Topics: News
**Rita Lauter** (0:04)
Von guten Mächten wunderbar geborgen. Das wünsche ich Ihnen auch an diesem Morgen. Und heiße sie mit dieser Anleihe bei Dietrich Bonhoeffer willkommen bei Was jetzt? Ihrem Bibel-Nachrichten-Podcast der Zeit.
Was aber, wenn statt guter Mächte fremde Mächte am Werk sind und unser Land bedrohen, welche Option hat die Bundesregierung dann?
Diese Frage besprechen wir, nachdem ja inzwischen offenbar mehrere Sprengstoffdrohnen rund um den Leipziger Flughafen gefunden wurden. Und bei medizinischen Beschwerden immer erst mal zur Hausärztin. Was bringt das? Es ist Donnerstag, der 27 August. Ich bin Rita Lauter, bis gleich nach den Kurznachrichten.
**Sophia Boddenberg** (0:49)
Ich bin Sophia Boddenberg. Guten Morgen.
Nach den verheerenden Überschwemmungen in Nepal ist die Zahl der Toten auf fast 160 gestiegen. Hunderte Menschen werden vermisst. Die Überschwemmungen spülten ganze Dörfer weg und beschädigten Straßen und Brücken. Mehrere Fernstraßen waren blockiert. Außerdem wurden Wasserkraft und Solaranlagen beschädigt. Die nepalesische Armee entsandte Hubschrauber und Rettungstrupps in die betroffene Region. Das gesamte Ausmaß der Katastrophe ist noch unklar. Auch im benachbarten Tibet meldeten die Behörden Tote und Vermisste, wegen einer Schlammlawine an einem Grenzübergang zwischen China und Nepal. Die Ursache der Sturzflut ist noch ungeklärt. Laut Nepals Außenminister könnte ein Beben eine Lawine ausgelöst haben.
Der Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt Sven Schulze und AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund sind in einem TV-Duell gegeneinander angetreten. Zu Beginn der Sendung im MDR kritisierte Schulze die AfD wegen ihrer fehlenden Antworten auf aktuelle Probleme und wegen ihres Frauenbildes. Außerdem warnte er vor dem Einfluss der Bundespartei-Vorsitzenden Alice Weidel auf den Landesverband in Sachsen-Anhalt.
Siegmund entgegnete, die AfD habe einen klaren Plan für das Land und warf Schulze eine abgehobene Perspektive vor. Laut einer aktuellen Umfrage im Auftrag der ARD kommt die AfD in Sachsen-Anhalt auf 42 Prozent, die CDU auf 22, die Linke auf 11, die SPD auf 8 und die Grünen auf 6 Prozent.
**SPEAKER_3** (2:31)
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**Rita Lauter** (3:00)
Alle Infos auf greenplanetenergy.de Anfang August hätte nach Einschätzung von Ermittlern etwas richtig Schlimmes in Deutschland passieren können. Auf dem Flughafen Leipzig war eine Sprengstoffdrohne entdeckt worden, die zum Glück nicht detoniert ist. Es wurden offenbar aber noch weitere solcher Drohnen gefunden, die mit Militärsprengstoff bestückt waren. Darüber hatten wir hier schon berichtet. Persönlich hat sich Bundeskanzler Friedrich Merz zum ersten Mal vor zwei Tagen dazu geäußert.
**Friedrich Merz** (3:33)
Die Bundesregierung erlegt Urhebern hybrider Angriffe einen Preis auf. Sie werden dafür bezahlen.
**Rita Lauter** (3:39)
Fragt sich nur, bezahlen in welcher Währung? In Ruble?
Denn viele Indizien deuten darauf hin, dass Russland seine Finger im Spiel hatte, unter anderem, weil vom Leipziger Airport viele Militärgüter in die Ukraine transportiert werden. Wie könnte eine Reaktion der Bundesregierung also aussehen? Mit möglichen Szenarien hat sich mein Kollege Maxim Kireev beschäftigt. Hallo, Maxim.
**Maxim Kireev** (4:01)
Hallo, Rita.
**Rita Lauter** (4:02)
Deutschland werde sich wehrhaft zeigen. Das hat Innenminister Alexander Dobrindt gestern gesagt. Welche Option hat Deutschland denn jetzt?
**Maxim Kireev** (4:09)
Es gibt einerseits natürlich die Überlegung, wie kann Deutschland selber sicherer werden? Wie können wir unsere kritische Infrastruktur absichern? Also der Flughafen Leipzig Halle war sichtlich unzureichend geschützt. Das muss besser werden, aber viel wichtiger ist es. Und da wird gerade im Hintergrund intensiv überlegt, wie kann man die Kosten eines solchen Angriffs für den Angreifer eben in die Höhle treiben? Und da gibt es verschiedene Möglichkeiten. Zum einen, wenn es denn jetzt wirklich Russland war, könnte Deutschland genau das Gegenteil dessen machen, was Russland von uns eigentlich will. Also die Unterstützung der Ukraine eigentlich weiter hochfahren, die Zusammenarbeit mit der Ukraine intensivieren. Man könnte auch nachrichtendienstlich vorgehen. Man könnte versuchen, in Russland zumindest herauszufinden, wie solche Angriffe entstehen und eben diese ganzen Kanäle versuchen, lahm zu legen, versuchen die kriminellen Strukturen, die in Deutschland mit Russland zusammenarbeiten, lahm zu legen. Also da gibt es noch einiges zu tun und da wird gerade sehr intensiv geforscht.
**Rita Lauter** (5:08)
Du hast gerade gesagt, wenn es denn jetzt wirklich Russland war, die Bundesregierung nennt den möglichen Auftraggeber des Drohnenangriffs weiter nicht beim Namen. Auch Dobrindt hat gestern wieder ganz allgemein von fremden Mächten gesprochen. Warum?
**Maxim Kireev** (5:21)
Also was wir von Sicherheitsbehörden und auch von einigen Geheimdiensten hören, ist, dass die Zweifel daran, dass es Russland war, sehr, sehr gering sind. Es ist zwar polizeilich noch nicht 100 Prozent festgestellt worden, aber tatsächlich sind die Indizien so erdrückend, dass es eigentlich keinen Zweifel gibt. Das Problem ist aber eher politischer Natur. Denn wenn man jetzt sagt, das war Russland, werden sicherlich auch wir Journalisten und alle möglichen Leute sofort fragen, was heißt das denn jetzt? Welche Maßnahmen werden denn jetzt ergriffen? Und das Ausarbeiten dieser Maßnahmen dauert eben ein bisschen. Und man will sich offenbar auch ein bisschen, diesen Zugzwang, sich nicht selber auferlegen. Deswegen ist das eher eine taktische Geschichte. Ich glaube nicht, dass Dobrindt selber Zweifel hat, wer denn hinter diesem Anschlag steckt.
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