Die Geschichte hinter unserem 1. viralen Video… damit fing alles an
YouTube? Gottlebe.
September 2, 2026
Kurz vor dem Aufgeben kam der Durchbruch: Ein einziges Video erreichte innerhalb kürzester Zeit 100.000 Aufrufe und veränderte alles.
Speakers Lisa Gottlebe
TopicsArts
Lisa Gottlebe (0:00)
Hi zusammen, mein Name ist Lisa Gottlebe. Zusammen hab ich mir mit meiner Geschäftspartnerin und Ehefrau Nell über zehn gesichtslose YouTube-Channels aufgebaut in den letzten Jahren. Heute geht es quasi um unser erstes virales YouTube-Video und unsere Story dahinter. Und warum das so spannend ist, euch da mitzunehmen ist, weil wir ja kurz vorm Aufgeben waren. Also weil wir es eben nicht hinbekommen haben, mit YouTube erfolgreich zu werden. Und das ist dann eine Geschichte, die wir so lieben zu erzählen, weil ganz viele Menschen denken ja immer, boah krass, man muss von Anfang an erfolgreich gewesen sein, damit man sagen kann, okay, du hast es wirklich geschafft. Nein, es gibt auch Menschen, die haben es nicht sofort gecheckt und trotzdem können sie sich ein YouTube-Empirium aufbauen und wir sind das beste Beispiel dafür. Und ich glaube, hätte ich damals oder Nell und ich damals Menschen gehabt, zu denen wir so aufschauen hätten können, die es vielleicht nicht beim ersten Mal direkt geschafft haben, dann hätte uns das extrem inspiriert weiterzumachen. Wir haben trotzdem weitergemacht, aber auf jeden Fall wäre das extrem stark für uns beide gewesen.
Und da nehme ich euch gerne mal so ein bisschen mit auf unsere Reise. Wir haben ja damals, als wir gestartet haben mit YouTube, haben wir noch Amazon FBA gemacht. Also das heißt, wir haben eben klassische Produkte über Amazon verkauft. Wir haben das auch recht erfolgreich gemacht, aber das Geschäftsmodell war einfach nicht das Richtige für uns. Wir mochten nicht, dass wir so viel Geld in die Hand nehmen mussten, um überhaupt dieses Business zu starten. Also 10, 15, 20 Euro mussten wir in die Hand nehmen, weil wir erstmal natürlich die Produkte einkaufen mussten, die wir dann am Ende bei Amazon im Store verkaufen. Das heißt, du gehst ganz, ganz viel in Vorleistung, ohne dass du überhaupt weißt, ob sich die Produkte überhaupt verkaufen. Ja, das war etwas, was für uns keinen Sinn gemacht hat. So haben wir uns keinen Business-Aufbau vorgestellt, sondern für uns war es immer, dass man schaut, bzw. jetzt mit dem Wissen, das wir jetzt haben. Wir hatten das Wissen damals nicht. Wir haben einfach nur gehört, man kann mit dem Business-Modell finanziell frei werden, von überall aus arbeiten und wir so direkt go for it. Wir haben uns überhaupt gar keine weiteren Gedanken mehr gemacht, sondern Nell und ich, wir waren wirklich komplett all in, weil wir das so sehr wollten. Wir wollten so sehr aus unseren 9-to-5-Jobs raus. Damals kam ja auch noch die Geschichte dazu, dass ich eben von einer Zecke gebissen wurde und dann an Borreliose erkrankt bin. Dementsprechend konnte ich quasi keinem normalen 9-to-5-Job mehr nachgehen. Also war es natürlich auch aus einer Not heraus entstanden. Auf jeden Fall, wenn wir jetzt noch mal sozusagen mit unserem Wissen rangehen würden, dann würden wir uns immer die Frage stellen, ist das Geschäftsmodell profitabel? Und wie profitabel ist es? Das bedeutet, das, was du an Umsatz siehst, was landet denn davon wirklich am Ende in deiner Tasche? Bei Amazon war das so zwischen 10 und 15 Prozent und bei YouTube sind das zwischen 80 und 90 Prozent. Das heißt, das, was du verdienst oder beziehungsweise was wir immer zeigen, das ist auch das, was fast in deiner Tasche landet. Und das war eben damals bei Amazon FBA überhaupt nicht der Fall. Das heißt, wir haben uns da sehr blenden