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Doppelgänger
June 7, 2024
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Speakers Philipp Glöckler, Philipp Klöckner
TopicsMarketingBusinessEntrepreneurship
Philipp Glöckler (0:00)
Willkommen zum Doppelgänger Tech Talk Podcast, Folge 360 am 8 Juni 2024 Ich bin Philipp Klöckner und telefoniere zweimal die Woche mit Philipp Klöckner und alles, was ich wissen möchte ist, was ist Neues auf deiner Fahrradtour passiert?
Philipp Klöckner (0:19)
Ich hab leider nicht so schöne Usability-Geschichten zu bieten. Das Wetter ist besser geworden. Ich bin jetzt inzwischen in den Neckar runter nach Heilbronn.
Und hier ist das Wetter schön, viel Sonne. Ansonsten einigermaßen ereignislos. Kann mich nicht beklagen, aber wie es so ist, wenn es am schönsten ist, soll man aufhören. Deswegen geht es heute Abend zurück nach Hause.
Philipp Glöckler (0:42)
Ich sehe richtig, die Sonne scheint dir richtig ins Gesicht, am frühen Morgen schon. Und die Klamotten scheinen trocken zu sein. Also alles bestens.
Philipp Klöckner (0:50)
So weit ich welche an hab, ja.
Philipp Glöckler (0:54)
Sag mal, glaubst du an Segmentierung im Marketing?
Philipp Klöckner (0:59)
Woher kommt denn diese Frage jetzt?
Philipp Glöckler (1:01)
Ich hab wieder Vorlesungen. Ich hatte gestern elf Stunden Marketing, Planning und Execution und merke dabei, dass ich so Kundensegmentierung nie wirklich beachtet habe.
Philipp Klöckner (1:14)
Also so allgemein, wie das formuliert ist, würde ich sagen prinzipiell ja, dass ich daran glaube. Also gerade bei Performance-Marketing segmentierst du ja Kunden sehr stark.
Philipp Glöckler (1:27)
Ja, an dem Level schon, aber so diese, also alle Start-ups oder so, am Anfang geht es auch hauptsächlich so viel wie möglich Kunden zu bekommen. Oder so die ganze Rocket-Internet-Zeit, die war doch wenig.
Das ist irgendwie unser Kundennummer eins, den wir adressieren, sondern zwar mehr harte Execution sofort und dann Kundensegmentierung eher im Online-Marketing, wie du da Zwillinge oder so generieren kannst.
Philipp Klöckner (1:54)
Also ich glaube, das ist beim Startup wirklich besonders. Und es kommt natürlich darauf an, ob du ein B2B oder B2C Startup bist. Ich würde sagen, beim B2B Startup hast du, wenn du es richtig machst, eine ultraharte Segmentierung. Das heißt, du hast das sogenannte ideal Customer Profile, ICP, oder Client Profile. Und das heißt halt zum Beispiel Logistik-Unternehmen in der Größe von 50 bis 200 Millionen mit mindestens 1000 Angestellten.
So, das ist vielleicht der Sweet Spot und nur an die kannst du, also du glaubst, dass das die besten Kunden sind, die den größten Payne haben oder die höchste Zahlungspreisste für dein Produkt. Und deswegen versuchst du eigentlich die ersten 10, 20 Verträge nur daran zu verkaufen, wenn du das schon rausgefunden hast. Faireweise muss man manchmal erst mal ein paar Industrien so penetrieren und zu schauen, wo ist denn eigentlich der Widerstand am kleinsten. Und dann, daraus entwickelt sich sozusagen Product Market Fit in einem Untersegment und damit das Ideal Client Profile.
Und das ist eigentlich eine sehr, sehr starke Form von Segmentierung, würde ich sagen. Nämlich, dass man den gesamten Restmarkt in der Regel dann außer Acht lässt, sehr stark. Und bei B2C, also wenn man sich an Konsumenten richtet.
Ja, da gibt es, ich glaube, so einem Hypergrowth gibt es manchmal so Wachsungen um jeden Preis, dass man auch sehr undiskriminiert wächst und tatsächlich Kunden, also vielleicht sind die Grocery Apps ein gutes Beispiel dafür, dass man gar nicht genau schaut. Aber ich würde sagen, auch mit fortschreitendem Unternehmensalter hat man bestimmt da auch gemerkt, dass gewisse Haushaltsprofile oder Kundensegmente, dass da besser funktioniert. Oder HelloFresh ist wahrscheinlich auch ein gutes Beispiel, die einerseits eine sehr breite potenzielle Kundschaft haben und trotzdem gibt es natürlich Kundenprofile, die deutlich besser funktionieren und immer dann ist eigentlich Segmentierung angebracht, würde ich sagen.
Philipp Glöckler (3:39)
Ja, wir haben gestern so ein Case gehabt von einer Bank, also ein Telekommunikationsunternehmen, das eine mobile Bank gebaut hat in Serbien, früher als N26 und vor Apple Pay. So, das war recht interessant. Heute geht es um D2C-Unternehmen, die mal kurze Zeit wohl die alten Brands herausfordern konnten und dann entweder gekauft worden sind oder zu Omnichannel Brands wurden. In dem Hinsicht habe ich mal kurz geguckt, was Allbirds noch wert ist. Als sie IPO gemacht haben, die waren zum Primetime, sind sie für 4 Milliarden irgendwie im November 2021 in die Börse gegangen. Was denkst du, was die guten Freunde, die die Schuhe, die Nike und so ein bisschen herausfordern wollten, mittlerweile noch wert sind?
Ja, noch weniger. 84 Millionen.
Also es ist schon krass zu sehen, wie diese D2C, was das für ein Hype war und wie viel, also einige werden da raus wahrscheinlich wieder rauskommen oder so, aber ja, schon krass, wie ein Riesenmarkt oder die Internet-Szene da so hart dran geglaubt hat und wie schnell das wieder verpufft ist.
Philipp Klöckner (4:58)
Ja, aber bei anderen hat es ja funktioniert, also ON hat im weitesten Sinne vergleichbar, auch Hälfte D2C, also es ist nicht so D2C wie Allbirds, aber die Hälfte D2C, und konnte ja die Bewertung einigermaßen gut halten, von daher entweder auch ein anderes Produkt, schlechtes Produkt einfach oder schlechterer Execution, aber klar, und das Makroklima hat sich natürlich auch gedreht, aber das betrifft ja prinzipiell beide.
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