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#381 deutscher Wirtschaftsstandort & sinkender Wohlstand? | Spotify Leak | Start-Up Pleiten | Personenmarke | Mynaric artwork

#381 deutscher Wirtschaftsstandort & sinkender Wohlstand? | Spotify Leak | Start-Up Pleiten | Personenmarke | Mynaric

Doppelgänger

August 20, 2024

Geleakted Dokumente zeigen, dass Spotify ein größeres Stück vom Video-Werbe-Kuchen möchte. Was ist der sicherste Weg zu einer guten Rente in Deutschland und warum ist das für die Volkswirtschaft ein Problem.

Speakers Philipp Glöckler, Philipp Klöckner

TopicsMarketingBusinessEntrepreneurship

Philipp Glöckler (0:00)

Willkommen zum Doppelgänger Tech Talk Podcast Folge 381 am 21 August 2024 Ich bin Philipp Klackner und telefoniere zweimal die Woche mit Philipp Klackner. Heute haben wir eine schöne große Folge, ein paar Slides. Es geht eine höhere Frage über Personenmarken, gescheiterte Startups, Flugtaxis, Earningszahlen, AI und irgendeine Aktie hat sich heute halbiert und jemand hat im Discord laut geschrien. Das kommt alles später, aber vorher ein kleines Follow-Up aus der letzten Folge. Heute vielleicht in besserer Audioqualität noch, hat er nichts gesagt. Hast du noch irgendwelche Follow-Ups, irgendwelche Learnings, wie man ein Gewinner-Mindset bekommt?

Philipp Klöckner (0:48)

Die Discord-Community hat gesagt, die Audioqualität war gar nicht so schlimm.

Philipp Glöckler (0:51)

Ja, Jan aus dem Off hat es gerettet. Das, was ich gehört habe, war auf jeden Fall schlimm.

Philipp Klöckner (0:56)

In der Endproduktion oder zwischendurch?

Philipp Glöckler (0:58)

Zwischendurch.

Philipp Klöckner (0:59)

Ach so. Na gut. Du hast ja auch das ganz andere Mikrofon gehört. Ja. Dass du nicht gut gehört hast, ist ja logisch. Du hast ja das Laptop-Mikro gehört.

Philipp Glöckler (1:09)

Und hast du nochmal nachgehört?

Philipp Klöckner (1:11)

Nee, du?

Philipp Glöckler (1:12)

Ja, also Jan hat es sehr gut gemacht.

Philipp Klöckner (1:15)

Woher willst du das denn wissen? Du kennst doch die Originalaufnahme gar nicht.

Philipp Glöckler (1:18)

Ja, also ich glaube, dass Jan es sehr gut gemacht hat, weil das, was du da reingesprochen hast und vor allem hört man ja den Übergang. Also die größte Challenge an der ganzen Sache neben falsches Mikro, falscher Raum, war ja, dass man mich auch hört auf deine Aufnahme.

Philipp Klöckner (1:34)

Stimmt, ja. Und das, was Jan mit mir Arbeit hatte, das glaube ich schon. Das will ich auch gar nicht in Frage stellen.

Philipp Glöckler (1:40)

Heute machen wir es ganz einfach. Heute 30 Minuten und guter Input.

Philipp Klöckner (1:45)

Ja, Sommerloch-Folge eigentlich, oder? Wir kommen, wir versuchen mal vor, um 6 fertig zu sein. Es ist 7.15 Uhr. Was war die erste Frage? Ach so, Gewinner-Mindset.

Philipp Glöckler (1:54)

Hast du deine Gewinnerhosen an?

