62. Community-Fragen: Fazit nach 1 Monat als Lehrerin artwork

62. Community-Fragen: Fazit nach 1 Monat als Lehrerin

Ouhlala - Der Frankreich-Podcast

August 8, 2025

"Wie viel verdienst du?", "Hast du es dir so vorgestellt als Lehrerin?" „Was war das Positivste und Überraschendste in den ersten Wochen?“, „Ich check nicht ganz wie das läuft: Du unterrichtest, aber gehst noch an die Uni?“ „Hast du das Gefühl, dass viele Kolleginnen und Kollegen ausgebrannt sind?
Speakers: Felicia
**Felicia** (0:03)
Bonjour und herzlich willkommen bei einer neuen Folge von Ouhlala, eurem Frankreich-Podcast. Ich hab das Gefühl, es ist ewig her, dass ich das letzte Mal hier ins Mikrofon gesprochen hab. Ist glaube ich auch schon eine Weile her. Aber es hat sich seitdem wahnsinnig viel getan, denn seit einem Monat arbeite ich wieder Vollzeit. Also was heißt Vollzeit? Dazu komme ich gleich nochmal. Das war auch eine eurer Fragen. Denn heute beantworte ich hier ein paar Fragen zum ersten Monat als Deutschlehrerin. Ich hab gerade zwei Freistunden und dachte mir, ich setze mich spontan vors Mikro. Vor allem hänge ich heute auch ein bisschen durch und Podcasten bauten mich immer auf. Heute wird auch gestreikt in Frankreich bzw. streiken einige meiner Kolleginnen und Kollegen. Eigentlich sollte ich mir heute den Unterricht von zwei Englischlehrerinnen angucken. Ich versuche gerade so ein bisschen links und rechts zu schauen, was die anderen Sprachlehrer machen und wie die bestimmte Dinge umsetzen, wie die ihre Klasse im Griff haben und so. Und dadurch, dass das jetzt heute nicht zustande kam, bin ich dann noch mal nach Hause gefahren und jetzt schläft gerade meine kleine Tochter. Die ist heute zu Hause, weil die Kita auch streikt. Mein Mann hat sich freigenommen und meine andere Tochter ist jetzt wieder zurück in die Schule gegangen. Jetzt haben wir zusammen Mittagspause gemacht und ich bin wieder so ein bisschen runtergekommen, hab mich ein bisschen beruhigt, weil heute ist so ein Tag, wo ich mich irgendwie frage, ob das alles das Richtige für mich ist, aber ich wurde schon vorgewarnt, dass wenn man im Referendariat ist, dass immer so auf und ab geht und dass es ganz, ganz vielen so geht. Vor allem, wenn man sich eben dazu entscheidet, in diesen Beruf zu wechseln, der ja auch doch sehr viele Herausforderungen mit sich bringt, um es mal so zu formulieren. Aber für die, die jetzt gerade zum ersten Mal einschalten, noch mal fünf Schritte zurück. Ich bin Felicia, 32 Jahre alt. Das muss ich gerade überlegen. Ja, am Wochenende werde ich 33, also nicht mehr lange 32 Hab ja zwei Kinder, von denen ich gerade schon gesprochen hab und einen Ehemann, der auch Vollzeit arbeitet. Das heißt, wir sind jetzt Double Income Two Kids. Nicht mehr wie anfangs, als wir uns im Studium kennengelernt haben. Double Income No Kid. Was man dann doch merkt, den Unterschied. Wenn ihr den Podcast schon länger hört oder gerade auch erst reinhört und noch nicht bewertet habt, würde ich mich riesig freuen, wenn ihr mir eine 5-Sterne-Bewertung dalasst, wenn ihr über Apple Podcasts hört. Oder bei Spotify kann man ja auch bewerten und sogar auch Kommentare schreiben. Und ich kann sogar darauf antworten. Oder ihr schreibt mir eine mail über ouhlala.podcast.gmail.com.
Das macht ihr auch teilweise. Vor allem, die die Instagram nicht haben oder nicht nutzen. Und da stehen auch noch mails aus. Seht es mir nach. Ich komm gerade gefühlt zu gar nichts. Und wenn ihr mit einer virtuellen Kaffee-Einladung mich finanziell ein bisschen unterstützen wollt, könnt ihr mir auch gerne über Buy-Me-A-Coffee einen Kaffee dalassen. Also einen Kaffee dalassen, eine kleine Spende dalassen. Und den Link schreib ich euch auch nochmal in die Show Notes.
