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#373 Varta Krise | Foundation Models: Race to the bottom? | Cohere Bewertung | Earnings: Tesla, Spotify, SAP, Alphabet artwork

#373 Varta Krise | Foundation Models: Race to the bottom? | Cohere Bewertung | Earnings: Tesla, Spotify, SAP, Alphabet

Doppelgänger

July 23, 2024

Was ist eigentlich StaRUG und warum gehen Varta Aktionäre jetzt leer aus? In AI Foundation Models zu investieren, ist eventuell kein schlaues Investment. Diese Woche gibt es große Tech Earnings mit gemischten Reaktionen.

Speakers Philipp Klöckner, Philipp Glöckler

TopicsMarketingBusinessEntrepreneurship

Philipp Klöckner (0:00)

Willkommen zum Doppelgänger Tech Talk Podcast, Folge 373 am 24 Juli 2024 Ich bin Philipp Klöckler und telefoniere zweimal die Woche mit Philipp Klöckler und mich interessiert nur eins. Hast du weiter nachgekauft?

Philipp Glöckler (0:16)

Ich hab nicht weiter nachgekauft, nee.

Philipp Klöckner (0:18)

Und hast du am Wochenende ein bisschen Amerika verfolgt?

Philipp Glöckler (0:25)

Ja, ich hab mitbekommen, dass Biden endlich zurückgetreten ist. Bisschen spät, aber mal sehen, ob es zu spät war.

Philipp Klöckner (0:34)

Ich wollte in der letzten Folge es noch predigten, aber dann hab ich meine Schnauze gehalten.

Philipp Glöckler (0:40)

Ich glaub, es war freitags schon so halbbekannt. Ich glaub, Freitag hatte es Exios oder so schon so als Group-Verdacht gehabt, glaub ich.

Philipp Klöckner (0:48)

Das hab ich nicht mitbekommen. Aber ja, ich finde, es macht das alles wieder ein bisschen spannender. Und wahrscheinlich wird es das große VP-Rennen jetzt werden, oder? Wer wird VP und wie können die sich nicht aufstellen?

Philipp Glöckler (0:59)

Also, das kannst du ja noch tippen, wer VP wird.

Philipp Klöckner (1:02)

Ja, da kenn ich mich nicht aus. Also, das müssen die Amerikaner selbst machen. Es wird jetzt wahrscheinlich im August ein bisschen ruhiger und dann haben wir schön viel Content. Es gibt auf jeden Fall mehr Wahl-Content. Anderes Content-Piece, Montagabend hab ich dieses Internet mal kurz wieder aufgemacht und sehe bei uns im Discord auf einmal so ein Meme-Channel.

So ein Bild, also ein Link auf ein Tweet. Und da hat jemand geschrieben, er hätte das jetzt mal gefixt. Und zwar ist das ein Screenshot von der Varta-Webseite. Allerdings der Text ein bisschen umgeändert mit Varta AG. Da steht normalerweise so was wie steht für die Zukunft der Energie.

Stand da via f.in, gerne Aktionäre. Dann habe ich einmal kurz geschaut, Tagesschau schreibt direkt, Aktionäre droht der Totalverlust. Was ist da denn passiert mit der grünen Batterie-Aktie Deutschlands?

Philipp Glöckler (2:12)

Ja, Varta ist ein, ich glaube man kann sagen gehypter, oder war ein gehypter deutscher Batteriehersteller. Das kann man vielleicht aus dem Batterie-Regal. Sie haben auch eine Consumerspart, die so Haushaltsbatterien herstellt. Das Hauptgeschäft sind, glaube ich, so wiederaufladbare Knopfzellen. Die baut man zum Beispiel in kabellose Kopfhörer ein, so damit du irgendwie kleine Kopfhörer gut rumtragen kannst und dich aufladen. Unter anderem, da könnte Varta-Technik drinstecken. Das war, glaube ich, der größte Teil. Dann wurden sie immer gehandelt als Wallbox-Experten oder evtl. Autobatterie-Experten. Dass das noch große Geschäftsbereiche sein könnten, die noch mal irgendwann durchstarten. Tatsächlich hat sich aber wenig davon materialisiert. Das mit den verbauten OEM-Batterien, das Geschäft ist ein bisschen zurückgegangen nach Corona. Als sich einfach alle Leute damit eingedeckt haben, war wahrscheinlich plus, kommen vielleicht nachher noch mal drauf. Aber es würde einen ja auch nicht überraschen, dass jetzt Batterietechnologie, dass das jetzt unbedingt in Deutschland hergestellt oder von einer deutschen Firma hergestellt werden würde. Also man kann sagen, Batterien sind so indifferenziert, dass am Ende macht die deutsche Fahne, die Varta darauf klebt, auf ihre Batterien vielleicht auch einen Unterschied. Aber man würde ja vermuten, dass das schon eher in Niedriglohnländern am Ende oder hochautomatisierten Ländern produziert wird alles.

Na ja, auf jeden Fall, die Aktie war teilweise ein bisschen das Baby von die Börsenjournaille, die hat sich auch beim Aufstieg der Aktie dran abgearbeitet. Es gab einen bekannten Börsenexperten, Maydorn, wie heißt der mit Vornamen?