Philipp Klöckner (1:56)

Ich habe kurze Gewinnerhosen an, weil es sehr warm ist in Berlin. Ja, ich überlege gerade, ob noch etwas dazu gekommen ist. Also ich glaube schon weiterhin, dass wir als Volk in Anführungsstrichen so ein bisschen zu satt sind und dass gute Zeiten produzieren, wie sagt man, gute Zeiten produzieren schwache Leute oder so. Also das ist alles nicht so schwarz-weiß, aber ich glaube, tendenziell stimmt das schon so. Und ich glaube, dass die letzten Jahre eigentlich ganz gut waren für sozusagen das Aggregat deutsche Bevölkerung, natürlich nicht für jeden Einzelnen oder jeder Einzelne, aber insgesamt schon. Ich glaube, es wird auf jeden Fall problematisch, dass wir... Also dann glaube ich, was ist in Deutschland der sicherste Weg, sozusagen deinen Lebensabend, deine Altersvorsorge zu sichern, würdest du sagen?

Philipp Glöckler (2:39)

Beim süddeutschen Autokonzern zu arbeiten. Das war es auf jeden Fall vor zehn Jahren. Und wenn ich meine Bekannten jetzt so mit denen spreche, die international Leute suchen, die sagen halt, Deutschland ist einfach zu teuer, gute Leute anzustellen, weil die Automobilkonzerne die Gelder so nach oben geschraubt haben.

Philipp Klöckner (2:59)

Ja, das ist aus deiner biografischen Sicht eine logische Erklärung. Ich glaube, da ist auch viel richtig. Also ich würde definitiv die Kritik haben, dass so ein, ich würde zwei Sachen sagen. Also Deutschland ist zwei Sachen. Es ist keine soziale Marktwirtschaft mehr, sondern es ist A eine Verbrennerwirtschaft und B eine Verstaatlichte oder Staatswirtschaft, wenn du so möchtest. Fangen wir mit der Verbrennerwirtschaft an. Natürlich ist unsere Industrie viel zu sehr darauf auf die Automobilindustrie ausgelegt. Die politischen Scheinungen werden also schon immer historisch sehr stark danach ausgelegt, glaube ich. Ich würde sagen, wir besetzen regelmäßig den Verkehrsminister mit dem denkbar dümmsten CSU-Politiker, den man finden kann, um sicherzustellen, dass keine vernünftigen Verkehrskonzepte oder langfristigen Investitionsprojekte unternommen werden, außer Autobahnausbau. Der Einfluss auf die Politik durch die Verwebung von Politik und Automobilwirtschaft und der Einfluss ist, glaube ich, so stark wie in keinem anderen Land. Das steuert Politik einfach sehr stark. Und ich glaube, wir haben so ein bisschen nicht das persymphizierte, das verstaatlichte Innovators-Dilemma eigentlich. Also das, was für jeden einzelnen Konzern oder jedes Unternehmen stimmt, stimmt für eigentlich ganz Deutschland, dass die Kosten eines Umstiegs oder einer Umstellung uns so groß erscheinen, dass wir lieber sozusagen noch die letzten Äpfel vom Verbrennungsmotor pflücken zu irgendwie mit immer schlechter werdenden Margen und immer niedrigeren Absatzzahlen. Statt irgendwann zu überlegen, wie kann man eigentlich unsere Industrie so reformieren und überlegen, wie wir sie wieder auf breitere Füße stellen können. Weil das Auto, das Verbrennungsmotor und unsere Autoindustrie ein Konzept der Vergangenheit, ein Auslaufmodell, ist, glaube ich, relativ klar.

Also die Zukunft gehört in Elektroautos. Die kann man in China jetzt schon besser und günstiger bauen als in Deutschland. Autos wird immer weniger Menschen geben in Zukunft. Das heißt, es werden weniger Autos verkauft. Wahrscheinlich wird man versuchen, den alten Menschen so lange wie möglich Autos zu erlauben und zu verkaufen, damit das überhaupt noch funktioniert. Aber junge Menschen machen zunehmend gar keinen Führerschein. Die, die es machen, leben meistens auf dem Land. Die, die auf dem Land leben, wollen eigentlich in der Stadt leben und leben zunehmend in der Stadt. Alles das spielt eigentlich gegen das Auto.

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