich es wahrscheinlich wieder selber machen, wenn ich es schaffe. Und natürlich werde ich dir nicht erzählen, was hinter verschlossenen Türen passiert. Das weiß ich nicht, aber ich kann darüber reden, was öffentlich geworden ist und etwaiges Insiderwissen oder so würde ich natürlich immer hinter chinesischen Mauern im Kopf halten. Das heißt, wir können nur diskutieren, was öffentlich ist. Und zwar hat die Financial Times, ich glaube schon im Sommer vermutet oder überhört, dass es Verhandlungen gibt, dass KKA sich von den, also oder sagen wir so, dass man die journalistischen oder publizistischen Objekte von Axel Springer, von den Classifieds, also kleinen Anzeigengeschäften trennen möchte. Und dass im Zweifel der Finanzinvestor KKA mehr Interesse an den Classifieds hat und die Springerfamilie und Matthias Döpschner vielleicht eher Interesse an dem Publishing, also dem Verlagsgeschäft. Und jetzt will die Financial Times, glaube ich, exklusiv erfahren haben, aus Kreisen des Aufsichtsrates. Also ich frage mich auch so ein bisschen, wie das durchdringt. Ich glaube, sie haben drei oder vier verschiedene Leute gesprochen, die sie glauben, die vertrauenswürdig sind. Sie auch fragen, wie viele Leute das da gleichzeitig durchstechen, eigentlich, was da passiert. Aber wie auch immer. Auf jeden Fall soll man da schon seit Sommer über ein Agreement reden. Und das soll jetzt mehr oder weniger in trockenen Tüchern sein. Dabei wird die Gesamtfirma mit circa 13,5 Milliarden Euro bewertet. Zur Erinnerung, KKR hat, ich glaube, 2017, schon fünf, sechs Jahre her, das sind 2017 oder 2019, nee, 2019 schon. 2019 hat KKR und Axel Springer oder Axel Springer AG oder SE von der Börse genommen, für ungefähr 7 Milliarden. Das heißt, in den fünf Jahren hat sich der Wert jetzt schon, zumindest nach dieser internen Bewertung, verdoppelt. Die neue Aufteilung scheint laut Financial Times so auszusehen, dass KKR und deren Co-Investor, das ist der Canada Pension Plan Investment Board, das ist eine Pensionskasse aus Kanada, dass die zusammen die Mehrheit an dem Classifieds Business haben und sich damit aus dem Publishing Business zurückziehen. Vielleicht auch nachvollziehbar, es gab in der Zwischenzeit mehrere Skandale darüber, dass im Zusammenhang mit dem Ausscheiden von Julian Reichelt ist er relativ viel ans Licht gekommen, über vermeintliche sexuelle Belästigung, über der der CEO eventuell in den Journalismus rein regiert und teilweise würde oder irgendwie exzentrische SMS nachts schreibt und so weiter. Das alles macht dir wahrscheinlich als Investor jetzt nicht übermäßig Spaß, vielleicht wusste man noch ein bisschen, worauf man sich einlässt, vielleicht war das jetzt aber nicht vergnügungssteuerpflichtig.

Das kann man nur spekulieren, genau weiß ich das nicht und wissen es nur Leute, die damit sehr vertraut sind. Unvermutlich ist für den Fernsehinvestor sowieso die eher kommerziellen Projekte, also das ist natürlich insbesondere die Jobplattform StepStone. Da hat man immer schon gemunkelt, ob es zu einem IPO kommen könnte, aber das Klima war einfach nicht so gut, aber es wurde kolportiert, dass eine Bewertung um die sieben Milliarden drin sein könnte, also so viel wie man für die ganzen Konzernen bezahlt hat anfangs. Also einerseits StepStone ist sehr werteilig in diesem Firmenkonglomerat. Das nächstwertvollste Asset ist wahrscheinlich die Aviv Group, das ist eine Immobilienanzeigengruppe, zu der das wertvollste Asset wahrscheinlich Celoje und, ich glaube, ImmoWeb heißt es gehört, und dann die Deutsche ImmoNet, Yad Stein, in Israel eine Classifies-Plattform und irgendwas noch, was ich gerade vergessen habe. Das sind die beiden werthaltlichsten Classifies-Assets und die gehen jetzt eben mehrheitlich an KKA. Und dafür verzichten die auf ihren Anteil am Publishing-Business. Und dadurch kann jetzt eben Matthias Stöpfner und Friede Springer ihre Visionen weiterverfolgen, wahrscheinlich ein noch größeres Media-Outlet zu bauen. Man ist ja über einen großen Teich gegangen, hat politico gekauft, hat Business Insider gekauft, hat Morning Brew gekauft. Und die Ambition scheint zu sein, ein noch größeres Medienimperium und noch mächtigeres Medienimperium zu bauen. Das ist ja auch insofern wichtig, dass... Also, ich würde vermuten, würdest du jetzt die Classifieds Assets abspalten, dann wäre das Reich des CEOs ja auf einmal relativ klein. Nämlich, dann hättest du wieder Weltbildgruppe und ein paar kleinere kommerzielle Assets.

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