50 Millionen Euro ARR mit 65 Mitarbeitenden: Wie Langdock KI-nativ skaliert
AI FIRST Podcast
October 2, 2026
Lennard Schmidt, Mitgründer und Co-CEO von Langdock, gibt knapp anderthalb Jahre nach seinem ersten Besuch ein Update: Aus einem sicheren Multi-Model-Chat ist eine KI-Arbeitsplattform für mehr als 13.000 Organisationen geworden.
Speakers Felix Schlenther, Lennard Schmidt
TopicsTechnology
Felix Schlenther (0:01)
Herzlich Willkommen zum AI FIRST Podcast.
Heute machen wir das große Langdock Update mit dem Mitgründer und Co-CEO Lennard Schmidt. Wir haben das letzte Mal im April 2025 gesprochen, eine absolute Ewigkeit in KI-Zeiten. Und seitdem ist bei Langdock einiges passiert. Damals 550 Kunden, heute über 13 und haben sich damit ganz klar als der große europäische KI-Champion positioniert. Heute sprechen wir darüber, was in der Zwischenzeit bei Langdock passiert ist, was sie aus der KI-Adoption von tausenden Kunden gelernt haben, wie die Produktvision aussieht und mich interessiert vor allem, wie Langdock KI intern selbst nutzt und ein KI-natives Unternehmen aufbaut. Also es ist einiges dabei. Lennard, schön, dass du wieder hier bist.
Lennard Schmidt (0:58)
Vielen Dank für die Einladung.
Felix Schlenther (1:00)
Erzähl doch einmal ganz kurz zum Start, wer du bist und was ihr bei Langdock macht.
Lennard Schmidt (1:05)
Ja, na ja. Ich bin Lennard, einer von drei Mitgründern von Langdock und verantworte bei uns so eigentlich inzwischen zusammen mit Judith, die als Co-CEO vor kurzer Zeit dazugekommen ist, so alles, was so auf kommerzieller Seite passiert. Ich bin ursprünglich, komme ich aus Hamburg, habe meine Mitgründer im Studium kennengelernt, wir haben alle drei im Softwarebereich studiert, im Prinzip Produktdesign und Software Engineering jeweils gemacht und haben Langdock vor so ziemlich, nicht genau, also drei Jahren, inzwischen so knapp über drei Jahren gegründet.
Initial als Y Combinator Startup auch in den USA gestartet, aber dann super früh, also jetzt vor ziemlich genau drei Jahren, im Oktober 23 zurückgekommen nach Deutschland, weil wir vom Fokus her gesagt haben, hey, im europäischen Markt fehlt es gerade im KI-Adoptionsbereich, Plattformen, die dabei helfen können, Unternehmen dabei zu helfen, eigentlich strukturell KI in die Belegschaft zu den Mitarbeitern zu bringen und denen dabei zu helfen, das sinnvoll einzusetzen.
Felix Schlenther (2:14)
Ich erinnere mich noch im April 2025, da ging es bei euch vor allem darum, dass ihr eine DSGVO-konforme, leistungsfähige, aber auch sichere Alternative für den breiten Unternehmenseinsatz von KI, insbesondere gegenüber ChetGPT, anbietet.
Er hatte damals 550 Kunden, seitdem ist ein bisschen Wasser den KI-Fluss runter geflossen. Wenn du jetzt mal diese knapp anderthalb Jahre zurückblickst, was würdest du sagen, was waren die prägendsten Veränderungen für euch als Unternehmen, aber auch auf der Produktseite?
Lennard Schmidt (2:55)
Als wir gestartet sind, war für uns irgendwie klar, dass diese Modelle superfähig sind. Und auch wenn man sich die Trendlinien anschaut, im Prinzip jedes Quartal besser, schneller und günstiger werden. Und einfach deutlich mehr Wert darin liegt, diese Modelle auch sinnvoll in der echten Welt zu fahren kann. Und ich glaube, wie wir unsere Rolle definiert haben, ist ein bisschen in der Form Übersetzer zu sein, von diesen inhärenten Fähigkeiten, die Modelle damals schon besessen haben und auch über Zeit noch mehr für sich beansprucht haben und was du einfach inzwischen damit machen kannst. Und das zu übersetzen in ökonomischen Mehrwert für Nutzende, für Unternehmen und Co. Und wir sind gestartet mit wirklich so einem modellagnostischen Chatprodukt, was du DSGVO konform einsetzen kannst und konntest in Deutschland, in Europa.
Und das war für uns aber immer so ein bisschen ein Startpunkt. Ich glaube, was wir halt wirklich gesehen haben, war diese Idee von, das ist so der erste Formfaktor, der funktioniert, den Leute für sich nutzen und auch für sich irgendwie verstehen, wie sie daraus Mehrwert ziehen. Das wird nicht der Letzte bleiben. Und mit jedem neuen Modell und jeder neuen Modellfähigkeit wird es neue Formfaktoren geben, die man sinnvoll auch nutzen kann. Und das heißt, wir haben uns als Plattform entwickelt von einem modellagnostischen Chat-Tool, wo du eben über eine Plattform auf verschiedene Sprachmodelle zugreifen konntest und das in einem sicheren Rahmen und auch mit eigener Entscheidungsfähigkeit darüber, von wo du welche Modelle beziehen möchtest, hin zu einer Plattform, die inzwischen noch weitere Produkte hat. Wir haben ein Agentenprodukt, wir haben ein Workforce-Produkt, wir integrieren ziemlich tief mit Unternehmensdaten und entsprechend auch anderen Tools und haben gerade auch recht viele neue Features und teilweise Produkte, entweder schon veröffentlicht oder sind im Prozess das zu tun, so rundum. Besser mit Meetings arbeiten, besser auch wirklich Applikationen bauen, ein Coding-Tool und so. Und das ist, glaube ich, so grob die Reise, die wir angetreten sind. Ich glaube, was hat sich verändert in den letzten eineinhalb Jahren? Ich glaube, man konnte, obwohl man es wahrscheinlich irgendwo gesehen hat, wie schnell Modelle besser, schneller und günstiger werden, war für uns zumindest nicht superklar ersichtlich, wie schnell das wirklich passieren würde und wie relevant groß KI einfach durchgängig bleiben würde. Ich glaube, es war irgendwie damals schon ein Thema, über das alle gesprochen haben. Ich glaube, es gibt wenig Themen, die sich so lange so im Rampenlicht halten können, weil sie irgendwie Mehrwert stiften. Und ich glaube, dass also diese Konstanz mit der KI besser wird, aber auch einfach präsent bleibt, ist etwas, mit dem wir so in der Erfahrung, glaube ich, nicht gerechnet haben und auch keiner gerechnet hat. Ich glaube, auch alle großen Labs sagen immer, sie hätten sich teilweise mit einem Faktor 10x verschätzt, in dem was sie an Werten stiften können, an Infrastruktur brauchen und Co. Und ich glaube, das zeigt so ein bisschen, wie dynamisch der Markt auch ist.
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