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#331 Enpal & 1Komma5 US-Vorbild Sunrun | Funktion & Entstehung von Private Equity | SaaS Margen | Hims & Zoom Earnings | Trymacs und Influencer investieren in Fußball

Doppelgänger

February 27, 2024

Wie sind die Zahlen von Sunrun, der Inspiration für Enpal und 1Komma5? Wieso ist in den 80er-Jahren Private Equity entstanden und wie arbeitet PE heute? Warum investieren Influencer in Fußballvereine? Wie waren die Zahlen von Zoom und Hims & Hers. Was ist Goodwill?

Speakers Philipp Glöckler, Philipp Klöckner

TopicsMarketingBusinessEntrepreneurship

Philipp Glöckler (0:00)

Willkommen zum Doppelgänger Tech Talk Podcast Folge 331 am 28 Februar 2024 Ich bin Philipp Klöckler und telefoniere zweimal die Woche mit Philipp Klöckner und heute fangen wir an mit einer leichten, unvorbereiteten Frage. Erklär mir doch bitte nochmal ganz einfach, was Asset-Backed Securities sind.

Philipp Klöckner (0:25)

Asset-Backed Securities sind verbriefte Besitzstände Assets, die in dem Fall einen Cash-Rick Rückflow, also die einen Zahlungsstrom beinhalten. Zum Beispiel, dir gehört ein Teil an einem gewissen Infrastrukturprojekt oder so könnte man sagen. Oder du spielst wahrscheinlich auf den Solarsektor an.

Also Autoflotte könnte man zum Beispiel auch verbriefen per Asset-Backed Securities oder eben ein Windrad oder ein paar Solaranlagen und so weiter.

Philipp Glöckler (0:56)

Also der Kunde kauft oder liest ein Produkt, liest oder nimmt ein Kredit auf. Dann gibt es eine Firma, die hat irgendwie das an Millionen von Kunden verkauft.

Und die kann diese ganzen Kunden-Forderungen dann wieder zusammenpacken und das jemand anderen veräußern.

Philipp Klöckner (1:15)

Genau, hast du wahrscheinlich besser erklärt als ich. Also es wird paketiert, also es ist besonders, es wird verbrieft und paketiert in der Regel. Und die Nachfrage kommt zum Beispiel von Versicherungskonzernen oder Investoren, die sehr berechenbare Renditen haben wollen. Das heißt, sie sagen, wir geben dir eine Milliarde, wenn wir dafür einen Cash-Low von 80 Millionen im Jahr bekommen. Also wenn du uns irgendein Geschäft gibst, was uns 80 Millionen im Jahr zurückgeht, dann sag ich, ja, wir bräuchten eine Milliarde und wir haben Kundenportfolio, die uns alle 80 Millionen Euro zusammen im Jahr schulden an Zinszahlungen.

Und dann sag ich, okay, dann gebe ich die Milliarde und dafür nehme ich den Zahlungsstrom. Und dazu verbrieft man eigentlich die Kredite quasi oder die Forderungen an die Leute.

Philipp Glöckler (2:03)

Und würde man das auch machen, wenn man das Gefühl hat, dass alle Kunden zahlen können? Also es fühlt sich so ein bisschen an, wie dass man halt irgendwas verkauft, dass man nicht mehr so ganz glaubt und lieber das Geld ab Front nimmt.

Philipp Klöckner (2:20)

Ja, es kann natürlich sein, dass wenn die Kunden, wenn Bunität eine Rolle spielt, trägt der Käufer natürlich auch ein Risiko. Prinzipiell geht man davon aus, dass durch die Paketierung, also dass ich 10 Kontrakte in ein Paket mache, die eigentlich das Risiko sehr berechenbar ist. Aber man hat ja gesehen, dass es bei den Häuserkäufen zum Beispiel nicht so gut funktioniert. Von daher kannst du immer unterstellen natürlich, dass der, der das verkauft, vielleicht die Bunität noch besser kennt. Aber das wird ja von Banken gemakelt in der Regel dazwischen.

