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230 - Mehr als 70 % aller Digitalisierungs- und KI-Initiativen scheitern – was Unternehmen tun müssen, um messbaren Erfolg zu erreichen (Praxiserfahrungen)

State of Process Automation

August 9, 2025

In dieser Episode spreche ich mit Marco Geuer, Associate Partner bei Blueforte (zuvor Global Head of Data Strategy & AI Solutions bei Fiege) und Dr Alexandra Speil, Global Head of Data Analytics & AI bei Fiege (zuvor Principal Technical Specialist bei IBM).

Speakers Christoph Pacher, Alexandra Speil, Marco Geuer

TopicsManagementBusiness

Christoph Pacher (0:00)

Über 70% aller Data-KI und Digitalisierungsinitiativen scheitern. Das zeigen zahlreiche Studien. Und wenn du in deinem Unternehmen Verantwortung für Data-KI oder die gesamte digitale Transformation trägst, dann fragst du dich bestimmt, was machen die anderen 30% anders? Genau deshalb habe ich in dieser Folge zwei erfahrene Experten zu mir eingeladen, mit denen ich eines gemeinsam erreichen möchte, die Erfolgsquote zu steigern.

Alexandra Speil (0:28)

Woran messen wir tatsächlich den Erfolg? Und wem nehmen wir auch ab, dass bei diesem Erfolg dann auch Next Steps folgen?

Marco Geuer (0:34)

Und dann kommt ja mal dieses Tal der Tränen, da macht man so die ersten Dinge und dann merkt man auf einmal, wie schnell diese Erwartung dann brutal runtergeht.

Christoph Pacher (0:40)

Marco Geuer, früher Global Head of Data Strategy und AI bei Fiege, heute Associate Partner bei Blueforte und Dr Alexandra Speil, aktuell Global Head of Data Analytics & AI bei Fiege und zuvor viele Jahre bei IBM.

Marco Geuer (0:57)

Aber daran sieht man einfach, wie weit die Spanne schon auseinander ist und man überhaupt nicht, wenn man was erzählt bekommt, noch zu verifizieren, wie viel Marketing steckt da drin und wie viel ist da wirklich Bodenständiges drin, was Realität hat.

Christoph Pacher (1:12)

Nach diesem Gespräch weißt du, wie du mit dem C-Level eine klare Strategie entwickelst.

Alexandra Speil (1:17)

Die Rahmenbedingungen zu schaffen, dass Leute tatsächlich innovativ tätig werden, dass auch Budgets vorhanden sind für sowas, aber dass auch ganz klar ist, wo ist Schluss?

Christoph Pacher (1:24)

Echte Champions im Unternehmen aufbaust.

Alexandra Speil (1:26)

5 MVPs ist keine K-Strategie. Das muss sich übrigens auch viele dann einen Bruch heben, eben genau dieser Transfer, weil es bedeutet plötzlich, was ganz was anderes auf dem Level auszurollen.

Christoph Pacher (1:34)

Und Projekte so umsetzt, dass es am Ende nicht beim Prototypen bleibt, sondern ein echter Mehrwert für das Business entsteht.

Marco Geuer (1:42)

Ich bin hier am Hamsterrad. Welche Pains haben wir denn überhaupt? Und wieso erreichen wir eigentlich jeden Tag oder jede Woche nicht die Ziele, die wir eigentlich erreichen wollen oder immer mit mehr Aufwand, als wir eigentlich eingeplant haben?

Christoph Pacher (1:53)

Ich bin Christoph Pacher und jetzt geht's ins Gespräch mit Alexandra und Marco.

Viele Unternehmen haben ja gerade so große Ambitionen mit ihren Digitalisierungsinitiativen, KI-Initiativen, Data-Initiativen und wahrscheinlich habe ich jetzt gar nicht alles aufgezählt, aber mit ihren ganzen Ambitionen. Aber was man dann wieder in verschiedenen Studien sieht, ist, dass eigentlich so über 70 Prozent dieser ganzen Initiativen scheitern. Und ich möchte mit euch, Marco und Alex, heute mal gemeinsam herausarbeiten, was sind so eure Erfahrungen, warum diese Initiativen scheitern und was habt ihr vielleicht aus der Vergangenheit gelernt, wie man es besser machen kann. Weil ich glaube, das Ziel sollte sein, dass man das Wissen wirklich teilt und dass eben am Ende diese große Zahl von 70 Prozent wirklich ein bisschen runtergeht. Dass man sagt, ok, wenn ich da jetzt viele Ressourcen reinstecke, Budget, personelle Ressourcen, dass am Ende auch wirklich was rauskommt. Aber bevor wir mit dem Thema starten, würde ich gerne noch mal einen Schritt zurückgehen. Und mich würde mal so als Einstieg interessieren, was war denn in diesem Kontext so euer prägendste Moment in eurer beruflichen Karriere? Marco.

Marco Geuer (3:15)

Boah, da kommst du aber jetzt direkt mit einer Frage um die Ecke. Prägendstes. Also ich glaube, das Prägendste war, und das geht, glaube ich, so ein bisschen auch wieder in deine Frage rein, ist noch mal zu verstehen, warum eben, und das gilt ja nicht nur für Data Driven oder sonstiges, auch IT-Projekte und alles Mögliche haben ja ähnlich hohe Zahlen. Alles, was irgendwie mit Technologie immer zu tun hat, hat ja unglaublich hohe Zahlen des Scheiterns, kann man ja sagen. Und als ich damals noch mal mich genau dazu kundig gemacht habe, woran liegt das? Was sind denn eigentlich so die Faktoren außerhalb der Technikfrage, ist genau das, und da habe ich mich ja mit dem Thema Durchsatzmanagement beschäftigt. Und das ist auch sehr strategisch. Warum scheitern halt einfach viele und das Thema ist halt einfach, weil die meisten keinen Fokus haben. Wir versuchen ja immer, die Ressourcen, die wir haben, möglichst häufig auf viele Projekte zu teilen. Und somit reduzierst du ja eigentlich die Geschwindigkeit aller Projekte und sorgst auch dafür, dass die meisten Projekte deswegen alle ja langsamer werden, als dass du dich auf die High Value Projekte oder auf die High Value Ziele konzentrierst. Und als ich mich damit beschäftigt habe und dann auch angefangen habe, genau nach diesem Prinzip das anders zu machen, zu sagen, ich habe ein Projekt, da haben wir die Ressourcen zu, die kann ich 100 Prozent darauf legen, werden die Dinge auf einmal erfolgreich und unglaublich schnell.

Das war so für mich prägend so der Punkt und damit auch noch mal ganz stark, wo ich dann auch in das Thema Strategie auch gegangen bin, was sind die strategischen Elemente, die du brauchst, um letztendlich solche Technologien und alles, was du drumherum baust. Wir reden ja immer über Technologie, eigentlich ist ja ganz viel mehr, wie bringe ich die Menschen eigentlich dahin ans Ziel? Und das ist eigentlich der Punkt, für mich das prägendste gewesen, nicht nur noch mal die Methode zu lernen oder feststellen, es gibt Methoden dafür, die eigentlich total alt sind, aus der Physik ursprünglich kommen tatsächlich, sondern sie funktionieren dann auch, wenn es ganz konsequent auch machst und natürlich dann auch das Top-Management dahinter ist, das sich darauf einlässt, nicht 20 Ideen zu machen, sondern ein, zwei konkrete, aber die erfolgreich zu machen.

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