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Wir haben aufgehört auf „Sicherheit“ zu setzen, als uns klar wurde: Sie existiert nicht mehr

YouTube? Gottlebe.

January 25, 2026

Wir haben aufgehört auf „Sicherheit“ zu setzen, als uns klar wurde: Sie existiert nicht mehr. In dieser neuen Folge teilen wir eine Erkenntnis mit euch, die alles für uns verändert hat.
Speakers: Lisa, Nell
**Lisa** (0:02)
Wir haben aufgehört, auf Sicherheit zu setzen, beziehungsweise vermeintliche Sicherheit, als uns klar wurde, sie existiert so nicht mehr. Sichere Jobs, sichere Renten, alles Versprechen, die sich sicher angefühlt haben, bis sie es plötzlich nicht mehr sind. Und wir haben verstanden, dass das Festhalten riskanter ist, als loslassen. Und damit springen wir direkt ins Thema und heißen dich herzlich willkommen zu dem Podcast von Nia Nell und mir. Halli, hallo. Und dann können wir direkt reinstarten.

**Nell** (0:38)
Ja, spannendes und schwieriges, aber auch sehr, sehr wichtiges Thema und auch ein Thema, was, ja, richtig auf Schranken in einem stößt. Ob das jetzt Intellektuelle oder auch Moralische irgendwie sind. Das sind ja alles Dinge, die wir oder mit denen wir uns stark beschäftigt haben, die wir stark durchdacht und auch gefühlt haben und von denen wir uns einfach gelöst haben. Aber man merkt eben, wenn man ja sich mit Menschen unterhält über diese Dinge, die vermeintliche Sicherheit, die wir kennen, vielleicht von unseren Großeltern, von unseren Eltern oder die man sich vielleicht gewünscht hat, als man mit der Schule aufgehört hat, in sein Berufsleben oder in seine Berufsausbildung ging. Das sind ja alles nur Heereträume. Das ist ja jetzt nichts mehr wirklich Faktisches, auf das man sich verlassen kann.

**Lisa** (1:31)
Ja, ganz wichtig jetzt, wenn wir in das Thema reingehen, so wie Nell das auch gesagt hat, es ist ein sehr sensibles Thema und wir sagen nicht irgendwie so was wie, wir sind keine Verschwörungstheoretiker, die irgendwie sagen, der Staat ist schuld, oh mein Gott, also für uns ist das komplett anders. Also wir drehen das komplett um. Das System ist langsam und die Welt, in der wir uns bewegen, ist extrem schnell und dadurch sind Systeme, die man ja vielleicht noch vor fünf, zehn, fünfzehn Jahren genutzt hat, einfach outgedatet und es braucht einfach was Neues und das führt dann eben dazu, dass eben diese Dinge, die uns allen versprochen wurden oder die auch unterbewusst in uns eingepflanzt werden, wenn wir zur Schule gehen, dann eine Ausbildung machen, dann studieren, dass man einen festen Job mit Sicherheit verbindet, dass man eben im Alter eine feste Rente bekommt und...

**Nell** (2:27)
Ja, wenn man einfach mitmacht in so einem System, dass man dadurch eine Sicherheit gewinnt.

**Lisa** (2:33)
Ja.

**Nell** (2:35)
Und das röckelt ja tatsächlich an allen...

**Lisa** (2:38)
Ich wollte gerade sagen, leider all diese Versprechen stammen aus einer Welt, die heute so nicht mehr existiert und das ist halt, ja, leider die knallharte Wahrheit, aber das ist halt die Realität. Und ich kann ja gerne auch mal ein paar Beispiele nennen, die wahrscheinlich auch an dir nicht spurlos vorbeigehen. Also Jobs verschwinden von heute auf morgen. KI wird immer stärker, ersetzt Jobs. Ja, die Altersarmut in Deutschland trotz jahrzehntelanger Arbeit. Also mittlerweile sieht man ja selber, dass das Pfannflaschen sammeln, also die eigentliche Rente ersetzt.

**Nell** (3:12)
Ja, dass sogar zwei Gehälter nicht mehr reichen für Familien. Oder halt, dass man sich trotzdem einschränken muss, obwohl beide Eltern arbeiten gehen. Sie wollen aber vielleicht schöne Wohnungen, ein schönes Haus, ihren Kindern was bieten, in den Urlaub fahren und da hört es dann schon auf. Und das sind ja alles Dinge, die an den Grundfesten rütteln, die auch mir vermittelt worden sind. Also ich bin ein ganz klassischer, also ohne, dass ich das verdammen möchte in irgendeiner Form, ich bin ein ganz klassischer Systemgänger gewesen. Also ich bin gerne zur Schule gegangen, ich hab gerne studiert. Es war selbstverständlich, dass ich das mache und es war selbstverständlich, dass ich arbeite, immer fleißig. Ich bin meine gesamte Familie, wir sind nicht so Krankenscheinmenschen. Ich kannte das gar nicht so, dieses Wort so. Ich hab so einen gelben, ich wusste überhaupt nicht, was das bedeutet, als ich angefangen hab mit dem Arbeitsleben. Also das hat alles sehr mit Anstand und mit Fleiß zu tun gehabt in meinem Großwerden. Und als ich dieses Leben gelebt habe und weiter gelebt habe und in meinen 40ern war und auf meinen Rentenbescheid geguckt habe, also dann hab ich klar und deutlich gesehen, so kommt das nicht hin, so passt das nicht. Also ich hab halt auch keine Kinder oder wir haben keine Kinder, ganz bewusst. Also aber ich stell mir vor, also wenn man diese Verantwortung nach hat, diese absolut große Verantwortung, dass einen das schier erdrücken kann. Also wie man das irgendwie hinkriegt oder wie man das deichseln kann.

**Lisa** (4:38)
Ja und also die Sicherheit, die man denkt zu haben, existiert halt in Wirklichkeit nicht. Also dein Chef oder deine Chefin kann dich halt von einem auf den anderen Tag ersetzen durch was auch immer, wie gerade die Laune ist. Und dann war es das mit der Sicherheit.

**Nell** (5:01)
Also ja oder Firmen also haben keine Stabilität mehr, ja. Also die Industrien wanken, Firmen werden geschlossen, ganze Mitarbeiterstelle werden gekündigt. Also da ist ja ganz viel im Wanken und in der Veränderung. Und da ist dann einfach die Grundfrage, also verlasse ich mich auf irgendein System, was diesem ganzen Wandel überhaupt nicht mehr hinterherkommt? Oder also verlasse ich mich auf diese Pseudosicherheit, die einfach gar nicht mehr existiert? Oder nehme ich die Dinge in die eigene Hand? Und da sind wir dann bei diesem entscheidenden Punkt, wo wir einfach mal...

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