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**Micky Beisenherz** (0:00)
Guten Morgen, lieber Wolfgang.
**Wolfgang Heim** (0:01)
Guten Morgen, lieber Micky.
**Micky Beisenherz** (0:03)
Ich freue mich, dich zu sehen.
**Wolfgang Heim** (0:05)
Ich freue mich auch, dich zu sehen. Es ist Lichtjahre her. Damals, als wir uns zuletzt gesehen haben, wollten wir noch Fußballweltmeister werden. Und Julian Nagelsmann hätte eine große Auszeichnung des Bundesverdienstkreuzes bekommen.
**Micky Beisenherz** (0:21)
Richtig. Ich zitiere die große Annalena Baerbock, die sagte, wir sind in einer anderen Welt aufgewandt.
Ist interessant, du bist ja übrigens, als wir unser kleines Apotheker Sommerfest hatten, da bist du ja sogar früher abgehauen. Du hast dir das Länderspiel doch gar nicht mehr angeguckt. Du hast es schon prophetisch, hast du dich schon abgewendet.
**Wolfgang Heim** (0:41)
Nein, nein. Also prophetisch vielleicht sogar ein Stück weit wirklich, aber mein Sohn lebte ja in Oranienburg. Und da ist die Entfernung so, dass ich also dieses schreckliche Spiel in voller Länge erleben durfte. Und es ist, wie es ist.
Aber sag mal, wie war es denn für dich in dieser neuen Rolle bei Magenta TV?
**Micky Beisenherz** (1:02)
Schön.
**Wolfgang Heim** (1:02)
Schön?
**Micky Beisenherz** (1:03)
Das war super. Ja, total gut. Das hat wahnsinnigen Spaß gemacht. Das war ein Start-Zielsieg, möchte ich sagen. Also in der Runde, in der ich da morgens saß. Wir haben uns hervorragend verstanden. Wir waren zwar immer früh dran, aber du weißt ja, wie das ist, wenn du irgendwo bist mit Menschen, die du sehr magst und du dich mit einem Thema befasst, was dir Freude macht, dann geht die Zeit superschnell rum. Das war total gut. Ich glaube, ich kann mich so weit aus dem Fenster lehnen. Es wird nicht das letzte Mal gewesen sein, dass ich bei Magenta zu sehen war.
**Wolfgang Heim** (1:32)
Wie war diese Umstellung, dann doch sehr, sehr früh am Morgen anfangen müssen zu arbeiten?
**Micky Beisenherz** (1:38)
Ich komme ja vom Radio, wie du weißt. Das heißt, ich habe da eine gewisse Erfahrung, was frühes Aufstehen angeht.
Ich bin glücklicherweise noch jung genug, dass mich die Freude am Tun sämtliche Wecker vergessen lässt. Und es ist natürlich auch ein Riesenvorteil, wenn man es im Sommer macht. Das heißt, egal wie früh du aufstehst, es ist doch irgendwie noch im Hellen oder schon im Hellen. Und ich war natürlich auch mal relativ früh aus dem Studio raus, will sagen. Ich hatte sehr viel Tagesfreizeit in München und das lässt sich im Sommer ganz gut aushalten.
**Wolfgang Heim** (2:12)
Also ich habe es so erlebt, erst dachte ich, wenn Deutschland so früh rausfliegt, also da ist schon sehr viel Spannung dann weg für diese WM. Und dann habe ich aber gemerkt, als die KO. Spiele angefangen haben, dass es doch eine gewisse Faszination gehabt hat. Und schlussendlich haben wir ja mit Spanien den absolut verdienten Weltmeister. Und auch Rodri ist ja nicht umsonst der Spieler des Turniers geworden. Großartig.
**Micky Beisenherz** (2:34)
Witzig, ne? Der Fußball ist, also wie soll man das sagen? Also der wird natürlich von allen Ecken links und rechts angegriffen, was Korruption angeht und Spielverschiebung und Manipulation. Aber er ist in sich offensichtlich in sich so resilient, dass er am Ende doch die beste Mannschaft Weltmeister wird. Denn das war ja neben all dem unglaublichen Scheiß, den wir da erleben mussten, Stichwort Trump und Infantino und Co. Am Ende, auch wenn Spanien jetzt nicht mal eine Lieblingsmannschaft ist, aber man muss doch sagen, es ist irgendwie ganz tröstlich zu erkennen, dass die beste Mannschaft dann auch Weltmeister wird. Irgendwie ja auch eine gute Botschaft.
**Wolfgang Heim** (3:12)
Und noch tröstlicher wird es dann, wenn die UEFA es wirklich schafft, Infantino vom Stuhl zu kippen.
**Micky Beisenherz** (3:20)
Ja, wenn es denn mal so weit kommt.
**Wolfgang Heim** (3:21)
Wenn es denn so weit kommt, wir werden sehen.
**Micky Beisenherz** (3:22)
Wollen wir mal schauen, aber ich fand's schon bemerkenswert, dass Infantino es jetzt so weit getrieben hat, dass du selbst für die FIFA zu korrupt bist. Das muss man erst mal schaffen.
**Wolfgang Heim** (3:32)
Jetzt versuchen wir vielleicht einen Übergang dergestalt, dass wir vom großen Weltfußball drei Etagen tiefer gehen und uns die ostdeutsche Fußballlandschaft angucken, speziell Dynamo Dresden. Und da wären wir schon bei dem Gesprächspartner, den wir jetzt im ersten Heimspiel nach der Sommerpause aufgezeichnet haben gestern, Cornelius Pollmer.
**Micky Beisenherz** (3:55)
Ein Mann, den ich auch gerne beim Fußball zusehe, vor allem wenn er in meiner eigenen Mannschaft spielt. Ich habe mir ja mit Cornelius... Cornelius ist ein guter Fußballer. Er ist ein guter Fußballer, der technisch fast genauso fein ist, wie wenn er an der Tastatur sitzt. Also hätte man ja vielleicht gar nicht gedacht.
**Wolfgang Heim** (4:16)
Tastatur, er ist dazu natürlich ein wirklich brillanter Schreiber, hat ja lange bei der Süddeutschen gearbeitet, schreibt jetzt für die Zeit, ist ja auch Host bei Apofika, bei Apokalypse & Filterkaffee.
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