Topics: Marketing, Business, Entrepreneurship
**Philipp Glöckler** (0:00)
Willkommen zum Doppelgänger Podcast Folge 593 am 2 September 2026 Ich bin Philipp Klöckner und telefoniere zweimal die Woche mit dem Tech-Analysten Philipp Klöckner und Pip. Wir müssen dir gratulieren. Ich möchte dir gratulieren. Du hast es geschafft. Du bist jetzt einer der größten LinkedIn-Accounts Deutschlands. Vielleicht. Du hast auf jeden Fall die magische Grenze von 100 Followern geknackt.
Was passiert dann? Kriegt man dann so eine goldene Plakette von LinkedIn oder so? Irgendwas explodiert? Gibt es Konfetti?
**Philipp Klöckner** (0:39)
Nicht, dass ich wüsste. Ich habe auch nicht wirklich drauf hingearbeitet, glaube ich.
Es ändert nicht so viel am Leben. Man kann sich natürlich auf irgendwelche Visitenkarten schreiben. Was ich besonders wild fand, nur weil ich zufällig drüber gestorben habe in den letzten Tagen, Es gibt Leute, die schreiben sich ihre Follower-Anzahl in ihre Tagline auf LinkedIn. Das finde ich sehr lustig. Da steht dann so 234 K LinkedIn-Follower oder so. Ich würde wetten, jeder, der das so dahinschreibt, hat sie nicht 100% transparent erworben, ist mein Gefühl.
**Philipp Glöckler** (1:17)
Du hast ja vor einigen Jahren, kann man ja schon sagen, auf doppelgänger.io/vip so ein bisschen Engagement-Rate getrackt. Weißt du noch, wie du das ausgerechnet hast? Also du hast damals Reactions, also Likes, Comments und Reposts, der letzten fünf Posts-Skrimpt gezeigt.
**Philipp Klöckner** (1:35)
Genau. Das ist nicht besonders wissenschaftlich, aber ja, die letzten fünf Posts mal so.
Also normalerweise verhalten sich Posts nicht so unterschiedlich, was Grundmetriken angeht, insbesondere die Anzahl der Kommentare. Und genau, da habe ich so ein bisschen drauf geschaut, wie das korreliert zu der tatsächlichen Anzahl der Follower. Also man würde erwarten, dass jeder Mensch einen gewissen Teil seiner Follower aktivieren oder reaktivieren kann. Und so einfach war es aber nicht. Es gab Leute, die irgendwie zehn Prozent ihrer, oder irgendwie hohe einstellige Bereiche ihrer Follower aktivieren konnten, wenn ich mich richtig erinnere. Es gab halt welche, die bei Engagement-Rates von irgendwie 0,3, 0,4 Prozent lagen. Was dafür spricht, dass es vielleicht Kartell-Leichen sind, dass es Leute sind, die nicht wirklich interessiert sind, oder dass man als großer Follower auch einfach algorithmisch es noch ein bisschen schwerer hat. Das ist ja bei Instagram zum Beispiel durchaus der Fall. Da würde ich jetzt nicht jedem vorwerfen, der Millionen Follower hat, dass er sie irgendwie gekauft hat, sondern das ist auch einfach ganz oft so, dass irgendwie so Leute wie, keine Ahnung, die Kaule Zwilling oder Heidi Klum oder so vielleicht als Beispiel, die irgendwie Millionen von Follower haben, dann doch relativ niedrige Engagement-Rates haben. Was daran liegt, dass sie relativ weit hinten in der Real- oder Storylogik angezeigt werden nachher?
**Philipp Glöckler** (2:52)
Ich habe so ein bisschen nachgerechnet, habe dich verglichen mit Westermeyer und mit mir. Also dein Account wächst schneller als unser. So im Vergleich vom Dezember 2025 bis jetzt bist du fast 25 Prozent gewachsen.
Veste 12 Prozent, ich fast 18 Prozent. Und Engagement-Rate ist bei dir auch besser. Also mach weiter, was du so machst. Es scheint zu funktionieren.
**Philipp Klöckner** (3:19)
Und das ganz ohne Emojis und Selbstbildnisse und so. Oder fast ohne Selbstbildnisse und so weiter.
Ich mache eigentlich alles falsch nach dem, was LinkedIn-Coaches und Agenturen so in der Regel verkaufen. Irgendwie herzzerreißende Stories aus dem eigenen Privatleben. Und so macht das ja alles komplett falsch. Aber wenn ich ein Ziel habe, ist nicht die Anzahl der Follower, sondern zu beweisen, dass man überhaupt mit Inhalten auf eine ansehnliche Followerzahl kommen kann. Und die damit auch wirklich engagen kann. Und ich halte es tatsächlich. Also mich hat doch nicht mal jemand gefragt, aus einer, ich würde sagen, aus einer reputationssensiblen Industrie, wie man das anfangen soll. Und mein Tipp war eben, das, was andere Leute machen, nicht zu tun, sondern, dass ich versuche zu beweisen, dass man es mit Inhalten schaffen kann. Und viel wichtiger ist, wofür du stehst. Und nicht wie viele Follower hast, sondern wofür du stehst. Und ich würde, auch wenn es ja überhaupt nicht mein Ziel ist, irgendwie das zu monetarisieren. Ich will nicht ausschließen, dass ich das nicht irgendwann trotzdem tue, aber es ist ja nicht mein Ziel, das zu monetarisieren. Aber ich glaube, wenn du jetzt schaust, wer wurde von einer neuartigen SaaS-Lösung oder von einem SaaS-Feature von einem Produkt in der Lage sein, ein paar Lizenzen zu verkaufen innerhalb von einer Woche, dann ist das gemessen an 100 Followern wahrscheinlich eher ich als Leute, die über 500 Follower oder über 300 Follower haben und so vermeintlich populärer sind. Das ist meine Hoffnung zumindest, dass mein Wort da schwerer wiegt oder mehr mit Kompetenz verbunden wird als bei anderen.
**Philipp Glöckler** (4:49)
Ja, ich versuche mich noch ein bisschen von LinkedIn zu drücken, wenn sie mich immer mit dem Verification blocken möchten. Ich habe so ein bisschen das Gefühl, dass da ich mich nicht verifizieren lasse, dass das so ein bisschen Growth wegnimmt.
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