**Gregor Schmalzried** (0:05)
Marie, jetzt musst du vielleicht noch mal kurz wiederholen, was du gerade eben gesagt hast, bevor wir die Mikros angemacht haben, weil ich glaube, das ist ein Satz, der ich hab dir nicht so oft gehört in letzter Zeit.
**Marie Kilg** (0:16)
Ich weiß, was du meinst, dass ich ultra hyped bin, weil ich in letzter Zeit nicht so viel am Computer war und ich mich voll freue, wieder mehr am Computer zu sein demnächst.
**Gregor Schmalzried** (0:22)
Genau, richtig.
Das war ich mit zehn Jahren, als ich wusste, dass meine Eltern den nächsten Tag über mal viel unterwegs sein werden. Ich kann mich ins Computerzimmer setzen und auf den Computer stürzen, während draußen im wunderschönen Frühling die anderen Kinder ins Freibad gehen. Das war ich mit zehn Jahren und das bist du jetzt, scheint es.
**Marie Kilg** (0:45)
Ja, ist auch untypisch für mich. Eigentlich mag ich den Frühling und bin auch gerne draußen. Aber wir machen gerade alle so coole Sachen mit KI. Und ich glaube, es wird auch diese Folge, eine richtige Power-User-Folge, die vielleicht verständlich macht, wie man so fühlen kann, dass man beim schönsten Sonnenschein draußen dann doch irgendwie einfach ein bisschen Lust hat, sich mit Bots zu unterhalten und irgendwas in den Laptop zu hacken.
**Gregor Schmalzried** (1:07)
Absolut.
Mir geht es komplett so. Ich freue mich wahnsinnig auf die Folge. Und ich weiß auch, dass mindestens zwei unserer Hörerinnen und Hörer sich darauf freuen, aber hoffentlich auch noch mehr. Also Franziska hat uns zum Beispiel ge-emailt, ob wir mal etwas zu Agentenarchitekturen erzählen können, also wie man eine Architektur aufsetzt, in der verschiedene Agenten zusammenarbeiten, KI-Agenten. Und Hörer Sascha schreibt, wie baue ich mir einen Assistenten, der mich wirklich versteht. Und das sind zwei Fragen, die auf den ersten Blick ein bisschen gar nicht so direkt was miteinander zu tun haben, aber eigentlich doch. Denn wir wollen uns heute, du und ich, mal ausführlich anschauen, wie man eigentlich sich ein, ja nennen wir es mal so, zweites Gehirn mit KI baut.
**Marie Kilg** (1:56)
Genau. Das trennt auch, habe ich das Gefühl, total im Internet gerade. Da gab es ein paar große Posts, wo Leute wie André Caparthy, den wir auch schon ein paar Mal erwähnt haben, OpenAI-Mitgründer, das erwähnt haben, wie sie das machen. Teilweise spricht man von einem KI-Betriebssystem, teilweise schreiben die KI-Nerds jetzt gerade ganz viel über Harnesses, also quasi so KI-Geschirr im Sinne von Pferdegeschirr, wo spann ich die KI ein, damit sie wirklich nützlich für mich wird.
Und genau, wir haben uns mal zusammengesetzt und ein Rezept vorbereitet und hoffentlich eine sehr praxisorientierte Folge dabei, die viele Leute motiviert, da mal was nachzubauen und ein bisschen Anhaltspunkte gibt, in welche Richtung man damit gehen könnte, wenn man mit einem KI-Betriebssystem oder einem zweiten KI-Gehirn starten möchte.
**Gregor Schmalzried** (2:45)
Ja, wir schauen uns heute an, was wollen wir da eigentlich bauen? Also was bedeutet es eigentlich, ein solches KI-System zu haben und warum braucht es das? Dann was braucht es von der KI, damit das funktioniert? Also was sind so die technischen Gegebenheiten, die wir klären müssen, damit das Ganze auch wirklich funktioniert? Und was braucht es von uns? Weil natürlich ist es schön und gut, wenn wir die KI im Ende das ganze Ding bauen lassen, aber am Ende hängt es von unserem Input ab. Also wie nutzen wir wirklich diese Systeme so, dass das Beste dabei rauskommt?
**Marie Kilg** (3:18)
Das ist der KI-Podcast. Ich bin Marie Kilg.
**Gregor Schmalzried** (3:21)
Und ich bin Gregor Schmalzried. Und ich freue mich darauf, endlich mehr am Computer zu sitzen.
Marie, warum wollen wir das eigentlich? Warum brauchen wir ein zweites KI-Gehirn, ein KI-System, wie auch immer? Ich glaube, ganz viel hat das damit zu tun, dass Sprachmodelle auf den ersten Blick ja immer so wirken wie wir, weil sie so schön menschlich schreiben und klingen und denken, in Anführungszeichen. Aber weil sie sich dann doch in ein paar Punkten massiv unterscheiden. Und der vielleicht wichtigste Grund ist es, dass Sprachmodelle nicht kontinuierlich lernen. Also das kennt jeder, der einen neuen Chat aufmacht in ChatGPT und auf einmal gemerkt hat, das Buch, alles Tolle, worüber wir jetzt im letzten Chat gesprochen haben, hat die KI auf einmal vergessen. Das unterscheidet die KI von unserer Intelligenz, weil wir werden uns nach diesem Gespräch vielleicht nicht jedes Wort merken, aber wir werden uns an die wesentlichen Sachen erinnern und haben unser Gehirn automatisch quasi abgedatet.
**Marie Kilg** (4:26)
Genau, das ist irgendwie ein häufiges Missverständnis, weil wir sprechen immer über KI und sagen ganz oft, dass die ja lernt.
In Wirklichkeit wird sie trainiert und dann ist da relativ viel abgeschlossen. Und die kann eben nicht, wie wir, einfach sich konstant selber updaten. Und ich glaube, das ist was, was auch fast jedem da draußen auch schon mal begegnet ist. Selbst wenn die KI quasi im Hintergrund sich was versucht zu merken, weil daran wird ja gearbeitet. Und da gibt es natürlich auch zum Beispiel in ChatGPT oder in Clot verschiedene Möglichkeiten, dass sie sich schon erinnert. Was hast du denn gestern gefragt?
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