Ich habe schon fünf Kilo abgenommen im ersten Monat. Das war echt richtig stressig. Eine Freundin von mir, die Mathe-Lehrerin war und jetzt gewechselt hat und arbeitet jetzt in so einem Etablissement Ulysse für Menschen mit Behinderung. Die hat gesagt, du wirst sehen, die Schwangerschafts- und Nachschwangerschaftspfunde purzeln schon von ganz alleine durch den ganzen Stress. Und dann meinte ich so, na ja, ich bin eher eigentlich so eine emotionale Esserin. Aber dadurch, dass wir am Anfang noch nicht so eine gute Organisation gefunden hatten, was die Fahrten angeht, bin ich jetzt immer montags zum Beispiel mit dem Fahrrad zur neuen Schule gefahren. Das sind 10 km One-Way und ich habe kein Elektro-Rad. Das heißt, ich bin jetzt auch irgendwie so viel geradelt und war immer so gestresst, dass ich dann irgendwie vorher nichts frühstücken konnte und dann... Also es war einfach immer irgendwie wirklich so viel los, dass ich teilweise gar nicht dazu kam, irgendwie zu essen oder so tolle Bauchschmerzen hatte vor Aufregung. Aber das hat sich jetzt auch schon ein bisschen gebessert. Also ich bin nicht mehr so dauergestresst irgendwie. Und das kenne ich ja meine Klassen auch schon ganz gut nach einem Monat. Und würde mal sagen, im Großen und Ganzen komme ich auch gut klar. Aber es ist halt schon eine sehr große Umstellung. Und es hat jetzt auch echt erst mal ja so zwei, drei Wochen auf jeden Fall gedauert, bis sich auch die Kinder an diesen neuen Rhythmus gewöhnt haben. Anfangs war es auch echt schwer, ja, durch diese langen Kita-Zeiten und auch Garderie abends bis 18 Uhr für Emily ist halt einfach jetzt ja eine große Umstellung. Vorher musste sie noch nie in die Garderie gehen. Da habe ich sie immer spätestens um 16.3 Uhr abgeholt. Teilweise ja sogar nur den halben Tag dagelassen. Und jetzt geht sie halt auch an den Tagen, wo sie nur in der französischen Schule ist. Das ist ja jetzt auch eine Neuerung für sie. Dazu wollte ich auch mal irgendwann, keine Ahnung wann, aber gerne noch mal eine Podcast-Folger aufnehmen zur deutschen Schule bzw. zum deutschen Kindergarten. Meine große Tochter ist ja jetzt vier Jahre alt und ist eben auch, noch mal ganz kurz als Hintergrundinfo, am Lycée International in saint-germain-en-laye und da gibt es eben eine deutsche Abteilung, also La section Allemande. Und da geht sie jetzt auch seit diesem Jahr an zwei halben Tagen hin bzw. wird von Freunden mitgenommen, weil ich das selber gar nicht schaffe mit meinem Stundenplan, sie da hinzufahren. Donnerstags bringt sie meinen Mann und holt sie auch wieder ab bzw. wartet in der Zwischenzeit dort. Und an den anderen zwei Tagen, Mittwochs ist ja in Frankreich immer in der Vor- und Grundschule zumindest schulfrei, da ist sie dann eben den ganzen Tag und auch bis abends in der Schule bzw. dann eben von 16.3 Uhr, wenn Schulschluss ist, bis 18 Uhr in der Garderie. Und meine kleine Tochter, da habe ich jetzt auch einen Stundenplan quasi mit Woche A und Woche B gemacht, also so ein bisschen meinem Stundenplan angepasst. Und das klappt jetzt auch ganz gut. Anfangs, bevor ich den Stundenplan hatte, also man musste den Kita-Vertrag glaube ich im Juni oder so schon machen und da habe ich dann halt erstmal das Maximum an Stunden so aufgeschrieben, also 8 Uhr bis 18 Uhr jeden Tag an fünf Tagen in der Woche, also quasi eine 50-Stunden-Woche dann. Und jetzt habe ich die Stunden hier und da so ein bisschen runtergeschraubt sozusagen und bin jetzt glaube ich bei, ich glaube wir sind jetzt bei 42 oder 43 Stunden, so was. Und ja, das ist schon viel besser. Auch für sie dann teilweise, also zum Beispiel Montags und Mittwochs kann ich sie früh abholen in Anführungsstrichen für Deutsch, das ist immer noch lang, aber vor 16 Uhr kann man ja die Kinder gar nicht in der Kita abholen bei uns. Und