**Gregor Schmalzried** (0:06)
Marie, was ist eigentlich der Unterschied zwischen den verschiedenen großen KI-Modellen? Was macht die eigentlich aus?
**Marie Kilg** (0:12)
Das soll ich dir jetzt mal antworten in einer Minute und dann ist die Folge vorbei.
**Gregor Schmalzried** (0:15)
Nein, du sollst jetzt die nächste Frage. Fällt dir noch eine gute Frage an?
**Marie Kilg** (0:19)
Ach natürlich, ich ja, ganz viele gute Fragen im E-Mail-Postfach. Zum Beispiel, warum holen wir Anthropic nicht nach Europa?
**Gregor Schmalzried** (0:25)
Ja oder könnten wir nicht mit Hilfe von Quantencomputern eine völlig neue Form der Technologie etablieren? Und dadurch wird KI irgendwie komplett irrelevant.
**Marie Kilg** (0:36)
Schöne Fragen. Wer hat diese super klugen Fragen gestellt?
**Gregor Schmalzried** (0:38)
Die habt ihr gestellt und noch einige mehr. Wir haben uns ein paar der Fragen rausgepickt, die wir besonders spannend fanden und die auch tatsächlich einiges hergeben für so eine schöne Folge wie heute, aber vielleicht nicht genug für eine komplett eigene Folge. Deswegen, Marie, ich freue mich auf eine ganz besondere Folge heute. Wir sprechen über eure Einsendungen, eure Fragen, eure Ideen.
**Marie Kilg** (1:00)
Ihr hört den KI-Podcast, ich bin Marie Kilg und ich bin Gregor Schmalzried.
**Gregor Schmalzried** (1:07)
Marie, lass uns doch anfangen mit der E-Mail von Lea. Ich habe Lea hier ein bisschen stellvertretend rausgeholt aus unserem E-Mail-Postfach. Wir haben nämlich einige Fragen zu genau diesem Thema bekommen.
Lea schreibt sie nutzt den Podcast gerne als Mini-Fortbildung für ihre Arbeit als Lehrerin, was uns natürlich sehr freut. Sie hat jetzt eine neue KI-Plattform zur Verfügung, bei der es verschiedene Large-Language-Modelle zur Auswahl gibt. Sie nennt einige Beispiele. GPT-5 ist dabei, Lama 3, Mistral, Gemini und noch ein paar weitere. Sie sagt, sie ist sich gar nicht sicher, welche KI sich jetzt eigentlich für welche Aufgabe nutzen soll.
**Marie Kilg** (1:45)
Ja, das ist tatsächlich eine Frage, die man öfter hört. Das Wichtige für die meisten Leute, die vor allem mit KI anfangen, ist, sich einfach eine Sache auszusuchen und damit anzufangen. Einfach zu gucken, ob es passt. Und dann, wenn man ein bisschen Gespür dafür bekommen hat, dann kann man natürlich so kleine Unterschiede feststellen zwischen den ganzen verschiedenen Anbietern. Zum Beispiel ist Claude dafür bekannt, dass er besser schreibt und auch besser codet als viele andere Modelle. Oder Google ist zurzeit besonders schnell. Wobei die Schnelligkeit eigentlich was ist, was bei mir alle KIs so krass auf einem hohen Niveau machen, dass ich diese Millisekundenunterschiede schon gar nicht mehr merke.
**Gregor Schmalzried** (2:21)
Marie, dann lass uns das mal ein bisschen systematisch angehen. Weil es haben ja tatsächlich jetzt immer mehr Leute, in immer mehr Unternehmen oder Bildungseinrichtungen so die Möglichkeit, verschiedene KI-Modelle in einer Oberfläche zu nutzen. Es gibt da auch mittlerweile eigene Anbieter, die extra das eigentlich zu ihrem Geschäftsmodell gemacht haben. So LangDoc aus Deutschland fällt einem ein. Es gibt eine Seite namens Mammoth.
Erst vor ein paar Tagen hat uns jemand geschrieben und gefragt nach einem Tool namens OpenRouter. Es gibt da sehr viele verschiedene Angebote, wo die Idee so ein bisschen ist, naja gut, anstatt dass ich jetzt halt ein Abo habe, für einen Anbieter, warum soll ich dann nicht einfach so einen übergeordneten Dienst nehmen, in dem ich alle Modelle bekomme, die die ganze Welt kennt? Ist das nicht der viel bessere Deal? Weil da habe ich dann alles anstatt immer nur das spezialisierte Tool für die jeweilige Anwendung. Was meinst du, Marie? Ist das ein guter Deal?
**Marie Kilg** (3:15)
Ich bin totale Verfechterin von diesem Ansatz, weil ich erfinde, dass wir auf einem krassen Käufermarkt sind. Die ganzen KI-Anbieter stehen in Konkurrenz zueinander. Die wollen alle die besten Modelle bringen. Die wollen auch die besten Modelle zum besten Preis, weil die ja auch um Marktmacht kämpfen, weil die teilweise an die Börse wollen. Und das heißt, ich möchte mich da auch nicht festlegen, sondern ich möchte die Möglichkeit haben, auch wenn ich ein Unternehmen bin, jeden Monat zu gucken, wo ist die Preis-Leistung am besten und dann da hinzugehen. Deswegen finde ich diese Plattformen ganz gut. Oder wenn man sich eben selber was aufbaut, dass man die Flexibilität hat, verschiedene Modelle anzusteuern.
**Gregor Schmalzried** (3:48)
Man muss dann natürlich schauen, ob der Deal wirklich ein guter ist. Also es kann natürlich auch sein, dass es da Anbieter gibt, wo man dann am Ende weniger fürs Geld bekommt, als wenn man einfach individuell in die verschiedenen Plattformen reingehen würde. Wir müssen aber glaube ich an der Stelle einmal eine sehr wichtige Unterscheidung machen. Nämlich, ich würde es mal machen zwischen Modell und zwischen Tool. Wir haben auf der einen Seite das KI-Modell. Das ist das, was Lea in ihrer Liste auswählen kann. Sie kann wählen zwischen Mistral, zwischen Gemini, zwischen GPT 5.5 und so weiter. Das sind die KI-Modelle. Das ist ja nicht das gleiche wie das KI-Tool. Das KI-Tool hat ja noch mehr Sachen darin. Ein Beispiel, in ChatGPT habe ich einen Bildgenerator mit integriert. Das ist quasi eine separate Sache von dem KI-Modell. Aber ChatGPT hat einen besonders guten Bildgenerator. Oder Claude hat zwar keinen Bildgenerator, aber hat einige Möglichkeiten, Daten anzuzeigen, die besser als die Konkurrenz machen kann. In Claude kann ich in der Antwort Grafik bekommen. In dieser Grafik kann ich Sachen hin und her ziehen.
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