Paul bei geheimer Ukraine-Mission: Angriff auf Putins größte Schwachstelle artwork

Paul bei geheimer Ukraine-Mission: Angriff auf Putins größte Schwachstelle

RONZHEIMER.

July 15, 2026

Paul Ronzheimer berichtet von einem außergewöhnlichen Einsatz mit einer ukrainischen Drohneneinheit tief im Hinterland – dort, wo Angriffe auf Ziele in Russland vorbereitet werden.
Speakers: Paul Ronzheimer, Philipp Pietrow
**Paul Ronzheimer** (0:02)
Die erste Drohne ist gerade eben gestartet, erfolgreich gestartet in Richtung Russland. Und jetzt wird gerade in diesem Moment die zweite Drohne hier, von hier gestartet, die dann in Richtung Russland fliegt.

**Philipp Pietrow** (0:20)
Die staatliche russische Nachrichtenagentur TASS meldet, Krasnodar, 14 Juli, in Folge eines Drohnenangriffs brach in der Ölraffinerie Afipski in der Region Krasnodar ein Feuer aus. Und der russische Militär-Telegram-Kanal Zwei Majore meldete, Kanäle der Gegenseite verbreiteten Aufnahmen der Folgen des Angriffs auf den Gazprom-Neftechin-Salavat, einen der größten russischen Ölraffinerie- und Petrochemiekomplexe.
Als ich diese Meldung heute früh las, musste ich an Paul denken, während ich in der Nacht friedlich geschlafen hatte und von der Podcastfolge mit Peter Neumann Träumte, die ich am kommenden Morgen hören würde, da war Paul mit seinem Team mit einer ukrainischen Drohneneinheit unterwegs. Und zwar nicht mit irgendeiner, sondern mit einer Einheit, die Drohnenangriffe ausführte, die weit hinter den russischen Grenzen liegen würden, also mit Zielen, über die am nächsten Tag eventuell die ganze Welt sprechen würde. Und darüber sprechen wir heute über diesen Einsatz, was er bedeutet und natürlich die Folgen für Russland, die Ukraine und den Krieg. Mein Name ist Philipp Piertow, ich bin Journalist und Kollege von Paul Ronzheimer. Hallo Paul.

**Paul Ronzheimer** (1:36)
Hi Philipp.

**Philipp Pietrow** (1:38)
Sag mal, wie viel hast du in den letzten 24 Stunden eigentlich so geschlafen?

**Paul Ronzheimer** (1:43)
Ja, ich hab gerade überlegt, ob ich guten Morgen, guten Mittag, guten Abend würde sagen. Viel war es nicht. Ich glaube so zwei Stunden vielleicht, wenn es hochkommt. Weil wenn ich sehr spät oder sehr früh ins Bett gehe, in dem Fall war es, glaube ich, so 6 Uhr morgens, dann kann ich immer wenig pennen, dann wache ich automatisch um 8 Uhr auf. Philipp, das ist das Alter. Ich werde bald 41

**Philipp Pietrow** (2:06)
Ja.
Du hast ja, glaube ich, auch bei der Aufnahme mit Peter Neumann, da habt ihr über Trump und den Iran gesprochen, auch angedeutet, dass du gerade irgendwo bist, worüber wir dann im Podcast sprechen würden. Jetzt sprechen wir darüber. Wie ist es für dich, wenn du kurz davor bist, einen Einsatz mit der ukrainischen Armee zu beginnen, der ja vielleicht auch nicht ganz ungefährlich ist, und du nimmst aber dabei ein Podcast auf über ein Thema, das nicht in der Ukraine liegt. Du musst dich da reindenken und du sitzt da, wartest darauf, dass es losgeht. Aber machst erst mal Journalismus zu einem anderen Thema.

