#329 White Collar AI Disruption (?) | OpenAI Websuche & was wird AI Interface der Zukunft | Mehr Glücksspiel als Sparplan | Softbank Chips
Doppelgänger
February 21, 2024
Softbank sammelt Geld für AI Chips Unternehmung. Geerbtes Geld auf einmal investieren oder stückeln? OpenAI baut eine Websuche und will Google an den Kragen. Wir diskutieren, wo der Endnutzer in Zukunft mit der AI intergarieren wird.
Speakers Philipp Glöckler, Philipp Klöckner
TopicsMarketingBusinessEntrepreneurship
Philipp Glöckler (0:00)
Willkommen zum Doppelgänger Tech Talk Podcast Folge 329 am 21 Februar 2024 Ich bin Philipp Klöckler und telefoniere zweimal die Woche mit Philipp Klöckner. Vor einem Jahr hat Microsoft verkündet, dass sie Google zum Tanzen bringt. Heute reden wir ein bisschen darüber, ob sie das tatsächlich schaffen oder vielleicht auch Oatmaye das macht. Vorher ein bisschen Hörerfragen und Klatsch und Tratsch, wie ihr es von uns gewöhnt seid. Also, Pip, magst du anfangen? Was haben unsere Hörer vor? Wie möchten sie sich gegen OpenAI oder gegen AI in der Zukunft rüsten?
Philipp Klöckner (0:43)
Ja, wir haben eine ganz spannende Hörerfrage bekommen von, dürfen wir sagen, ja, hier steht Mail von Max. Ich bin aktuell dabei, mich nach fünf Jahren als Berater, Projektmanager und Produktmanager neu zu orientieren und strebe eine Ausbildung als Zimmerer, eventuell auch Schreiner.
SPEAKER_3 (0:56)
Ist das nicht das Gleiche?
Philipp Klöckner (0:57)
Zimmermann und Schreiner. Ne, sind zwar verschiedene Sachen. Man hört vielleicht aus welchem Teil der Republik herkommt an den Berufsbezeichnungen. Als Zimmerer, eventuell auch Schreiner. Ich würde hierbei gerne meine Fähigkeiten, die ich mir über die Jahre angeeignet habe, bestmöglich mit dem Handwerk verbinden. In Klammern Projektmanagement, Service, Design, Marketing, Business Modeling, Arbeiten mit AI und so weiter. Und jetzt ist die Frage, welche Frage sollte man in den Betrieben stellen, wenn er da vorstellig wird? Und habt ihr Tipps, wie ich mich in einem gänzlich anderen Umfeld eventuell auch kleinen Betrieb positionieren könnte, um hier diesen Vorteil zu nutzen?
Philipp Glöckler (1:31)
Ich würde es natürlich machen, wie alles im Leben. Die Frage hat es reingeschafft, weil parallel oder ein paar Wochen später eine ähnliche Frage kam bei uns im Discord-Server. Da wollte jemand, der eigentlich als große Vision hatte, CFO zu werden, hat gefragt, ob er nicht lieber jetzt lieber umschulen soll, damit er in fünf bis zehn Jahren, wenn die ganzen kognitiven Jobs wegautomatisiert werden, dass er dann schon voll im handwerklichen Beruf ist. Und das mag man so denken, aber glaubst du wirklich, dass die so schnell alle wegrationalisiert werden, diese Jobs, und dass man nur noch Sachen bauen kann auf einmal?
Philipp Klöckner (2:15)
Also ich glaube, ganz viele werden einfach augmentiert werden. Das heißt, man wird effektiver oder kann mehr machen. Und das kann im Zweifel eben heißen, also nimmst du als Beispiel, Software schreiben wird einfacher. Du hast Microsoft Copilot oder andere Software. Google wurde gerade raus, ist gerade so ein bisschen geleakt, dass bei Google es ein Projekt Goose gibt, so wie der Wingman von Tom Cruise in Top Gun Goose, der auch so eine Art Copilot beim Coden, also beim Programmieren ist.
Das kannst du sagen, dann kannst du ja die Hälfte entwickeln. Also ich glaube, im Moment sind die Zahlen so 40 bis 55 Prozent Produktivitätssteigerung.
Kommt man vielleicht auch noch um 100, dann könnte man ja jeden zweiten Entwickler rausschmeißen ungefähr. Tatsächlich ist es ja so, dass wahrscheinlich viel mehr Software geschrieben wird. Wenn die Software einfacher wird, dann könnte man davon ausgehen, dass die Welt noch mehr digitalisiert wird, noch mehr Software geschrieben wird. Dann würdest du wahrscheinlich nicht einen Entwickler oder Entwicklerin weniger brauchen als vorher, ist mein Gefühl. Jetzt geht es hier um Projektmanager, Berater, Produktmanager. Produktmanager würde ich sagen, gilt fast das Gleiche wie bei Programmierern.
CFO oder sagen Finanzkarriere würde ich auch sagen, unwahrscheinlich, dass es komplett wegfällt. Es wird Beruf so, ich glaube, wirklich generative Berufe. Also wenn du irgendwie Logo-Designer, Werbemittel-Designerin, Texte-Texterin, sowas, da kann es schon sein, glaube ich, dass Netto wirklich Jobs wegfallen. Da bin ich mir relativ sicher. Aber das jetzt ist dann alles in der kognitiven Pyramide, dann so auch wegfällt. Da wäre ich jetzt nicht zu früh zu panisch, ehrlich gesagt. Also man kann ein bisschen selber gucken, wie viel meines Jobs kann ich mit AI machen und wie viel wird AI machen können. Und wenn man sieht, AI hat eigentlich irgendwann 40 Prozent deines Jobs übernommen, dann weißt du, kannst du sagen, vielleicht schafft es die 61 auch irgendwann und dann ist vielleicht Zeit, sich rumzuorientieren. Wenn es aber was ist, wo man eigentlich eher mit AI arbeitet, wo man vorher mit anderen Tools, also wo man vorher die Websuche oder irgendwelche Datenbanken genutzt hat und jetzt nimmt man AI, dann kann man vielleicht auch davon ausgehen, dass es einfach argumentiert wird, würde ich behaupten. Ganz sicher ist natürlich ein bisschen früh, das alles zu wissen. Aber ich würde jetzt nicht sagen, in Umschulungspanik verfallen, weil die AI angeblich alle White-Collar-Jobs oder so killt.
Status heute ist das ein relativ unwahrscheinliches Ereignis und dass es so schnell geht.
Philipp Glöckler (4:44)
Jetzt konkret zu der Frage, es geht ja erst mal darum, in welche Betriebe man so gehen möchte oder gehen sollte. Ich würde mit den Fragen gar nicht so viel stellen, sondern eher so ein bisschen Research machen, was es so in der Umgebung gibt, wo man was lernen kann und dann den Fokus darauf setzen, wirklich auch ein richtig guter Schreiner zu werden in der Ausbildungszeit. Also wenn du da jetzt reingehst und sagst, hey ich bin der Typ, ich habe jetzt hier fünf Jahre Berufserfahrung und ich kann alles digitales und ich räume dir hier dein Laden auf links, ist ja für diese Zeit wahrscheinlich die falsche Angehensweise, weil du jetzt erst mal das Handwerk lernen möchtest.
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