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#335 Digital Markets Act | Wo sind wir im AI Hype Cycle | Royal Photoshop | TikTok & Temu | Earnings: Asana, Oracle, On Running

Doppelgänger

March 12, 2024

Wo sind wir im AI Hype Cycle, wie genau setzt sich die scheinbare Übertreibung in der Nvidia Bewertung zusammen? Das Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) kürzt Subventionen für Business Angel. Elon Stiftungen stehen in der Kritik. Der Digital Markets Act zeigt erste Auswirkungen.

Speakers Philipp Glöckler, Philipp Klöckner

TopicsMarketingBusinessEntrepreneurship

Philipp Glöckler (0:00)

Willkommen zum Doppelgänger Tech Talk Podcast Folge 335 am 13 März 2024 Ich bin Philipp Glöckner und telefoniere zweimal die Woche mit Philipp Glöckner. Und wir steigen gleich ganz tief in Marketing ein. Was beinhaltet der seit Donnerstag, dem 7 März 2024 laufende Digital Market Act?

Philipp Klöckner (0:28)

Mit Marketing hat das ja indirekt auch was mit Marketing zu tun. Also einfach gesagt, der sogenannte DMA, also es ist Teil sozusagen von der EU-Gesetzgebung, DMA und DSA, Digital Market Act, Digital Services Act. Und der größere Hintergrund ist, glaube ich, dass man quasi ex ante große Plattformen regulieren wollte. Also was sich ja herausgestellt hat, ist, dass diese Shopping-Verfahren zum Beispiel oder auch andere Cartel-Verfahren einfach so lange dauern, dass in der Zwischenzeit ganz neue Realitäten geschaffen werden. Das heißt, bis so ein Verfahren durch, und ich meine, die gehen ja oft positiv aus, dass immer wieder gefunden wird, ja, die großen Plattformen missbrauchen ihre Marktmacht, dann kriegen sie eine Strafe, die viel zu klein ist. Und jeder, der theoretisch noch von Schadensatzzahlungen oder den Strafen kriegt er die EU, die Schadensatzzahlungen vermeintlich dann oder eventuell die Geschädigten, aber die existieren teilweise zu der Zeit gar nicht mehr. Und der DMA und DSA sollen so ein bisschen vorab eigentlich Regeln klären, sodass es gar nicht erst dazu kommt, zu diesem Verhalten. So kann man sich das vorstellen. Und der DMA, also Digital Markets Act, kümmert sich speziell um das Thema sogenannte Gatekeeper. Das ist formuliert als, ich glaube, große Plattformen, also relativ schwammig große Plattformen mit einer starken ökonomischen Position, also signifizierter Impen, großem Einfluss auf den internen Markt, also ihre eigene Plattform und die in mehreren EU-Ländern aktiv sind, die in einer starken Intermediationsposition sitzen, dass sie eine große Anzahl von Nutzern mit einer großen Anzahl von Businesses, also eigentlich umschreibt ist alles nur Plattform, gewisse Größe, und gemeint sind natürlich überwiegend die großen Tech-Konzerne, aber ich glaube, ein booking.com ist auch mit reingerutscht. Genau, das sind die Betroffenen. Und dann gibt es so, was verhindert wird, ist, dass die sich selber bevorzugen, zum Beispiel, dass sie werden verpflichtet, Interoperabilität herzustellen, also dass sie müssen APIs zur Verfügung stellen, sodass sich gewisse Services extern ansteuern können. Sie dürfen es jetzt zum Beispiel ganz konkret hin, dass sie Businesses auf der Plattform oder Unternehmen auf der Plattform nicht daran hindern dürfen, diese Plattformen zu umgeben, um zum Beispiel ihren Nutzern günstigere Produkte zu verkaufen. Also das Spotify-Thema ist da mit drin, dass es muss gewährleistet werden, dass ich von meinem Android-Device oder auch Apple zum Beispiel die Maps-Applikationen löschen kann und stattdessen andere Open Maps nutzen kann oder welche ich auch immer möchte. All das wird geregelt. Man könnte sagen, von vornherein wird versucht, ein Level-Playing-Field, ein faires Spielfeld für alle Akteure zu schaffen und vor allen Dingen zu unterbinden, dass man seine eigene, also man hat eine darüber legende Plattform geschaffen und drückt dann seine eigenen Produkte durch. Und ein Grund, was jetzt dem Standardnutzer am ehesten auffällt, ist zum Beispiel, dass man Google Maps nicht mehr direkt aus Google ansteuern kann, weil das eben so ein vermeintliches Problem wäre, dass sie ihre eigenen Local Plattformen, also Google Maps könnte man sagen, ist eine lokale Plattform und die bevorzugen sie dadurch, dass, also Google bevorzugt die vermeintlich dadurch, dass sie in der horizontalen Suche einen Monopol haben oder ein Gatekeeper sind nach dieser Definition. Und deswegen sollten sie eben nicht einfach jedes eigene Produkt damit konnektieren dürfen, wie das soll. Das kann für Konsumenten jetzt natürlich teilweise nervig sein einfach. Das ist schon so, verstehe ich auch. Aber langfristig ist es für ein innovatives Ökosystem wahrscheinlich besser so. Weil Fakt ist, es hat ja in den letzten 20 Jahren niemand eine Maps-Applikation gebaut. Und das liegt weniger daran, dass keiner eine bessere Idee hatte, sondern dass man genau weiß, dass es unheimlich schwer ist, die Nutzer darauf zu bekommen, wenn in jedem Handy die Maps-Applikation vorinstalliert ist letztlich und tief verankert und in der Suche auch schon. Wie gesagt, die Verknüpfung kann durchaus gemütlich, convenient für die Nutzer sein. Aber sie unterbindet letztlich auch viel Competition. Das versucht man zu verhindern. So würde ich das in meinen eigenen Worten erklären.

