**Dän Zeltner** (0:01)
Herzlich Willkommen zum Podcast von Equippers Berlin.
Ja, was für ein Privileg heute bei euch sein zu dürfen. Ich möchte euch, danke euch auch, ich möchte euch herzliche Grüße bestellen aus Zürich, von Equipes Zürich. Wir beten auch für euch in dieser herausfordernden Zeit, wo ihr als Gemeinde seid und glauben auch, dass einfach Gott drin ist und auch in Innentäuschung, aber auch in Veränderung wunderbare Dinge tut. Denn das ist unser Gott. Amen. Ja, ich habe euch noch ein Foto mitgebracht von meiner Family. Ich habe eine Großfamilie, wir haben sechs Kinder.
Und Janis, der neben mir da ist, der ist wirklich ein Berliner, der ist in Berlin geboren. Wir haben da in 2008 gelebt für eineinhalb Jahre. Es war eine ganz tolle Zeit, auch eine herausfordernde Zeit, aber man, ich liebe Berlin und ich liebe es, zurückzukommen und das war eine Zeit für mich, wo ich Gott so stark erlebt habe, wie noch nie. Das war eigentlich meine Bibelschule. Da ist das Fundament meines Glaubens gebaut worden, weil ich wirklich Gott vertrauen musste. Genau und ich hoffe, ihr versteht mich. Ich habe während dieser Zeit auch in der Archischule in Hellesdorf gearbeitet. Und da war mal ein Schüler, der gefragt, Sie, Herr Zeltner, wieso sprechen Sie denn so komisch? Und also ich gebe mein Bestes, heute so Hochdeutsch zu sprechen. Ich könnte ja auch so richtig sprechen, wie die Schweizer eben richtig sprechen, wenn sie Hochdeutsch sprechen. Aber das versuche ich zu vermeiden. Okay? Ich hoffe, ihr versteht mich heute. Seid ihr bereit fürs Wort Gottes? Wenn ihr eine Bibel habt, dann schlagt sie doch mal auf Seite 1233 auf. Oder geht es ans zu Matthäus 15, Vers 21 Und Jesus ging von dort weg und zog sich in die Gegend von Tyros und Sidon zurück. Und siehe, eine kanonäische Frau, kam aus jener Gegend, rief ihn an und sprach, erbarme dich über mich her, du Sohn Davids. Meine Tochter ist schlimm besessen. Er aber antwortete ihr nicht ein Wort. Da traten seine Jünger herzu, baten ihn und sprachen, fertige sie ab, denn sie schreit uns nach. Er aber antwortete und sprach, ich bin nur Gesandt zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel. Puh, das ist nicht unbedingt das Bild, das wir von Jesus haben, oder? Von wegen, kommt her alle, die mühse eierlich und beladen seid. Jesus fertigt sie, oder soll sie hier abfertigen, er lehnt sie ab. Aber Ablehnung tut etwas mit euch. Ich nehme an, dass die meisten Männer, die in diesem Raum verheiratet sind, von ihren jetzigen Frauen in den Anfangs- Annäherungsversuchen abgelehnt wurden. Habe ich recht, jedenfalls war es bei mir so. Aber die Ablehnung hat in mir etwas gemacht. Es hat meine Überzeugung gestärkt und es hat mich auch ein bisschen demütiger gemacht. Und das sehen wir hier auch in dieser Geschichte. Die kanadische Frau, es stärkt eigentlich ihr Glaube. Sie wird noch mehr überzeugt von dem, was sie eigentlich will und sie verändert ihre Haltung. Sie geht auf die Knie und da geht der Text weiter. Da kam sie, fiel vor ihm nieder und sprach, Herr, hilf mir. Er aber antwortete und sprach, es ist nicht recht, dass man das Brot der Kinder nimmt und es den Hunden vorwirft. Sie aber sprach, ja Herr. Und doch essen die Hunde von den Brosamen, die vom Tisch ihrer Herren fallen. Da antwortete Jesus und sprach zu ihr, oh Frau, dein Glaube ist gross. Dir geschieht, wie du willst. Und ihre Tochter war geheilt von jener Stunde an.