deshalb bin ich eben die erste Mama, die dann ihr Kind abholt um 16 Uhr, also Montags und Mittwochs, wie gesagt, ist dann kurzer Tag in Anführungsstrichen für laila, wobei sie montags auch schon um 7.3 Uhr in der Kita ankommt. Das heißt, es sind dann doch viele Stunden und vor allem kommen die meisten erst um 8 Uhr morgens oder teilweise auch 8.3 Uhr. Also diese eine Stunde ist dann schon teilweise heftig, also da war es jetzt, jetzt letzte Woche ging es ein bisschen besser, aber vorletzte Woche hat sie eigentlich eine Stunde nur geweint, von 7.3 Uhr bis 8.3 Uhr, bis dann die ersten anderen kamen und mein Mann sagt dann auch immer so, hey, jetzt sie ist halt nicht immer so negativ, sondern kann es ja auch so sehen, dass von 7.3 bis 8.3 mehrere Erzieherinnen nur für Leila da ist. Und das natürlich auch, ja, hat er natürlich auch recht und sie fühlt sich da auch wohl und ist mittlerweile halt auch so dran gewöhnt jetzt, dadurch, dass wir ja letztes Jahr schon drei Tage dort hatten, kennt sie das alles, ja, und jetzt ist ihr zweites und letztes Kita-Jahr und die Erzieherinnen sagen auch, souvent les enfants s'épanouissent plus la deuxième année, also dass die so mehr, ja, das besser genießen oder mehr, wie sagt man, s'épanouir, ja, sich selbst verwirklichen ist ein bisschen übertrieben mit zwei Jahren, aber ihr wisst, was ich meine. Also sie ist da, fühlt sich da total gut aufgehoben und jetzt ist es teilweise auch abends so, also dadurch, dass wir jetzt auch keine Unterbrechungen mehr drin haben. Vorher war es ja so, Montags und Mittwochs war sie nicht da und dann war es immer so, okay, gehe ich jetzt morgen in die Kita oder nicht? Und jetzt ist halt ganz klar zwei Tage Wochenende, fünf Tage Kita. Und das ist für sie nicht nur okay, sondern es ist halt echt so, wenn dann keine Kita ist, zum Beispiel freitagsabends, dann weint sie beim Rausgehen und ruft schon nach den Erzieherinnen. Und auch abends, manchmal wenn sie noch so ein bisschen weint vor dem Einschlafen oder so, oder nicht schlafen gehen möchte, dann ruft sie halt vor allem nach ihrer Bezugserzieherin, also die, die damals die Eingewöhnung gemacht hat vor über einem Jahr. Und das ist auch lustig, weil das ganze letzte Jahr war sie irgendwie nicht so auf diese Erzieherin fixiert. Und jetzt ruft sie halt immer nach ihr. Und auch am Wochenende, also vor dem Wochenende, es ist dann so, dass sie noch mal sagt, komm, noch mal eine dicke Umarmung, weil jetzt sehen wir uns zwei Tage nicht und so. Also man merkt schon, dass es jetzt alles intensiver ist und dass sie da halt auch einfach wirklich viel mehr Zeit verbringt. Vorher war es halt auch so, dass ich mir immer, dass ich das alles so ein bisschen locker gesehen hab. Da hab ich sie halt mal erst um 10 oder halb 11 vormittags gebracht und dann schon wieder um vier abgeholt und so. Sie war halt echt nie so lange da am Stück. Und ich hab's halt auch immer versucht, so locker wie möglich zu gestalten oder so, wie es auch eben bei uns irgendwie so reingepasst hat. Und jetzt können wir halt nicht mehr so viel trödeln. Jetzt ist halt der Alltag viel getakteter. Genau, aber bevor ich jetzt die ganze Zeit nur über meine Kinder rede, eigentlich wollte ich ja über die Schule reden, mache ich jetzt mal einen Punkt und einen Übergang und schaue noch mal nach, was ihr mir für Fragen gestellt habt.

47 more minutes of transcript below

Feed this to your agent

Try it now — copy, paste, done:

curl -H "x-api-key: pt_demo" \
  https://spoken.md/transcripts/1000651996090

Works with Claude, ChatGPT, Cursor, and any agent that makes HTTP calls.

From $0.10 per transcript. No subscription. Credits never expire.

Using your own key:

curl -H "x-api-key: YOUR_KEY" \
  https://spoken.md/transcripts/1000671599379