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71 - Der wahre Grund, warum mehr als 60% der IT-Projekte scheitern und wie die Lösung dafür aussehen kann | Christine Kirbach artwork

71 - Der wahre Grund, warum mehr als 60% der IT-Projekte scheitern und wie die Lösung dafür aussehen kann | Christine Kirbach

State of Process Automation

August 27, 2022

In dieser Episode spreche ich mit Christine Kirbach, Chief Customer Officer, Culcha Wir sprechen über folgende Themen: Warum scheitern mehr als 60% der IT-Projekte? Was unterscheidet komplizierte und komplexe Probleme voneinander?

Speakers Christoph Pacher, Christine Kirbach

TopicsManagementBusiness

Christoph Pacher (0:07)

Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Episode von der State of Process Automation. Mein Name ist Christoph Bacher und es freut mich, dass du auch heute wieder mit dabei bist. Mein heutiger Gast ist Chief Customer Officer bei Culture. Und wir sprechen heute darüber, warum 60 bis 80 Prozent der IT-Projekte in Deutschland nicht erfolgreich sind. Denn das sind genau die erschreckenden Zahlen, wenn man so aktuelle Statistiken liest. Und wir sprechen auch darüber, was die anderen 20 bis 40 Prozent anders machen. Hallo und herzlich willkommen, Christine Kirbach.

Bevor wir in das heutige Gespräch starten, mach noch mal ganz kurz deinen Kalender auf. Denn am 27.09.2022 lädt Yokoi zur Fintech Week nach Hamburg ein. Dieser Tag steht ganz unter dem Motto der Automatisierung von Kreditorenbuchhaltungsprozessen.

Yokoi und ausgewählte Partner teilen dort ihr Wissen und sprechen über die Finanzabteilung von morgen. In anderen Worten, wenn du dich aktuell mit der Automatisierung deiner Finanzprozesse beschäftigst und Wissen aus erster Hand haben möchtest, dann ist die Fintech Week am 27 September definitiv ein Pflichttermin für dich. Und du kannst dir jetzt ganz, ganz einfach eines der kostenlosen Dickets sichern, indem du auf den Link in der Podcast-Beschreibung klickst.

Und nun zum heutigen Gespräch. Christine, es freut mich natürlich extrem, dass du dir ein paar Minuten Zeit genommen hast. Bevor wir jetzt gleich mal in dieses spannende Thema eintauchen, wäre für mich und auch natürlich für die Zuhörer nochmal spannend. Ich habe jetzt ganz kurz erwähnt, Chief Customer Officer bei Kulture. Erzähl mal ganz kurz, was machst du da genau täglich?

Christine Kirbach (1:52)

Ja, und ich glaube, das ist ganz gut, da nochmal zwei Worte zu verlieren. Chief Customer Officer ist ja auch in vielen Organisationen jetzt eine etwas neuere Rolle, die sich jetzt sozusagen inhaltlich auch so ein bisschen formt und die unterschiedliche Organisationen auch ein bisschen anders ausgestalten.

Also vielleicht zwei Worte zu Kulture. Kulture ist eine App für echte Transformationstreibende und ich verantworte bei Kulture quasi alles rund um das Thema Customer Success. Also das bedeutet, ich bin verantwortlich für die gesamte Beziehung zu unseren Kunden, zu unseren potenziellen Kunden und treibe eben entsprechend Bemühungen zur Verbesserung der Erfahrungen wirklich an jedem Touchpoint der Customer Journey voran. Und das bedeutet, der Chief Customer Officer ist typischerweise die Klammerfunktion über alle Bereiche hinweg, die irgendwo mit Kunden zu tun haben.

Christoph Pacher (2:42)

Sehr, sehr spannend. Und vielleicht noch ein, zwei Sätze dazu. Kulture, was macht es genau?

Christine Kirbach (2:47)

Genau, Kulture ist eine App, die tatsächlich Transformationstreibende dabei unterstützt, ihre strategische Change-Agenda umzusetzen.

Und die versucht quasi, die Wirkkraft, die Transformationstreibende wie CTOs, CIOs, CDOs haben, wirklich zu multiplizieren, indem sie Inhalte vermitteln, indem sie Inhalte, aber vor allen Dingen so vermitteln, dass auch tatsächlich eine nachhaltige Verhaltensveränderung erreicht wird. Also das, was du ja quasi in solchen Funktionen immer sehr mit sehr viel Mühe und mit sehr viel persönlichem Einsatz auch tatsächlich vorantreibst, das erleichtern wir massiv, indem wir wirklich sehr elegant, sehr effizient sehr, sehr viele Menschen erreichen und mit sehr modernen psychologischen Prinzipien aus dem ganzen Bereich Ludging Menschen das erleichtern, auch tatsächlich ein neues Verhalten einzuüben und einzunehmen.

Christoph Pacher (3:40)

Sehr, sehr spannend auf jeden Fall. Und wir können da jetzt gleich mal die Brücke schlagen zu unserem heutigen Thema. Ich habe am Anfang eben gesagt, 60 bis 80 Prozent ist so die Erfolgsquote oder besser gesagt, ist die Quote an IT-Projekten in Deutschland, die aktuell nicht erfolgreich sind. Jetzt wäre da mal spannend. Auf der einen Seite investieren Unternehmen natürlich extrem viel und möchten etwas verändern, gehen neue Projekte an. Aber auf der anderen Seite scheitern so viele Projekte. Warum ist das so?

Christine Kirbach (4:10)

Also ich meine, der Reigen der Gründe ist natürlich mannigfaltig, wenn man sich jetzt unterschiedliche Studien anguckt und egal, ob jetzt die 60, 80 Prozent zu hoch gegriffen sind, ich glaube, alleine 40 Prozent gescheiterte Projekte sind schon 40 Prozent zu viel gescheiterte Projekte. Wenn wir aber mal so auf die Top 10 Gründe gucken, dann steht wirklich ganz vorne mit dabei die altbekannten Klassiker, schlechte Kommunikation, unklare Anforderungen. Was war jetzt eigentlich nochmal das Ziel? Vielleicht haben wir es auch unterwegs verloren. Der Projektmanager hat es irgendwie nicht gebracht. Das Projektteam hatte zu wenig Zeit, zu wenig viel Unterstützung, auch einer der ganz beliebten Klassiker. Das Commitment der Führungsetage war nicht da. Ich glaube aber, wenn ich aus der Praxis draufgucke, dass diese Gründe alle zutreffen, dass die aber tatsächlich ein Stück weit auch Symptome eines Problems sind. Also sie sind nicht notwendigerweise so die klassische Ursache, die diesen Projektmisserfolgen zugrunde liegt. Was ich tatsächlich ganz häufig beobachte, ist, dass wenn wir jetzt mal so ein bisschen auf die zugrunde liegende Ursache schauen, es werden ganz häufig noch Methoden eingesetzt, Projektmanagementmethoden, Managementmethoden, die tatsächlich sehr, sehr lange optimiert wurden, jahrzehntelang optimiert wurden, um eher komplizierte Aufgabenstellungen zu lösen. Also Dinge, die prinzipiell bekannt sind. Die sind bestimmt schwierig zu lösen, aber die Wirkmechanismen, die sind nicht notwendigerweise unbekannt.

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