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Wieso ist RAM plötzlich so teuer? | Bit-Rauschen 2025/26

Bit-Rauschen: Der Prozessor-Podcast von c’t

December 17, 2025

Wieso Speichermodule für PCs und Notebooks drastisch teurer wurden und wann sie vielleicht billiger werden, erklärt Folge 2025/26 des Podcasts Bit-Rauschen.

Speakers Carsten Spille, Christoph Windeck

Carsten Spille (0:00)

Herzlich Willkommen zu BitRauschen, der Prozessor-Podcast von c't. In dieser Folge sprechen wir über die aktuell super teuren PC-Speichermodule. Wieso steigen die Preise rasant und wann könnten sie wieder sinken? Bis gleich! Hallo, mein Name ist Carsten Spille. Heute spreche ich mit meinem c't-Kollegen Christoph Windek, der Gefühl schon seit es Bits gibt über RAM und Speichermodule berichtet.

Christoph Windeck (0:39)

Ja, hallo Carsten. So lange ist es noch nicht?

Carsten Spille (0:42)

Nicht ganz.

Christoph Windeck (0:43)

Ich habe ja erst 99 angefangen, da gab es Speicher schon viel länger. Also Intel war ja mal eine Speicherchip-Firma, da muss man ja immer dran denken. Aber das war ja noch in den 70ern. Ja, ahnen die auch, oder? Ja, ich glaube auch, das stimmt. Das weiß ich gar nicht so genau. Aber ja, das ist ja auch tatsächlich einfacher in der Herstellung als Logik, ECs.

Carsten Spille (1:04)

Ja, vielleicht ist das wieder ein neues Betätigungsfeld für quasi gescheiterte Chipfirmen. Vielleicht können die in RAM noch was werden.

Christoph Windeck (1:14)

Wir haben ja noch ein Grundstück da bei Magdeburg.

Carsten Spille (1:16)

Ja, da könnte man noch eine RAM-Fabrik bauen.

Christoph Windeck (1:18)

Da hätte man den Eindruck.

Carsten Spille (1:21)

Genug geblödelt, das ist ja leider ein ernstes Thema. RAM ist unglaublich teuer geworden. Und das betrifft vor allen Dingen viele PC-Selbstschrauber. Aber fangen wir mal vorne an. Seit wann ist denn RAM jetzt wieder auf dem aufsteigenden Ast, was das Preisniveau angeht? Und vor allen Dingen, von welchem Preisniveau kommen wir da überhaupt? Weil das hat ja nicht jeder so auf dem Schirm. Das kauft man ja nicht zweimal im Monat wie ein Stück Butter.

Christoph Windeck (1:47)

Ja, also RAM ist zuletzt seit ungefähr Oktober krass angestiegen und zwar um den Faktor 3 Das betrifft jetzt die aktuellen DDR5-Speicherregel, die man so im Einzelhandel kaufen kann für Desktop-PCs, also die sogenannten DIMMs und die SO-DIMMs, Small Outline DIMMs für Notebooks und Mini-PCs. Das sind die, die besonders teuer geworden sind. Interessanterweise ist DDR4 RAM, also die ältere Generation, gar nicht so hochgegangen, so steil, auch deutlich, aber nicht so extrem, denn die war zuletzt, also das war eigentlich der Vorlauf. Du hast ja so ein bisschen gefragt, was ist betroffen? Das war so am, oder war es spät im letzten Jahr, also diese, da gab es eine deutliche Preis-Erhöhung bei DDR4.

Carsten Spille (2:39)

Ja, genau.

Christoph Windeck (2:40)

Und DDR5 sank, also die waren im Grunde mal kurz, paar Monate relativ preisähnlich, denn DDR5 gibt es ja noch gar nicht so lange, so drei, vier Jahre. Und am Anfang war es deutlich teurer und jetzt war ungefähr Preisparität. Und ich sag mal, so ein Punkt, also im August hast du für eine Regel guter Qualität, ich sag mal bei 16 Gigabyte, so was wie 50 bis 70 Euro gezahlt. Das ist ja nicht so scharf definiert. Das macht es ja auch so schwer, den Preisvergleich.

Carsten Spille (3:11)

Ja, das stimmt.

Christoph Windeck (3:12)

Weil es so unterschiedliche Hersteller gibt, die sich im Preis unterscheiden. Es gibt unterschiedliche Typen und es gibt unterschiedliche Speedgrades. Und die schnelleren waren oft ein bisschen teurer. Wenn die lange im Markt sind, dann verändert sich das sogar. Dann sind die, die jeweils zuletzt schnellsten, oft die billigsten, weil die am meisten hergestellt werden von den Herstellern. Und dann sind die langsameren manchmal teurer. Wobei wir ja nie verstehen, warum die Leute den langsameren gekauft haben. Aber gut, da steht halt dann das drauf. Und die sind jetzt hochgegangen, zum Teil also von, ich sag mal, 50, 60 Euro auf kurzzeitig sogar über 170 Euro. Es gibt da aber Zuckungen. Also, mit 16 Gigabyte könnte man zum Beispiel schon ganz gut bei einem PC leben, wenn man heute einen zusammenbaut. Da würde man nicht unbedingt weinen. Manche wünschen sich mehr, andere weniger, kommen mit weniger aus, aber 16 Gigabyte. Deswegen haben wir das nicht zufällig gewählt. Das ist also jetzt, da legt man im Grunde 100 Euro plötzlich drauf.

Carsten Spille (4:11)

Und das ist ja auch noch nicht abzusehen, dass der Preisanstieg jetzt schon beendet ist. Also ich habe jetzt gerade mal geguckt, nochmal im Preisvergleich diese 160, 170 Euro, die du genannt hast. Da stehen zwar noch einzelne Module drin, aber das ist dann meistens bei irgendeinem Händler, den es nur bei eBay gibt und andere, die ja auch lieferbar sind mit weniger Lieferzeit als ein bis sieben Monate. Da geht es schon fast Richtung 200 Euro.

Christoph Windeck (4:37)

Ja, das Problem ist auch weniger an der ganzen Krise, dass die Preise so hochgehen. Das ist zwar sehr ärgerlich und wird auch möglicherweise den Verkauf von Geräten bremsen. Kommen wir ja gleich noch drauf, welche Geräte dann mehr oder weniger betroffen sind. Aber das größere Problem ist, dass es im Moment so aussieht, als könnten tatsächlich eine richtige Knappheit eintreten bei bestimmten Chips, sodass eben gar nichts lieferbar ist. Das wäre ja noch schlimmer, als wenn man es wenigstens für viel Geld kriegt. Und es ist ja im Moment irgendwie schwer einzuschätzen, weil es geht manchmal bei manchen Modulen auch schon wieder runter am nächsten Tag ein bisschen. Also im Moment ist es ganz besonders ärgerlich, weil es anscheinend Hamsterkäufe gibt und auch einzelne Händler sozusagen die Situation ausnutzen. Das haben wir ja vor zwei Jahren oder so, wann das war, bei Grafikkarten, altfristig diskutiert, wie das so geht. Dann gibt es ja dieses Scraper. Nein, wie heißen sie, sag mal nochmal, Scalper?

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