**Gregor Schmalzried** (0:06)
Hi ChatGPT, was für ein Wochentag war eigentlich der 11 September 2001?
**SPEAKER_2** (0:11)
Das war ein Dienstag.
**Gregor Schmalzried** (0:13)
Okay, korrekt. Und was für ein Wochentag war der 15 Oktober 987?
**SPEAKER_2** (0:22)
Ein kurzer Moment. Es ist ein Samstag, nach dem damals verwendeten jüriandischen Kalender.
**Gregor Schmalzried** (0:32)
Sie klingt auch ein bisschen betrunken.
**Marie Kilg** (0:34)
Sie klingt traurig. Ich glaube, weil du mit dem 11 September angefangen hast, ist sie in so eine traurige Stimmung verfallen.
**Gregor Schmalzried** (0:38)
Vielleicht ja.
Dieses Experiment hat einen Hintergedanken. Wir haben eine Hörer-E-Mail bekommen von jemandem, der sich die Frage gestellt hat, warum kann die KI eigentlich manche Wochentage relativ gut? Den 11 September hat sie aus natürlich sehr traurigen Gründen relativ gut drin. Aber andere Tage, man hat es gerade gehört, das erste wusste sie sofort. Sie wusste sofort, 11 September 2001 war ein Dienstag. Aber was genau war jetzt im Oktober 987 los? Da musste sie erst mal noch nachschauen. Klingt auf den ersten Blick vielleicht nach einem ganz normalen Alltagsgespräch mit der KI, aber in diesem Alltagsgespräch, da stecken mindestens zwei total interessante kleine Aspekte anhand derer wir unsere KI's, mit denen wir jeden Tag zu tun haben, etwas besser verstehen können.
**Marie Kilg** (1:26)
Wir machen heute Folge 150 vom KI-Podcast und beantworten zur Feier der 150 Folge einfach nur eure Fragen. Wir sind quasi die IT-Hotline für euch. Alle möglichen Probleme und Problemchen, die ihr uns geschickt habt über die letzten Wochen, da haben wir uns die besten rausgepickt und gucken uns so Fragen an. Muss ich mit jedem Modell all meine Prompte anpassen, wenn es ein neues Modell gibt? Was kann das neue ChatGPT und das neue ChatGPT work? Und warum kann ich da irgendwie ein Haustier festlegen?
Und dann beantworten wir natürlich auch die rätselhafte Frage, warum KI manchmal Wochentage kann und manchmal nicht.
**Gregor Schmalzried** (2:06)
Und ganz am Ende habe ich noch was dabei, auf das ich mich ehrlicherweise jetzt schon die ganze Zeit freue. Also ich möchte eigentlich jetzt möglichst schnell durch. Nein, natürlich nicht. Aber ein wenig denke ich schon an das, was ich heute in der Schlussrubrik rum erzählen möchte.
**Marie Kilg** (2:19)
Ich kann sagen, ich bin seit ein paar Stunden mit Gregor heute gemeinsam im Büro, und er ist wie so ein kleines Kind die ganze Zeit und denkt an nichts anderes und ich habe keine Ahnung, was kommt. Aber irgendwas Tolles kommt entgeblich am Schluss.
**Gregor Schmalzried** (2:29)
Ich fürchte, du wirst furchtbar enttäuscht sein am Schluss.
**Marie Kilg** (2:32)
Und ihr da draußen auch. Schön, dass ihr dabei seid. Ihr hört den KI-Podcast. Ich bin Marie Kilg.
**Gregor Schmalzried** (2:37)
Und ich bin Gregor Schmalzried.
Marie, wir haben gleich zwei Menschen in unserer Inbox gehabt, die beide eine ähnliche Frage gestellt haben. Und zwar konkret waren das Thomas und Helmut. Ich würde mal kurz Helmut's E-Mail zitieren. Und zwar, er schreibt, was mich interessieren würde, es kommen ja laufend neue Versionen, Updates etc. Wenn ich also mal einen KI-basierten Workflow erstellt habe, bleibt mir doch nichts anderes übrig, als diese Workflows laufend zu aktualisieren. Oder das wird für Firmen dann eine richtige Herausforderung. Schöne Grüße Helmut. Und eine Frage mit aktuellem Anlass. Denn wir haben jetzt seit ein paar Tagen das neue GPT 5.6 für diejenigen von uns, die ChatGPT benutzen.
**Marie Kilg** (3:22)
Ich habe die letzten Tage auch das alte Modell getestet, 5.5, und habe absichtlich dann ein paar von denselben Sachen gemacht, um halt zu sehen, ist das neue 5.6 Sol jetzt wirklich so viel besser. Und bis jetzt bin ich eher underwhelmed, muss ich sagen. Aber teilweise sind sogar die Antworten fast so ein bisschen langweiliger. Aber das ist auch was, was einem öfter passiert mit so Modellen, dass die dann mehr corporate werden. Dass das besser teilweise halt auch heißt, dass sie weniger kreativ sind, so zumindest vom Gefühl her.
**Gregor Schmalzried** (3:49)
Da könnte man ja theoretisch gegensteuern, indem man in Zukunft aber die Promptes ein bisschen anders schreibt und darauf anpasst. Und das ist ja genau das, was Helmut und Thomas wissen wollten, weil die stellen sich ja die Frage, okay, jetzt kommt so ein neues Modell raus, das ist vielleicht ein bisschen schlauer, kann vielleicht besser agentisch arbeiten. Aber andere Prompte, die du vielleicht früher eingesetzt hast, funktionieren nicht mehr so gut. Also muss ich jetzt hier jedes Mal, wenn ein neues Update kommt, was ja sehr oft passiert, meine komplette Infrastruktur neu bauen? Was meinst du, Marie?
**Marie Kilg** (4:17)
Ich glaube, es ist ganz wichtig, dass man unterscheidet, wofür ist ein Sprachmodell wirklich gut und wo brauche ich eigentlich einen robusten Automatisierungsworkflow. Zum Beispiel habe ich bestimmte Bereiche, wo ich eigentlich einfach wenn und dann definieren kann, wenn ich bei einer Versicherung bin, dann kann ich sagen, wenn die Schaden so und so hoch ist und vor allem die Bedingungen erfüllt sind, dann muss dieses Formular ausgefüllt werden.
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