Alfred Maydorn, genau. Der so einen Schundbrief rausgibt. Von dem gibt es viele Videos über Aktionärs.TV, wie er jeden Rückgang der Aktie immer wieder rechtfertigt und sagt, dass das jetzt eine Nachkaufsgelegenheit wäre. Das ist ein Boulevard, der ist zusammengefasst.

Ja, schien jetzt dann doch nicht so groß sein. Ich glaube, war am Höhepunkt mal bei 200 Und dann ist sie auf 4 Muss mal gucken, was heißt das eigentlich in Market Cap? Sekunde, ich komme mal kurz. Also sie sind jetzt noch 140 Millionen wert. Und sie waren mal das 80-fache Wert. Jetzt muss man 80 mal 140 rechnen können. Das sind natürlich 8 Milliarden plus 3,2, oder? Also mal 11 Milliarden wert. Jetzt sind sie noch 139 Millionen wert. Beziehungsweise bald höchstwahrscheinlich null. Ja, vom Höhepunkt mehr als, ja oder, um fast 99 Prozent verloren. Warum jetzt A***** funktionieren, oder Schöngen, Pupippen wir vielleicht. Und zwar streben die ein Verfahren nach dem Restrukturierungsgesetz. Wie heißt das? Sturak?

Philipp Klöckner (5:03)

StaRUG.

Philipp Glöckler (5:05)

StaRUG, so. Das ist, man könnte sagen, so ein bisschen freiwillige Insolvenz in, also freiwillig passiert das ja in der Regel nicht, aber so ein bisschen Insolvenz in Selbstverwaltung. Also das, wenn es beginnt schlechter, um in der Firma zu stehen und eine Zahlungsunfähigkeit droht, dann ist das Management so angehalten, den Zustand zu beobachten und sozusagen eine Awareness dafür zu schaffen. Und was man dann machen kann, ist so ein Restrukturierungsplan aufsetzen. Wenn man das gemäß dieses StaRUG, also dem Unternehmensstabilisierungs- und Restrukturierungsgesetz macht, dann kann man das mit der Zustimmung von 75 Prozent der Gläubiger machen. Und dann ist das sozusagen rechtsverbindlich. Das heißt, wenn ich 75 Prozent meiner Gläubiger dazu bekommen, und zwar aller Klassen, also man sagt dann vielleicht je nach Rang der Darlehen, also wer zuerst kommt und so, werden die so ein bisschen gruppiert und dann muss in jeder Gruppe 75 Prozent zustimmen. Aber wenn einzelne Gruppen nicht zustimmen, aber alle anderen uns ein übergeordneteses Interesse gibt, kann die sogar trotzdem überstimmt werden. Was da unter anderem vereinbart werden kann, ist, dass die Gläubiger irgendwie alle einen Schuldenschnitt machen, also nur noch 20 Prozent, also ihre Schulden abschreiben auf irgendwie 20 Prozent. Aber auch, dass sie mit dem verbleibenden, also dass sie die verbleibende Schuld von einem Schuldrechtsverhältnis in ein Anteilsverhältnis umwandeln können, also sie können ihre Schuld in Anteile einer Firma umwandeln. Und so kann es dann eben sein, dass die Aktionäre da komplett entweder rausverwässert oder rausgedrängt werden. Und das ist, also es gab da schon Fälle bei der Leonia G und Spark Networks, wo die Aktionäre sehr leer ausgegangen sind. Und jetzt scheint, ich glaube es gibt zwei Vorschläge und beide beinhalten eigentlich, dass die Aktionäre leer ausgehen in diesem Fall. Wie ist Varta dann in die Lage gekommen? Wie gesagt, das Geschäft lief nicht besonders gut. Gleichzeitig haben sie aber offenbar stark investiert, sodass die Schulden, es gibt gerade keinen Jahresbericht noch, weil auch ganz komisch, wegen einem Cybersecurity Incident konnten sie angeblich noch keinen Jahresbericht rausgeben. Das sollte, also das hätte einem auch schon Sorgen machen sollen vielleicht. Aber für die letzten neun, für die ersten neun Monate letzten Jahres kann man sagen, dass sie ungefähr 550 Millionen Umsatz gemacht hat in drei Quartalen, also nicht ganz abgeschlossen ins Jahr. Und dabei zwar ein EBITDA von plus 3,3 Millionen erreicht haben, aber dann kommen noch Abschreibungen wert von fast 90 Millionen dazu. Und vor allen Dingen Zinsausgaben von 24 Millionen in, was habe ich gesagt, in drei Quartalen. Das heißt, es werden höchstwahrscheinlich 32 Millionen aufs Gesamtjahr gerechnet. Und dafür ist die Firma eigentlich nicht profitabel genug, um diese 32 Millionen allein Zinsaufwendung zu tragen. Und dann kann man eben sagen, damit die Firma wieder irgendwie gangbar wird oder wieder das sogenanntes growing concern möglich ist, der Fortbestand der Firma gesichert werden kann und da vor allen Dingen auch die Arbeitsplätze, kann man dann sagen, wir machen einen Schuldenschnitt, wir einigen uns mit allen Gläubigern. Die wären dann zum Beispiel Anteilseigner der neuen Firma. Das ist so ein bisschen, wenn ich mich nicht irre, wie das Chapter 11 in den USA. Also es gab so eine europäische Richtung, also wir haben das Sturak, StaRUG, vergesst du mal?

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