Diese Frau begegnet Jesus. Aber erst, als sie am Boden war, erlebte sie die Barmherzigkeit und die Kraft von Jesu. Der Titel der heutige Predigt lautet, das Christentum ist echt am Boden.
Ja, toller, ermutigender Titel. Weil ich weiß nicht, wie es bei euch ist, aber ich nehme an, es ist ziemlich ähnlich. Fernöstliche Religionen erleben wirklich einen Hörnflug momentan. Und das Christentum ist am Boden. Und ich möchte etwas sagen, das ist gut so. Dort gehört es hin. Denn Christus ist auf Erden gekommen. Er ist der Immanuel, Gott mit uns. Gott ist dort gelandet, wo der Mensch immer wieder landet und zwar am Boden. Und deshalb ist es eine unglaublich gute Ermutigung, dass das Christentum am Boden ist. Dort erfahren wir wirklich Christus. Und eben auch in dieser Geschichte, diese Frau war wirklich am Boden. Und sie hat gesagt, dass sogar die Hunde am Boden noch etwas abkriegen. Und zwar Prosamen. In der Schweiz nennen wir das Prösmali, Prosamen. Also vielleicht brauche ich manchmal das Wort Prösmali. Ich hoffe, ihr versteht das. Prosamen klingt ein bisschen sehr schwer. Aber Prösmali ist dann wirklich das, was es ist für mich. Wisst ihr, Prosamen entstehen, wenn man das Brot bricht.
Und wirklich in Situationen, wo Dinge zerbrechen, wo man dann alles nicht mehr im Griff hat, was übrig bleibt, sind Prosamen. Und wir geben eigentlich Prosamen keine Beachtung. Das ist ein Abfallprodukt. Wir wollen ja das Brot. Aber wenn man am Boden ist, was man dann noch findet, wenn man nichts mehr im Griff hat, sind eben diese Prosamen, die dann plötzlich da sind. Und diese Prosamen, die sind eine schmerzhafte Erinnerung an das, vielleicht an einen Traum, der zerbrochen ist. Mein iPad spinnt gerade. So ein Prosam zeigt dir, das ist ein zerbrochene Traum. Und vielleicht hätten wir noch was besser machen können. Vielleicht von einem Zerbruch, einer zerbrochenen Beziehung oder Freunde, die uns verlassen haben, denkt man auch, da hat uns irgendwo die Weisheit gefehlt, da hat uns die Unterstützung gefehlt. Prosamen sind eigentlich ein schlimmes Ding, weil sie erinnern uns, das was nicht funktioniert hat im Leben. Und trotzdem sagt Jesus, wir sollen diese Prosamen nicht einfach wegwischen im Leben, nicht einfach vergessen, uns nach Brot ausstrecken, sondern Prosamen haben eine wichtige Bedeutung. Christus sagt sogar, wir sollen das Brot brechen, wir sollen uns daran erinnern, an diesen Zerbruch, den Christus getan hat. Und ich finde es eigentlich komisch, weil Christus hatte viel ruhmreiche Tage, als das was am Kreuz passiert ist. Ich frage mich, wieso Christus nicht gesagt hat, erinnert euch daran, jedes Mal, wenn ihr ein Glas Wasser in die Hand nehmt. Dass, da ich daraus Wein gemacht habe, dass auch etwas ganz normales, etwas wunderbares passieren kann, dass das Beste zum Schluss noch kommt. Ich würde mich eigentlich lieber an das erinnern. Aber nein, Christus sagte, wir sollen uns an die Prosamen erinnern. Ich möchte heute morgen kurz drei Dinge erwähnen, auf drei Dinge eingehen, woran uns die Prosamen im Leben immer wieder erinnern sollen, wenn wir am Boden sind. Und ich kann euch sagen, wir landen immer wieder am Boden. Aber das Tolle ist, Christus ist auch dort. Nummer eins, am Boden wird unser Glaube fassbar.
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