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Doppelgänger

August 8, 2026

Demis Hassabis tritt als CEO von Google DeepMind ab, und am selben Tag verlässt Jeff Dean die Firma, bei der er 1999 als Mitarbeiter Nummer 30 angefangen hat. Danach wird die Wäsche zwischen Apple und OpenAI schmutziger, samt veröffentlichter Chatprotokolle.
Speakers: Philipp Glöckler, Philipp Klöckner

Topics: Marketing, Business, Entrepreneurship

**Philipp Glöckler** (0:00)
Willkommen zum Doppelgänger Podcast Folge 586 am 8 August 2026 Ich bin Philipp Klöckler und telefoniere zweimal die Woche mit dem Tech-Analisten Philipp Klöckner, deinem TV-Gesicht. Es ist eine Folge mal wieder voll mit News. Also wenn wir Sommerpause machen würden, dann würden wir hier auf jeden Fall wieder aufnehmen.
Die größte AI-News ist, dass das Supermind von Deepmind nicht mehr CEO bei Google Deepmind ist. Die News hat so eingeschlagen, dass das sogar die Aktie bewegt.

**Philipp Klöckner** (0:45)
Ja, um 4-5% ging es runter, was in dem Fall ja, ich glaube, 200 Milliarden sind.
Demis Hassabis ist der 200-Milliarden-Mann, dessen Name ich immer wieder falsch ausspreche leider. Nobelpreisträger, nicht zu vergessen. Und der tritt jetzt zurück als CEO von Google's Deepmind, wo er lange tätig war, verantwortet die Alpha-Go-Phase zum Beispiel, aber auch Alpha-Fold, wofür der Nobelpreis gab für die Proteinverhaltung. Sicherlich einer der Wissenschaftler unserer Zeit. Das kann man jetzt schon sagen. Ich glaube, natürlich steckt auch ein großartiges Team hinter ihm. Und gleichzeitig, Koinzident, tritt auch Jeff Dean, einer der wenigen, ich glaube, einer der zwei noch bei Google Beschäftigten, sogenannten Google Fellows, also die sich am meisten verdient gemacht haben. Mitarbeiter 30 bei Google. 1999, kurz nach der Gründung, hat er angefangen als 30 Mitarbeiter. Bis heute war er da tätig und immer ein superwichtigen Programmier, Infrastrukturthemen, später KI, hat sich sehr früh in das Thema Deep Learning eingelesen, hat an TensorFlow mitgearbeitet, vielen anderen Sachen. Ich empfehle Leuten, die es interessiert, wie wichtig dieser Mann war, den Wikipedia-Artikel zu lesen. Wir wollen jetzt aber nicht vorlesen. Aber der geht gleichzeitig und nimmt noch drei Leute mit, um seine eigene Firma zu gründen. Wir versuchen es mal eins nach dem anderen zu machen. Ich glaube, man muss das im Zusammenhang sehen, das ist sicherlich kein Zufall, das passiert. Und Jeff Dean war quasi der Chef von Google Brain. Das ist sozusagen die KI-Sparte innerhalb von Google. Also DeepMind ist ja ein Labor aus London, was sie, ich glaube, für eine halbe Milliarde mal super günstig geschossen haben, im Nachhinein gesehen. Was relativ autark von Google gearbeitet hat als Forschungslabor. Und dann gab es eben Google Brain, was ihre etwas näher an der Zentrale gelagerte KI-Einheit war. Und eine Lesweise wäre auf jeden Fall, dass Google die KI-Entwicklung insgesamt noch näher an die Zentrale ziehen möchte. Und dass vielleicht diese beiden Leute, die sich zunehmend als Forscher oder schon immer als Forscher gesehen haben, damit nicht so richtig zufrieden sind oder das nicht unterstützen und vielleicht deswegen sich in dem Konstrukt nicht mehr gesehen haben. Also man könnte sagen, aus den zwei Forschungslabors von Google wird jetzt die KI-Produktabteilung von Google, um eben in diesem Rennen, um die wichtigsten Modelle mitstinken zu können, zentralisiert man das ein bisschen. Und das ist jetzt Wartime angesagt und nicht mehr wir leisten uns hier zwei barmherzige KI-Labore, sondern es geht darum, das Rennen zu gewinnen, die besten Produkte zu bauen. Man könnte argumentieren, DeepMind und Google Brain haben zu wenig für Gemini getan und für die Gemini-Produkte in der Vergangenheit und stattdessen an irgendwelchen Viren, Genen und was weiß ich, Eiweißen herum geforscht. Vielleicht sieht Google da kurzfristig zumindest woanders mehr Nutzen. Und ich könnte mir vorstellen, da gab es ein Zerwürfnis. Es gibt viele Spekulationen darüber, die vielleicht ein bisschen mehr Sinn machen als andere. Es wird auch immer wieder seit Jahren eigentlich über das interne Gerangel um Ressourcen bei Google gesprochen. Also einfach gesagt, von den doch erheblichen KI-Ressourcen, die Google aufgebaut hat. Wie werden die verteilt, also was gebe ich, um die Suche noch KI-lastiger zu machen, zum Beispiel? Also um bei jeder Suchanfrage ein KI-Feature auszuspielen. Was verkaufe ich mit Google Cloud Platform an Kunden, um die schon jetzt gigantisch guten Wachstumszahlen der Cloud Platform noch weiter zu befeuern? Was nutze ich für die Erforschung eigener Modelle, um Gemini noch besser zu machen, um bessere Coding-Agenten zu bauen? Solche Dinge. Und was nutze ich für echte Grundlagenforschung oder angewandte KI in anderen Wissenschaftsthemen, wie eben Materialwissenschaft, Medizin, wo DeepMind einfach viel gearbeitet hat in letzter Zeit, Wettermodelle und so fort.
Und das ist natürlich eine schwere Entscheidung, wie ich da meine Ressourcen verteile. Und es gibt durchaus auch Leute, die mutmaßen, dass man jetzt mehr Ressourcen, also nicht nur die personalen Ressourcen, sondern auch die rechten Ressourcen, mehr an die Basis oder die an HQ sieht. Und deswegen die Labore zunehmend leerer ausging und vielleicht auch deswegen die Leute frustriert abhauen.
Man kann sich also den Vorsitz von DeepMind übernimmt, der ehemalige CTO und Vize von Demis Hassabis. Das ist jetzt nicht überraschend, würde ich sagen, wie es da weitergeht. Schaut man zu dem Fall Jeff Dean, der baut zusammen mit Sanjay Gemavat, das ist der zweite Google Fellow, der noch gearbeitet hat bei Google, mit dem er die vier Google-Mitarbeiter, das sind alle vier super entscheidende Google-Mitarbeiter, muss man sagen.

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