lassen von diesen hohen Umsätzen, die man halt gesehen hat. Aber man sieht halt erstens nicht, dass kaum was davon in deiner Tasche hängen bleibt. Und zweitens sieht man eben nicht, was für Kopfschmerzen daran hängen. Also das, was ich gerade gesagt habe, wie viel Ware man finanzieren muss. Dann zum Beispiel, dass so Sachen sind, weil wir damals zu Corona-Zeiten gestartet haben, dass plötzlich die Lieferungskosten mal zehn so hoch waren. Wir als so kleine Fische, wir hatten da gar keine Chance, uns da über Wasser zu halten. Das war super, super schwierig. Und das würde ich auf jeden Fall keinem empfehlen. Aber auf jeden Fall in dieser Zeit, weil ich vom Bauchgefühl her schon immer gemerkt habe, Nell, ich glaube, das ist irgendwie nicht das richtige Modell für uns, habe ich mich trotzdem, ich habe weiter die Fühler ausgestreckt, habe geschaut, was gibt es denn noch so, und bin dann eben auf YouTube gestoßen. Und ich selber war schon immer eine sehr leidenschaftliche YouTube-Guckerin. Also ich habe mir Influencer angesehen. Mir hat es einfach Spaß gemacht, irgendwie das Leben so von anderen zu sehen, obwohl ich mich selber nie in der Position gesehen habe, dass ich das auch mal machen möchte. Also mein Leben so teilen und so weiter, einen die ganze Zeit mitnehmen. Weil ich mag mein Leben eigentlich so gerne, dass ich mich lieber auf den Moment fokussiere und halt nicht immer denke, okay, boah, krass, jetzt muss ich das und das mitnehmen und das muss ich jetzt filmen und so. Also ich war nie so ein Mensch dafür. Deswegen war das für mich so ein Lichtblick und für mich heute immer noch unverstellbar, dass ich heute mein Geld mit YouTube verdienen darf, aber ohne eben mein Gesicht zu zeigen und ohne die Videos selber zu erstellen. Weil ich hab ja YouTube schon immer geliebt und jetzt damit in der Position zu sein, Geld damit verdienen zu können, ohne dass ich mich zeigen muss und ohne dass ich die Videos erstellen muss, das ist für mich also immer noch kaum zu glauben. Und dann das andere Extrem, also Nell zum Beispiel, die hat nie YouTube geschaut, war keine YouTube-Guckerin und trotzdem verdient sie heute ihren Lebensunterhalt damit. Das heißt, eben beides funktioniert. Ob du YouTube schon immer geschaut hast oder ob du YouTube auch nie geschaut hast, das tut nicht zur Sache, ob du mit YouTube erfolgreich werden kannst oder nicht. Ja, auf jeden Fall habe ich ja, wie gesagt, mir gerne diese ganzen YouTube-Videos angeschaut und dann habe ich angefangen, dass ich mir auch so Travel-Videos angeguckt habe oder zum Beispiel so Geschichtstokumentationen über den Zweiten Weltkrieg, über Militärgeschichte, Psychologie-Videos. Und dann habe ich so gemerkt nach einer Zeit, boah, ich gucke die ganze Zeit Videos, aber da ist gar kein Gesicht drin zu sehen. Also dieses typische Influencer-Dasein, das, was ich mir vorher angeguckt habe oder auch angeguckt habe, das eine schließt ja das andere nicht aus, die haben genauso viele Views gemacht, also diese Videos, diese Geschichtstokumentationen und so weiter. Aber es war kein Gesicht in den Videos zu sehen. Und ich so, wow, also das hat mich ziemlich beeindruckt, als ich diesen Moment verstanden habe, dass glaube ich, diese Menschen, die diese Videos veröffentlichen, genauso viel Geld verdienen, wie die Leute, die eben diese typischen Influencer sind. Und dann bin ich halt weiter auf die Spur gegangen und hab mich gefragt, wer macht denn diese Videos und wer steckt denn hinter diesen Channeln? Und dann habe ich halt rausgefunden, dass das diese typischen gesichtslosen YouTuber sind, also die wir heutzutage auch sind, ein paar Jahre später.
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