Und es hat jetzt auch dazu geführt, dass Apple zum Beispiel diese anderen App-Marktplätze zum Beispiel genehmigen muss oder zulassen muss, oder dass man eben dann doch die Nutzer auch hinweisen darf auf ein anderes Angebot.

Philipp Glöckler (5:12)

Und ist das jetzt eine richtige Opportunity für kleinere Player?

Philipp Klöckner (5:17)

Wenn sich das so hält und also es gibt viel Kritik daran, so die Verbraucherverbände und so beschweren sich, dass es alles noch nicht weit genug geht bzw. dass einfach das, was vereinbart ist, nicht eingehalten wird, dass zum Beispiel die Apps-Applikationen, die Maps-Applikationen teilweise noch nicht zu löschen gehen, dass Google die Suche noch zu fest verknüpft ist und so weiter. Man darf jetzt die Suche auch wählen einmal oder nicht einmal, sondern die Default-Suche wird mir jetzt noch mal gefragt, ob man die ändern will, was übrigens ganz spannend ist. Weil Google wird ja jetzt wahrscheinlich rausfinden, dass 98% der Nutzer oder 95% der Nutzer trotzdem die Google-Suche statt irgendwie DuckDuckGo oder Icosia wählen. Und dann musst du ja irgendwann mal deinen 20 Milliarden-Check dahinterfragen, den du an Apple schickst, wenn du checkst, dass die allermeisten Nutzer das vielleicht freiwillig sowieso noch wählen. Aber ob das den gewünschten Effekt hat, lässt sich immer schwer sagen. Aber also richtig ist, glaube ich, dass ohne das hätte es in gewissen Bereichen nie wieder Innovationen gegeben, glaube ich. Das ist deutlich unwahrscheinlicher gewesen, dass Innovationen passiert oder sie gefundet wird von Verwaltungskapitalfinanzierern. So gibt es zumindest die Chance. Ob das jetzt deswegen passiert, muss man schauen.

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