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Trenn dein Wissen von der KI: So bleibst du unabhängig, wenn der Anbieter den Stecker zieht

Die ProzessWerkstatt - Der Podcast für Automatisierung, Prozesse & KI in Fertigung, Handwerk und B2B-Mittelstand.

October 14, 2026

Dein Firmenwissen steckt in KI-Tools, und der Anbieter kann dir über Nacht den Zugang sperren oder die Bedingungen ändern. In dieser Folge zeige ich dir, wie du dein Wissen in eigenen Dateien sicherst und jede KI austauschbar andockst.

Speakers Felix Schmidt

TopicsTechnologyBusiness

Felix Schmidt (0:00)

Stell dir vor, dein Unternehmen hat in den letzten zwölf Monaten alles richtig gemacht, Prozesse aufgeschrieben, Wissen gesammelt, eine KI angebunden, die Mitarbeiterfragen komplett beantwortet. Und dann ändert sich der KI-Anbieter über Nacht und die Bedingungen. Oder wie wir das alle von Claude Fabel kennen, du wirst einfach ausgesperrt, weil auf der anderen Seite des großen Teiches jemand sagt, und die Deutschen haben jetzt keinen Zugriff mehr auf das Modell. Ja, dann hast du ein Problem und zwar ein doppeltes. Früher steckte das Wissen in den Köpfen deiner Leute. Jetzt steckt es immer häufiger in irgendwelchen KI-Tools, die entweder mit freien Lizenzen oder mit bezahlten Lizenzen genutzt werden und darin solche Projekte aufgesetzt werden. Und genau über dieses Thema habe ich im Urlaub mit jemandem gesprochen und die Lösung dafür ist einfacher als die meisten denken. Du trennst dein Wissen von der KI. Wie das geht, erzähle ich dir jetzt in der Folge. Also bleib dran.

Wir waren in Griechenland, Pool-Kinder, Sonnencreme und wie das so ist, kommst du mit anderen Familienvätern ins Gespräch und einer davon hatte eine leitende Position in einem größeren Unternehmen. Irgendwann kam die Frage und was machst du so? Ja, ich habe ihm erzählt, dass ich Wissenssysteme für Betriebe aufbaue und er hat sofort gesagt, Moment, da sind wir auch gerade dran.

Sein Unternehmen will das interne Wissen dokumentieren und für alle verfügbar machen.

Ja, bis dahin erst mal nichts besonderes. Spannend war der zweite Satz. Sie wollen das so bauen, dass sie von keinem KI-Hersteller abhängig sind. Und genau an dem Punkt bin ich hellhörig geworden, denn genau das ist ein Punkt, wo manche Unternehmen jetzt schon weiter denken, aufgrund der letzten Erkenntnisse, wie zum Beispiel als der Kollege Trump von Gegenüber gesagt hat, ne Claude Fable, da kann keiner drauf zugreifen. Das schalten wir jetzt mal schön wieder ab. Und dann gab es lange Gesichter bei vielen Leuten, die es ja mit Begeisterung genutzt haben und auf einmal jemand anderes entscheidet, was du nutzen darfst und was nicht.

Und parallel dazu stelle ich immer wieder fest, dass oder stelle ich immer mehr fest, dass die nutzbare KI für lokale Anwendungen immer besser wird. Das heißt, es werden immer weniger Hardware-Ressourcen benötigt, um so was aufzubauen. Aber dann hast du ja erst mal nur die KI. Was aber viel, viel wichtiger ist, ist, dass du das Wissen irgendwo systematisch hintransportierst, dass dieses Wissen von jeder KI, wie auch immer du sie nutzt, angezapft werden kann. Und genau mit diesem Punkt machst du dich nämlich dann unabhängig von Herstellern, weil du dein Wissen systematisiert zur Verfügung stellst und Systeme oder KI-Lösungen, unabhängig davon, von wem sie hergestellt wurden, darauf zugreifen können. Und du gibst das Wissen, was die KI nutzt, ja in dein Wissenssystem rein und nutzt somit nicht mehr die KI. Wichtig dabei ist, wir wollen ja immer die neuesten KI-Modelle nutzen, weil sie eben auf den neuesten Trainingsdaten basieren. Und je mehr Wissen du über dein Unternehmen und über deine Prozesse, deine Abläufe in deine eigene Wissensdatenbank rein gibst, desto unrelevanter wird in meinen Augen die Intelligenz des jeweiligen Modells. Und ja, was ich oder was wir in dem Punkt dann besprochen haben, ist einfach, dass Wissenssysteme, die schnell nutzbar sind, halt den Unterschied machen. Du musst irgendwas aufbauen, du musst Wissenssysteme aufbauen, die schnell verfügbar sind und nicht über ein Jahresprojekt aufgebaut werden. Ich habe zum Beispiel heute mit einem Kunden, dem ich gemeinsam ein Softwareprodukt, in Anführungszeichen, entwickle, was ihm weiterhilft, habe ich das komplette Know-how, was wir jetzt aus den letzten ungefähr fünf Wochen Entwicklung aufgesetzt haben, in dieses System reingegeben. Und jetzt hat er in seinem Tool drin ein KI-Chatbot, mit dem er sprechen kann, der ihm jederzeit die Fragen aus diesem System beantwortet. Und genau das ist der Punkt, auf den ich hinaus will. Du hast Wissen für jeden verfügbar. Und du bist nicht mehr abhängig davon, dass du permanent erreichbar bist. Und das ist der wichtige Punkt. Oft hast du doch die Schlüsselmitarbeiter in deinem Unternehmen, die immer und immer wieder die gleichen Fragen gestellt bekommen. Und das kannst du damit komplett eliminieren. Unabhängig davon, ob du jetzt der Geschäftsführer in einem Unternehmen bist oder ob du beispielsweise ein Schlüsselmitarbeiter bist, der immer wieder dafür hergerufen wird, neue Mitarbeiter anzulernen, um dir nochmal beizugucken. Und das ist doch was, was wirklich wieder Kapazitäten freischaufelt, wo du dich mit Sachen befassen kannst, die am Ende des Tages auch wieder gewinnbringende Tätigkeiten sind. Vertriebsaktivitäten wieder nach oben fahren. Und auch da, je mehr Wissen du in solche Systeme reingibst, desto besser funktionieren die Systeme langfristig, desto mehr Mitarbeiter kommen schneller in die Systeme rein und können diese dann auch nutzen. Und ja, wenn du solche Systeme für deinen Betrieb oder wenn du sowas für deinen Betrieb angehen willst, dann würde ich diese vier Schritte hier nutzen. Der erste Schritt, fang mit den Fragen an, nicht mit den Tools. Schreib eine Woche lang einfach nur mal auf, welche Fragen bei dir immer wieder auflaufen. Von Kunden, von Mitarbeitern, vom neuen Azubi. Und das ist dein Startpunkt, wenn du erstmal so eine kleine FAQ-Datenbank aufgebaut hast.

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