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Sturzflut in Nepal – die schwierige Suche nach Überlebenden (Update)

Was jetzt?

August 27, 2026

Bei einer Sturzflut in der Grenzregion zwischen Nepal und Tibet sind mindestens 273 Menschen gestorben. Mehr als 1.300 Menschen in Nepal und China gelten weiterhin als vermisst, darunter zahlreiche Touristen aus verschiedenen Ländern.
Speakers: Azadê Peşmen, Natalie Mayroth, Cornelius Pollmer, Jörg Lau

Topics: News

**Azadê Peşmen** (0:05)
Fünfzehn Minuten. So lange habe die Sturzflut in Nepal gebraucht, um alles zu zerstören, berichtet ein Anwohner.
Viele Menschen im nordnepalesischen Distrikt Arasua haben binnen kürzester Zeit alles verloren. Wir blicken gleich auf die aktuelle Lage vor Ort. Außerdem hier im Update von Was jetzt? Eine kleine Nachlese des TV-Duells zwischen Sven Schulze von der CDU und Ulrich Siegmund von der AfD. Beide wollen am 6 September in Sachsen-Anhalt zum Ministerpräsidenten gewählt werden.
Wie ihre Chancen nach dem TV-Duell stehen, darum geht es gleich. Heute ist Donnerstag, der 27 August. Azadê Peşmen meldet sich zum Dienst und Redaktionsschluss für diesen Podcast war 16 Uhr.
Menschen, die um ihr Leben rennen. Wasser und Schlamm bahnen sich mit voller Wucht ihren Weg und reißen dabei ganze Dörfer mit sich. Diese Bilder zeigen die Flutkatastrophe in Nepal. Die Zahl der Vermissten und Toten steigt kontinuierlich. Aktuell sind 359 Tote bestätigt. In Nepal und China zusammen werden über 1300 Menschen vermisst. Die Ursache für die Sturzflut ist ein Gletscherabbruch, der eine Eis- und Gröllawine ausgelöst hat, die wiederum eine Sturzflut ausgelöst hat. Natalie Mayroth berichtet aus und über Südostasien und ich habe sie gefragt, vor welchen Herausforderungen die Rettungskräfte gerade stehen.

**Natalie Mayroth** (1:30)
Zunächst einmal war das ein Problem, überhaupt dorthin Zugang zu bekommen. Wir reden zwar über eine Region, die bei Trackern beliebt ist und auch für die Wallfahrt, aber dennoch sind viele Orte schwer zugänglich, schon ohne Überflutungen. Das heißt, es war wirklich eine Herausforderung am Tag der Katastrophe dorthin zu gelangen. Mittlerweile ist Wasser abgeflossen. Es hat auch am Donnerstag nicht mehr geregnet und langsam erreichen eben jetzt die verschiedenen Ortschaften, Rettungspakete, sauberes Trinkwasser, Lebensmittel.
Und da ist es eben wichtig, dass jetzt Infrastrukturen aufgebaut werden und Menschen eben evakuiert.

**Azadê Peşmen** (2:10)
Außerdem wollte ich noch von ihr wissen, wie gut sie überhaupt ausgestattet sind.

**Natalie Mayroth** (2:14)
Ich hatte mit dem Roten Kreuz gesprochen und mit CARE. Das Rote Kreuz hatte schon früh freiwillige Helferinnen vor Ort, aber eben auch das Problem des Zugangs.
CARE hat mittlerweile auch angefangen, seine Hilfspakete zu verteilen. Beide arbeiten eng mit der Regierung und dem Katastrophenschutz zusammen. Es gibt 300 Pakete, die CARE hat, aber natürlich wird das zu wenig sein. Zuletzt hieß es, dass 10 Haushalte von sofortiger Hilfe betroffen sind. Und wie dringend Hilfe nötig ist, das zeigt auch, dass nach bei Indien 10 Tonnen Hilfsgüter und Medikamente erst mal jetzt über Luft rübergeschickt hat. Es sind aber auch noch weitere finanzielle Mittel, die aus den USA, aus China und von der Weltbank zugesagt worden sind.

**Azadê Peşmen** (3:06)
Gibt es noch Hoffnung, Überlebende zu finden?

**Natalie Mayroth** (3:08)
Bei den Personen, wo der Kontakt erst mal nur abgebrochen ist, ja. Denn durch das Unwetter wurde Infrastruktur zerstört, aber eben auch das Mobilfunknetz stark geschädigt.
Bei jenen, die von den Fluten mitgerissen worden sind, wenig. Wir haben jetzt auch zuletzt gesehen, dass immer mehr Leichen schon Richtung Süden an die Grenze zu Indien gefunden worden sind. Sie wurden von den Wassermassen mitgerissen. Aber Rettungskräfte sind weiterhin im Einsatz. Am Donnerstag waren es bis zu 500 Personen von Polizei und Militär.

**Azadê Peşmen** (3:48)
Das MDR-Fernsehstudio in Magdeburg war gestern der Ort der Diskussion zwischen dem noch CDU-Ministerpräsidenten Sven Schulze und dem AfD-Kandidaten Ulrich Siegmund. Beide treten am 6 September bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt an und haben gestern Abend im TV-Duell miteinander diskutiert. Hier ein kleiner Ausschnitt.

**Cornelius Pollmer** (4:08)
Herr Schulze, die Ergebnisse sind super.

**Jörg Lau** (4:10)
Das klappt der Vorergebnis.

**Cornelius Pollmer** (4:11)
Schauen Sie sich doch mal diese Umfragen an, Herr Schulze.

**Jörg Lau** (4:13)
Das fällt doch nicht vom Himmel.

**Cornelius Pollmer** (4:14)
Na ja, aber dann frage ich Sie mal bei diesen Umfragen, wenn Sie die Umfrage ansprechen.

**Natalie Mayroth** (4:18)
Auch wenn meine Partei gerade nicht so stark da steht.

**Cornelius Pollmer** (4:20)
Aber die Menschen sagen mehrheitlich, sie wollen mich als ihren Ministerpräsidenten. Das sollten Sie auch so kennen.

**Jörg Lau** (4:24)
Ich nehme auch wohl Ihre Partei scheinbar so stark. Das nehme ich zur Kenntnis, aber das liegt doch nicht. Sie glauben ja schon, Sie haben gewonnen, Herr Siegmund, oder?

**Cornelius Pollmer** (4:28)
Nein, ich habe eine Demut, das ist eine Umfrage.

**Natalie Mayroth** (4:30)
Wenn Sie Siegmund, Sie verweisen ja auf die Umfrage.

**Jörg Lau** (4:32)
Ja, machen Sie.

**Cornelius Pollmer** (4:33)
Das liegt natürlich daran, dass sie politisch kaum etwas von Linken, Grünen oder der SPD unterscheidet. Es ist doch logisch, dass diese sich dann auch hinter ihnen versammeln.

**Jörg Lau** (4:39)
Selbstverständlich.

**Cornelius Pollmer** (4:39)
Und wenn sie alle zusammen subsummieren, kommen sie halt auf dieses leicht verbesserte Ergebnis.

**Azadê Peşmen** (4:43)
So kurz vor der Wahl kann man so ein Format nicht unterschätzen. Gerade bei einem Bundesland mit einer relativ alten Bevölkerung, wo so ein Duell auf der großen Bühne des Heimatsenders einen gewissen Effekt hat, findet mein Kollege Cornelius Pollmer. Er leitet das Leipziger Büro der Zeit und hat sich die Sendung angesehen. Wie hat sich das TV-Duell jetzt auf das Rennen zwischen Schulze und Siegmund ausgewirkt?

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