GPT6-Astra - und: Müssen wir KI stoppen?
Der KI-Podcast
September 8, 2026
Das neue ChatGPT beeindruckt mit selbstgebauten Spielen und fertig eingerichteten Wohnungen. Gleichzeitig kommt heraus, wie OpenAIs KI-Agenten heimlich zusammenarbeiten und fremde Webseiten kapern.
Speakers Fritz Espenlaub, Marie Kilg
TopicsScience
Fritz Espenlaub (0:05)
Marie, du glaube ich weiß das und ich glaube aufmerksam Hörer des KI-Podcasts wissen das auch. Ist ein bisschen peinlich das zuzugeben, aber ich habe ja keinen Führerschein. Und jetzt stell dir mal vor, ich würde mir trotzdem irgendwie ein Auto besorgen und damit durch die Gegend fahren. Vielleicht laber ich dich immer voll, dass du noch mal auf eine Spritztour mitkommen sollst.
Dann baue ich vielleicht einen kleinen Unfall. Das ist nicht super Schlimmes. Und du denkst dir, jetzt wird er schon seine Lektion gelernt haben. Das Auto sitzt wahrscheinlich erstmal weg. Irgendwie die Sicherheitsmechanismen greifen. Er wird jetzt nicht mehr unverantwortlich durch die Gegend fahren. Und am nächsten Tag stehe ich wieder vor deiner Tür. Brandneuer Ferrari, gigaviele PS, also so eine richtige Höllenmaschine.
Und werf so kleine Steinchen an dein Fenster und sag so, hey, komm, lass uns doch nochmal eine Spritztour fahren. An welchem Punkt, Marie, würdest du mir die Autoschlüssel wegnehmen?
Marie Kilg (0:58)
Ich hoffe, nach dem ersten Unfall würde ich zumindest fragen, warum die Polizei dir nicht den Autoschlüssel weggenommen hat. Ich glaube, ich weiß, worauf du hinaus willst.
Fritz Espenlaub (1:07)
Ich rede natürlich nicht über mein Leben, sondern weil wir der KI-Podcast der ARD sind, rede ich über die KI-Welt und die aktuellen KI-Entwicklungen. Und es ist eine Analogie dafür, was gerade in wahrscheinlich der gesamten KI-Industrie passiert, wenn man ehrlich ist, aber ganz besonders bei OpenAI. Und zwar immer neue, immer mächtigere, immer stärkere Modelle mit immer mehr PS.
Und man kriegt beim Zuschauen so ein bisschen das Gefühl, die wissen nicht so ganz, was eigentlich diese Modelle bei ihnen so treiben und haben auch irgendwie nicht so wirklich die Kontrolle darüber, was diese Modelle treiben.
Marie Kilg (1:44)
Ja, und die Woche, die wir hinter uns haben, die hat das wieder mal ganz besonders gezeigt. Wir haben ein neues Modell von OpenAI, von dem viele Leute sagen, das ist jetzt wirklich AGI, und von dem werden wir auch gleich darüber sprechen, wo man objektiv sagen kann, dass es auf jeden Fall ein gutes Modell ist, ein großer Sprung nach oben. Wir haben gleichzeitig neue News zu den ganzen Hacking-Vorfällen und zu KI-Schwärmen, die irgendwo im Internet sich ausbreiten. Und deswegen gucken wir uns das heute alles an und reden vor allem darüber, was machen wir damit jetzt? Müssen wir uns Sorgen machen? Und müssen wir einen Stopp fordern?
Ihr hört den KI-Podcast.
Fritz Espenlaub (2:18)
Ich bin Marie Kilg und ich bin Fritz Espenlaub.
Okay, dann fangen wir doch mal an, Marie, mit diesem neuen Modell aus dem Hause OpenAI, das neueste GPT. Mittlerweile sind wir bei GPT6.
Angefangen hat die KI-Revolution ja eigentlich bei GPT3 oder hat da so richtig an Fahrt aufgenommen. Jetzt sind wir bei Nummer 6 Astra heißt das. Und es ist wieder mal, muss man sagen, so ein Moment. Wir hatten das bei Fable zuletzt, wo ein neues Modell rauskommt. Und alle Leute anfangen damit, Dinge zu machen und zu posten, was man so macht. Und zumindest am Anfang, wenn das Modell ganz frisch ist und die Firma noch richtig viel Rechenpower allen zur Verfügung stellt, die Ergebnisse auch einfach wirklich sehr beeindruckend sind.
Marie Kilg (3:03)
Ja, ich muss sagen, ich konnte es nicht viel testen. Der Rollout hat auch ein bisschen gedauert.
Aber was ich im Internet gesehen habe, war auf jeden Fall schon recht krass. Das Modell kann halt gut 3D-Modelle. Es kann super gut programmieren. Alle möglichen Leute machen sich ihre kleinen Spiele. Du hast es ausführlicher getestet als ich, glaube ich.
Fritz Espenlaub (3:19)
Hast du irgendwas richtig Krasses gemacht. Lustig, dass du 3D-Modelle sagst, Marie. Weil genau das habe ich gemacht. Ich habe ja gerade jetzt dabei, umzuziehen in eine neue Wohnung. Ich habe jetzt eine Wohnung gefunden in München und habe sehr wenig Möbel. Und jetzt geht es quasi darum, zu überlegen, was für Möbel wir kaufen und wo hinpasst. Was für eine Couch und so weiter.
Und ja, dann habe ich natürlich mir gedacht, naja, okay, warum denke ich da groß drüber nach und laufe durch die Wohnung wie so ein Neandertaler und stelle mir das mit meinem Gehirn vor?
Marie Kilg (3:52)
Oder mit dem Ikea-Kücheneinrichtungs-Dingsbums?
Fritz Espenlaub (3:56)
Ja guck, ich weiß gar nicht, was das ist. Da kenne ich mich auch nicht so aus. Ich war zum ersten Mal in meinem Leben jetzt überhaupt bei Ikea vor ein paar Tagen.
Marie Kilg (4:02)
Was?
Fritz Espenlaub (4:02)
Jaja, egal. Das ist das zweite peinliche Neben, neben dem, dass ich keinen Führerschein habe. Aber anyways, auf jeden Fall, was ich gemacht habe ist, ich habe einfach Fotos genommen von den verschiedenen leeren Räumen in dieser frischen Wohnung und habe die alle in dieses Astra-Modell hochgeladen. Und ich hatte in dem Moment nicht genau die Maße der Wohnung parat, weil ich noch nicht alles ausgemessen hatte, sondern ich hatte, glaube ich, nur von so dem Balkon und einer Wand im Wohnzimmer.
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