KI für Sparfüchse – Ist KI bald nur noch für Reiche?
Der KI-Podcast
September 29, 2026
Die besten KI-Modelle werden immer leistungsfähiger - aber oft auch teurer.
Speakers Gregor Schmalzried, Fritz Espenlaub, Marie Kilg
TopicsScience
Gregor Schmalzried (0:05)
Fritz, wir sind hier für eine neue Folge der KI-Podcast oder wie wir eigentlich seit dieser Woche sagen sollten, der SI-Podcast.
Fritz Espenlaub (0:14)
Stimmt, der Superintelligenz-Podcast.
Gregor Schmalzried (0:18)
Der Superintelligenz-Podcast. US-Präsident Donald Trump möchte KI umbenennen SI in Superintelligenz und deswegen machen wir eine komplette Folge nur darüber. Nein, das stimmt nicht. Wir reden überhaupt nicht darüber, sondern wir sprechen über das, was diese neue KI, SI oder was auch immer eigentlich mit uns macht und vor allem wer am Ende davon profitieren kann. Wir haben nämlich diese Woche nicht nur diese noch viel wichtigere Info bekommen der Umbenennung der KI, sondern auch mindestens ein ganz spannendes neues Modell von Claude Opus 5.5, nämlich ist jetzt auf dem Markt. Hast du das schon ausprobiert, Fritz?
Fritz Espenlaub (0:56)
Ich bin sehr krank gewesen die letzten Tage. Ich habe gar nicht viel ausprobiert mit KI, mit den neuen Modellen. Aber das passt ja vielleicht auch ein bisschen zu unserer heutigen Folge, weil es geht ja darum, dass nicht jeder dieses neue Modell direkt ausprobieren kann.
Gregor Schmalzried (1:11)
Ja, manche nicht wegen Krankheit und andere nicht aus finanziellen Gründen. Das neue Opus 5.5 Modell ist nämlich sehr stark. Werden wir am Schluss der Folge darüber sprechen unter Was haben wir mit KI gemacht?
Aber es ist eben nur verfügbar, wenn ich das Bezahl-Abo habe bei Anthropics Cloth. Und das gilt mittlerweile für sehr viele der aktuellen Modelle. Auch das neue GPT-6 Astra zum Beispiel kann ich aktuell nur benutzen, wenn ich Geld bezahle für ChatGPT. Und diese, ich sag mal, Kluft zwischen dem, was die Gratis-Variante der KI-Anbieter hergibt und das, was die Bezahl-Variante hergibt, die geht immer weiter auseinander. Ich hab jetzt diese Woche auch das Gerücht, dass ChatGPT bald einen 500-Dollar-Abo-Plan vorstellen könnte. Also bisher kennen wir den für 20 und für 200 Dollar. Mal sehen, vielleicht ist es bald noch viel mehr. Wir geraten hier vielleicht in so eine Art KI-Zweiklassengesellschaft.
Fritz Espenlaub (2:08)
Ja, wenn KI immer besser wird, dann wird auch die Zahlungsbereitschaft für KI immer höher. Und nicht alle Leute können diese Zahlungsbereitschaft haben. Und die Frage ist natürlich, kommen wir in eine Welt, wo sich manche Leute die beste KI leisten können und andere nicht. Und was bedeutet das für uns? Das ist ein Thema, das ihr euch auch explizit gewünscht habt in ein paar E-Mails an uns. Deswegen reden wir heute darüber, sind wir längst in einer KI-Zweiklassengesellschaft?
Und wenn ja, wie bekomme ich als Nutzer heute schon die meiste KI für wenig Geld für den schmalen Taler? Und dann fragen wir uns auch, welchen Vorteil können am Ende die wirklich Wohlhabenden reichen, User und Unternehmen durch KI haben, der vielleicht anderen Leuten verwehrt bleibt? Das ist der KI-Podcast, der SI-Podcast. Ich bin Super Fritz.
Gregor Schmalzried (3:03)
Ich bin Super Gregor Schmalzger. Fritz, lass uns jetzt mal genau reinschauen in die Art und Weise, wie eigentlich KI heute Geld verdient und was das für uns Nutzer am Ende bedeutet. Also was müssen wir eigentlich darüber verstehen, wie Geld in die KI-Firmen reinfließt und wie es wieder rauskommt und wie wir dabei möglicherweise auf der Strecke bleiben?
Fritz Espenlaub (3:26)
Ja, Gregor, du hast gerade ja schon Opus 5.5 erwähnt, dass erst mal in der leistungsfähigsten Variante oder überhaupt erst mal nur in der modernsten Variante nur für die Bezahlaccounts in Tropics-Cloat verfügbar ist. Bei Astra, bei dem großen neuen ChatGPT-Modell vor ein paar Wochen, hat man das ja auch gesehen, das gab es anfangs nur in der ChatGPT-Pro-Variante, immer noch tatsächlich, oh mein Gott. Ich habe selber gemerkt, ich bin ja gerade runtergegangen bei Anthropic, bei meinem Cloat-Account bin ich in die 20-Dollar-Variante wieder runtergegangen, weil ich einfach auch bei bestem Willen nicht die ganze Zeit für so viele Modelle so viel Geld ausgeben kann. Und jetzt habe ich kein Faible mehr. Also das ist nicht verfügbar für mich, für mich Normalsterblichen in dieser Version. Und das ist schon was, glaube ich, dass man manchmal vielleicht so ein bisschen vergisst, wenn man den KI-Podcast hört und wir die ganze Zeit über die Superintelligenz und den Take-Off und die Singularität und all diese neuen Modelle reden, dass ja auf die Art, wie die allermeisten Leute KI verwenden, nämlich in einfach der kostenfreien Version, viele dieser neuen besten Fähigkeiten nur sehr begrenzt oder teilweise gar nicht vorhanden sind.
Und das hat natürlich auch damit zu tun, wie diese Firmen ja ihr Geld verdienen.
Gregor Schmalzried (4:37)
Also KI-Unternehmen wie OpenAI, wie Entropic, wie Google haben, würde ich sagen, zwei große Ausgabenpunkte, stark vereinfacht. Das eine ist das Training neuer Modelle, also die Entwicklung von zukünftigen KI-Modellen. Und das andere ist das zur Verfügung stellen von den bereits bestehenden Modellen. Das ist größtenteils etwas, was man auch Inferenz nennt, also das tatsächliche Ausrechnen der Tokens, der Wörter, die dann am Ende auf unseren Bildschirmen und unseren Apps landen. Das kostet natürlich auch Rechenleistung. Das sind so die zwei großen Ausgabe-Posten, neben noch ein paar anderen, aber die zwei großen. Und auf der anderen Seite, auf der Einnahmenseite, gibt es im Moment eigentlich nur Nutzerinnen und Nutzer, die tatsächlich Geld ausgeben für die KI. Es gibt noch möglicherweise auch ein bisschen Werbung. Da experimentiert ChatGPT gerade damit. Aber die Haupteinnahmenseite bei diesen Firmen ist einfach nur Abos und zunehmend auch sogenannte API-Nutzung, also dass ich dann quasi nicht einfach nur einen festen Preis zahle im Monat, sondern pro tatsächlich verbrauchten Tokens. Wie man das teilweise auch von der Wasserrechnung kennt, da zahle ich nur das, was ich verbraucht habe. Und das ist dann eben hier genauso.
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