Und es ist ja ein Markt und derjenige, der das kauft, der wird so eine Art Delegation machen und sich ein paar Kunden angucken und schauen, ob die das überhaupt zurückzahlen können.

Philipp Glöckler (3:05)

Und für die Firma, die es macht, ist es halt super, um Geld zu bekommen. Man könnte ja eine Ente-Runde oder eine VC-Runde oder PI-Runde oder was auch immer.

Philipp Klöckner (3:16)

Aber dann wirst du ja verwässert, das wirst du eventuell nicht, aber es ist eine gute Möglichkeit, zukünftige Zahlungsströme in eine Einmalzahlung im Jetzt umzuwandeln. Also ich bau Schuldverhältnisse auf, wo ich der Gläubiger bin. Das heißt, ich kriege jedes Jahr Geld von irgendeinem Kunden oder aus irgendeiner Investition zurück und statt eben die ganzen Zahlungen der Zukunft zu nehmen, sage ich, möchte es lieber als Einmal-Summe jetzt sofort haben. Und dann gibt es eben auf der anderen Seite Finanzinvestoren, zum Beispiel Versicherungen, die sagen, wir wollen das. Wir können dir einmal Geld geben und für uns ist es wichtiger, dass wir dir das Geld zurückbekommen. Pensionsfunks können das vielleicht auch machen. Ja, jemand, der ein bisschen diversifiziert sein möchte und ein relativ berechenbares Anbesten haben möchte.

Ich ahne schon, mit welchem Thema das zusammenhängt heute.

Philipp Glöckler (4:10)

Genau, wir tauchen ein bisschen ab in die Solarwelt. Aber das machen wir ein bisschen später.

Philipp Klöckner (4:15)

Dann müssen wir alles gleich normal erklären.

Philipp Glöckler (4:18)

Vorher gibt es noch eine PE-Frage. Und zwar hat uns ein Hörer oder eine Hörerin geschrieben. Die Frage ist aber so klar, dass wir sie sehr anonym stellen müssen. In kurz jemand arbeitet in einer Firma, eine Private Equity Firma hat diese Firma gekauft.

Und jetzt ist ein bisschen Sorge, was damit passiert. Die Frage dazu ist, ohne jetzt auf die Firma einzugehen, was machen PE-Firmen? Und vor allem, was denkst du, was ist der Einfluss auf die Wirtschaft durch ihr Tun?

Philipp Klöckner (4:53)

Also ich glaube, die Firma gehört schon seit vier Jahren zu einem namhaften Private Equity Unternehmen, wenn ich es richtig verstehe. Und es geht jetzt darum, was beim Verkaufsprozess passiert. Wenn wir einen Kaufinteressent, eine erste Frage ist, wie plant man, also wie plant der Private Equity Besitzer den Verkauf nach vier Jahren im Portfolio? Dann, wenn wir ein Kaufinteressent wären, wie würden wir uns das anschauen? Und dann sagen, Private Equity. Genau, also die Haltedauer beträgt in der Regel so zwischen drei und fünf Jahren. Also vier Jahre wäre so ein typischer Zeitpunkt, wo man das wieder verkauft. Das macht man, indem man sich einmal entscheidet, es gibt drei Wege, die mir spontan einfallen, gibt es noch mehr, also ein Weg ist, man verkauft an einen anderen Private Equity, es wird einfach weitergereicht. Oder man bringt es an die Börse per IPO. Man kann Firmen von der Börse nehmen, man kann sie zurück an die Börse bringen, man kann sie auch erstmals an die Börse bringen. Also IPO wäre eine Möglichkeit. Jetzt gerade ist das IPO halt nicht so attraktiv zum Beispiel. Das wäre ein Grund, das vielleicht eher an andere Firma zu verkaufen. Das wäre der dritte Weg. Das heißt, man sucht einen strategischen Käufer.

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