**Paul Ronzheimer** (2:43)
Wie ist das für dich?
Ja, das mögen vielleicht einige total verrückt finden, aber ich hab ja immer gesagt, dass mich wahnsinnig viele Themen gleichzeitig interessieren, auf der einen Seite. Also international sowieso, sehr viele verschiedene Themen, verfolgt ganz viele Nachrichten. Deutschland auch, lokal, regional auch selbst das.
Und dann kommt dazu, dass mich das eigentlich ganz gut ablenkt. Also, wenn man vor so einem Einsatz ist, dann ist glaube ich das Schlechteste, wenn du die ganze Zeit darüber nachdenkst, was könnte dann passieren, was passiert, wenn wir dahin fahren? Wo ist gerade eine Drohne eingeschlagen? Wie ist die Lage hier? Also, insofern bis zu dem Moment, wo es dann losgeht, da muss man sich konzentrieren, ist es eigentlich ganz gut, wenn man andere Sachen macht. Und in dem Fall mit Peter Neumann Podcast aufzunehmen, lohnt sich immer. Und ja, ziemlich direkt danach sind wir dann auch aufgebrochen. Ich bin ja gerade in Dnipro, also in der Stadt, schon im Osten, 6, 7 Stunden von Kiev entfernt. Und von hier bricht man eigentlich immer auf, wenn man Richtung tiefere Front fährt. Also Donbas, Zaporizhia und das, was wir auch in den vergangenen Jahren gemacht haben.

**Philipp Pietrow** (3:59)
Bevor wir jetzt gleich anfangen, über diesen Einsatz zu sprechen, über die Mission mit der ukrainischen Drohneinheit, das ist ja nicht irgendein Einsatz, sondern es geht um Angriffe, die sich gegen russische Ziele innerhalb Russlands richten. Und zwar nicht irgendwelcher Fantasiegebiete, die Russland als russisch annektiert hat, sondern tatsächlich russisches Kernland. Deswegen, das ist relativ sensibel, was da passiert.
Deswegen, bevor wir anfangen, was darfst du nicht erzählen? Also wo liegen die Grenzen dessen, worüber du sprechen darfst, wenn es um diesen Einsatz geht und weshalb gibt es diese Beschränkungen? Wie vereinbarst du das mit deinem Job als Journalist?

**Paul Ronzheimer** (4:41)
Ja, es ist tatsächlich das sensibelste, was ich bislang so erlebt habe bei der Berichterstattung in der Ukraine. Wir haben ja schon mal häufiger auch im Podcast darüber gesprochen, wie es ist im Vergleich zu Israel hier zu berichten. Da habe ich über die besondere Freiheit auch an der Front gesprochen.
In dem Fall ist es so, dass wir vorher zusagen mussten, dass wir bestimmte Dinge nicht filmen bzw. hinterher auch bei Videomaterial dieses noch einmal dann der Einheit bzw.
dort den Kommunikationsleuten zeigen, weil sie besondere Sorge haben eben, dass Russland aus allen Videos, Fotos, die veröffentlicht werden, irgendetwas zieht, was dann wieder sehr gefährlich werden könnte für diese Einheit. Also insofern mussten wir vorher zustimmen, dass wir bereit sind, da dann diese Aufnahmen noch einmal gegenschecken zu lassen. Das war bislang in der Ukraine nicht so und das auch bei anderen Einsätzen an der Front, die ich erlebt habe, bislang nicht so gewesen. In Israel habe ich es gesagt, wenn man dort ein Embed macht mit der israelischen Armee, war das immer so. Das muss durch eine Abteilung dort, ja also zum Beispiel, wenn man in Gaza mit der israelischen Armee unterwegs war. Aber das war bislang hier nicht so. In dem Fall ist es eben eine spezielle Einheit. Und die haben aus gutem Grund Sorge, dass Videos, Fotos, wie auch immer erscheinen, die dann für ihre Einheit sehr gefährlich werden können.

32 more minutes of transcript below

Feed this to your agent

Try it now — copy, paste, done:

curl -H "x-api-key: pt_demo" \
  https://spoken.md/transcripts/1000651996090

Works with Claude, ChatGPT, Cursor, and any agent that makes HTTP calls.

From $0.10 per transcript. No subscription. Credits never expire.

Using your own key:

curl -H "x-api-key: YOUR_KEY" \
  https://spoken.md/transcripts/1000776845335