Topics: Science
**Friederike Walch** (0:00)
Carina, ich war ja für diese Folge bei einem europäischen KI-Unternehmen namens Syntesia in London und ich dachte zum Einstieg, bringe ich dir mal ein paar Ausschnitte aus der Bürotour mit, die ich dort vor Ort bekommen habe und du sagst mir mal so ein bisschen, wie du diese Ausschnitte interpretieren würdest.
**Carina Schroeder** (0:19)
Und wie ich die Atmoso finde, meinst du?
**Friederike Walch** (0:22)
Ja genau, was du von der Büroeinrichtung hältst.
**Alessandra Venier** (0:26)
Wir haben hier unser Go-to-Market-Team und dann dort haben wir auch unser Avatar-Team, also das ist das Team, das die Avatars kreiert.
**Carina Schroeder** (0:37)
Was mich natürlich gefreut hat, da ist schon das Wort Avatare gefallen und das hat ja auch was mit unserer Folge heute zu tun.
**Friederike Walch** (0:45)
Auf jeden Fall, die werden auch auf dieser großen Fläche entwickelt und was man hier an jeder Ecke merkt, ist es gibt unterschiedlichste Teams, die auf dieser großen Fläche zusammensitzen. Ich war auch mal wieder überrascht, wie viele verschiedene Teams für so ein Unternehmen inzwischen notwendig sind.
Und es platzt gleichzeitig aus allen Nähten. Die Telefonbooths werden anscheinend knapp. Die Zahl der Mitarbeitenden in London liegt mittlerweile bei 250 Und der Platz wird eng. Wenn alle im Büro sind, kloppt man sich langsam schon um die Schreibtische. Und sie stellen auch wirklich viele Leute ein gerade. Also anscheinend gab es in den letzten Wochen so 80 freie Positionen. Und was es auch gibt, ist ein Lunch-Service, zweimal Fleisch, einmal vegetarisch jeden Tag.
**Alessandra Venier** (1:40)
Ja, zwei Fleisch. Und es gibt einen Wellness-Ruhm.
**Friederike Walch** (1:46)
Und einen Wellness-Raum, in dem man sich mal für eine Pause kurz entspannen kann. Und einen Office-Hund. Das ist natürlich mein Highlight gewesen.
**Carina Schroeder** (1:55)
Also jedes Unternehmen wird besser mit Beruhen.
**Friederike Walch** (1:59)
Definitiv. Und auf jeden Fall auch eine Menge Pflanzen, die auch so perfekt aussahen, dass ich fragen musste, ob die eigentlich echt sind.
Spoiler, sie waren echt. Und es gibt anscheinend eine Person, die alle zwei Wochen einen gesamten Tag dort verbringt und nichts anderes macht, als sich um die Pflanzen zu kümmern.
**Carina Schroeder** (2:14)
Also mir fehlt so ein bisschen die Tischtennis-Platte. Aber ansonsten hat das krasse Start-up-Vibes.
**Friederike Walch** (2:21)
Die Stimmen, die wir hier gehört haben, ist einmal Alessandra Venier. Sie arbeitet im Media-Team. Und die zweite Stimme, die du hier gehört hast, ist Bernd Hacker. Er ist der Dachchef von Synthesia. Also für den deutschsprachigen Raum ist er verantwortlich. Aber eigentlich ist er sogar für das gesamte Geschäft in Zentraleuropa und Südeuropa verantwortlich und inzwischen sogar auch für Mittel- und Ostafrika.
Von ihm hören wir gleich noch mehr, weil ich für diese Folge ausführlich mit ihm darüber gesprochen habe, wie Synthesia die Arbeitswelt in Zukunft verändert möchte.
**SPEAKER_4** (2:53)
KI verstehen, der Deutschlandfunk-Podcast über Künstliche Intelligenz im Alltag.
**Carina Schroeder** (3:02)
Hallo und herzlich Willkommen zu einer neuen Folge KI verstehen. Heute mit meiner wunderbaren Kollegin Friederike Walch und mir Carina Schroeder. Hallo Fedi.
**Friederike Walch** (3:12)
Hallo.
**Carina Schroeder** (3:13)
Wissen und Erfahrungen, das sind ja was unglaublich kostbares, auch in Unternehmen, aber oft steckt es fest. In Ordnern, Handbüchern, Präsentationen oder in den Köpfen einzelner Menschen. Und das wird zunehmend zum Problem. Fachkräfte fehlen, erfahrene Mitarbeitende gehen in Rente, neue Kolleginnen müssen eingearbeitet werden und internes Wissen soll gleichzeitig immer schneller und über Länder und Sprachgrenzen hinweg weitergegeben werden.
Wie wär's also, wenn dieses kostbare Gutwissen gebündelt würde und für jeden zugänglich gemacht werden könnte? Verständlich, persönlich und auf Knopfdruck. Über diese Idee sprechen wir heute in einer neuen Folge aus unserer Reihe KI aus Europa. Dafür hat Fedi einen Ausflug gemacht nach London ins Headquarter von Syntesia. Syntesia entwickelt KI generierte Videos mit individualisierbaren Avataren und digitalen Klonen. Und wir schauen uns heute an, wie diese Avatare bereits in großen Unternehmen eingesetzt werden, wie sie dabei helfen können, Wissen weiterzugeben und was es für unseren Arbeitsalltag bedeutet, wenn personalisierte KI-Avatare künftig vielleicht ganz selbstverständlich dazugehören.
Aber Fedi, stell uns vielleicht dieses Unternehmen auch noch ein bisschen besser vor.
**Friederike Walch** (4:28)
Ja, also lass uns dafür vielleicht erst mal so eine kurze Reise in die Vergangenheit machen.
**Bernd Hacker** (4:33)
Die Geschäftsidee zu diesem Thema ist 2017 schon entstanden. Professor Matthias Niesner, einer der vier Gründer, auch in Deutschland, aus München, von der TUM, hat ein Paper damals gebaut und hat eine Theorie aufgestellt, dass alles das, was wir heute machen, schon mit der Firma, mit Syntesia, dass sowas machbar ist, dass man eben mit der Tastatur praktisch und mit dem Computer Videos über Avatarer erstellen kann. Und da war er natürlich seinerzeit schon sehr voraus.
**Friederike Walch** (4:59)
Also offiziell gegründet wurde Syntesia dann erst 2019
Und um ehrlich zu sein, war das aber eigentlich immer noch zu früh. Also KI generierte Videos und Avatarer waren damals eigentlich primär so im Bereich Science Fiction noch angesiedelt. Aber es gab eben ein paar Leute, die sich damals schon mit dem Konzept virtuelle Videos beschäftigt haben.
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