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Wie schützen wir uns vor KI-Überwachung?

Der KI-Podcast

October 6, 2026

Mehr Kameras, bessere Gesichtserkennung, größere Datenmengen: KI verändert, wie Unternehmen und Staaten uns überwachen können.

Speakers Marie Kilg, Fritz Espenlaub

TopicsScience

Marie Kilg (0:05)

Fritz, guckst du dich eigentlich noch um, ob dich irgendwelche Kameras filmen, wenn du im öffentlichen Raum unterwegs bist?

Fritz Espenlaub (0:12)

Das klingt so ein bisschen, als ob ich eine Weile lang das immer gemacht hätte und fast so ein bisschen unter Verfolgungswahn gelitten hätte.

Und jetzt immer über meine Schulter gucke. Nee, tatsächlich so gut wie gar nicht. Ich hab jetzt für unsere Folge mir überlegt, ob ich mal mehr drauf achte, aber ich hab's dann direkt wieder vergessen, mehr drauf zu achten. Kameras im öffentlichen Raum und generell Überwachung, das ist ja irgendwie ein ganz klassisches Thema, über das wir schon oft als Gesellschaft diskutiert haben. Aber ich denke gar nicht mehr so viel drüber nach im Alltag, muss ich zugeben.

Marie Kilg (0:44)

Ja, und das ist interessant, weil mir geht es genauso. Ich bin jetzt auch nicht die ganze Zeit am Kamerascannern, wenn ich draußen unterwegs bin.

Aber es ist ja ein Thema, das total an Relevanz gewinnt, einfach weil es viel mehr Kameras gibt. In der Öffentlichkeit, an Autos in bestimmten Ländern, an Sonnenbrillen jetzt immer mehr. Und weil KI natürlich auch verändert, wie man das auswerten kann. Und deswegen wollen wir heute mal über KI und Überwachung sprechen. Also wir wollen uns die Frage stellen, welche neuen Formen von Überwachung ermöglicht überhaupt KI?

Was passiert mit den Daten in Firmen, in Staaten? Welche Entwicklungen kann das nach sich ziehen? Und was bedeutet das für uns? Sollten wir vielleicht paranoider sein und öfter mal gucken, wer uns filmt und wer nicht?

Fritz Espenlaub (1:27)

Das ist die große Überwachungsfolge von Der KI-Podcast. Ich bin Fritz Espenlaub.

Marie Kilg (1:33)

Und ich bin Marie Kilg.

Fritz Espenlaub (1:36)

Marie, ich habe tatsächlich vorhin, gerade vor unserer Aufnahme interessanterweise, war ich spazieren und lustigerweise fällt mir das jetzt erst auf, nachdem wir unser Intro schon aufgenommen haben, dass das tatsächlich die Kameras waren, die mich da beobachtet haben, die ich in dem Moment gar nicht wahrgenommen habe. Und zwar habe ich zum ersten Mal in München ein Waymo gesehen. Ein selbstfahrendes Waymo-Taxi war ich vorhin spazieren und das ist vorbeigefahren. Da war so ein Typ am Steuer, also mit so einer kleinen gelben Warnweste. Also ich glaube, das ist noch Waymo-Staaten jetzt, glaube ich, hier in München.

Marie Kilg (2:08)

Aber ein echter Mensch, nicht?

Fritz Espenlaub (2:09)

Ein echter Mensch, ja, ja, genau.

Marie Kilg (2:10)

Ein echter Mensch, nicht eine Schaufel-Instattruppe mit einer Warnweste.

Fritz Espenlaub (2:13)

Genau, genau. Der saß da irgendwie, der hatte seine Hände auch so auf dem Lenker. Also ich habe keine Ahnung, ob der tatsächlich das gesteuert hat oder nur so sicherheitshalber. Aber es ist natürlich was, wo man erst mal gar nicht dran denkt, an die Kameras, die da drin stecken.

Weil ja auch, okay, fairerweise bei Waymo man dazu sagen muss, dass die Navigation selber dann über Lai da läuft, also noch mal ein bisschen anders. Aber es ist trotzdem ein gutes Beispiel, dafür, wie sich unsere Welt gerade verändert, wie mehr und mehr eine Omnipräsenz von Kameras im öffentlichen Raum sich fortsetzt, die vielleicht angefangen hat vor Jahrzehnten mit den ganz normalen Kameras, die halt, wie gesagt, an irgendwelchen Hauswänden hingen und dann sich ja vielleicht auch erst mal fortgepflanzt hat durch die Handy-Kameras, die wir alle in unseren Hosentaschen mit uns rumtragen, die wir aber irgendwie auch nicht so wirklich als Überwachungskameras wahrnehmen, aber die ja auch total den öffentlichen Raum ausleuchten in jedem Moment, wenn dann mal tatsächlich was passiert und die sich jetzt fortsetzen wird durch ja sehr bald schon selbstfahrende Autos, Cyber-Taxis von Elon-Masks-Firma Tesla zum Beispiel, die haben ja tatsächlich Kameras, aber eben auch klassische Autos, die ja zunehmend mit Kameras ausgestattet sind, die in alle Richtungen gucken und ja auch Brillen mit Kameras eingebaut, die jetzt kommen, also so was wie die Metaclasses. Also der öffentliche Raum wird gerade immer voller mit Kameras, die auch nicht mal mehr unbedingt noch als Kameras zu erkennen sind.

Marie Kilg (3:45)

Ja, mir ist es auch gerade aufgefallen, als ich am Flughafen die Metabrillen zum Verkauf gesehen habe. Also ich bin in Urlaub geflogen, auch falls du ein nicht deutsches Hupen im Hintergrund hörst oder dich wundern hast, dass ich allgemein anders klinge als sonst. Ich bin gerade in einem Ausland. Jedenfalls habe ich diese Metabrillen am Flughafen gesehen und ich habe die auch anprobiert. Mir ist aufgefallen, dass die Kameras halt wirklich klein sind und wirklich nicht gut sichtbar.

Natürlich ist es jetzt nicht nur mir aufgefallen, investigative Journalistin Marie Kilg, sondern da gibt es auch eine große Debatte darüber. Weil Meta selbst hat zum Beispiel gesagt, wir machen das ja deutlich, wenn die Brilleleute filmen, weil dann leuchtet halt ein kleines Licht. Aber die meisten Leute sagen...

Fritz Espenlaub (4:27)

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