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England-Streit vor Halbfinal-Kracher gegen Argentinien

Reif ist live – Fußball Talk von BILD

July 13, 2026

Die WM 2026 geht in die Halbfinals. Die große Vorschau bei „Reif ist Live“ – wer zieht ins Endspiel ein? Bei England gibt es vor dem Halbfinale gegen Argentinien gab es Kritik von Trainer Thomas Tuchel. Jude Bellingham wies diese zurück. Hat Tuchel recht oder war die Kritik wirklich zu viel?
Speakers: Marcel Reif, Thomas Tuchel, Jude Bellingham, Lionel Scaloni, Murat Yakin
**Marcel Reif** (0:00)
Tuchel, glaube ich, hat jetzt Geschmack gefunden an Finale ist möglich. Und dann guckt er, wie spielen wir es denn und sieht die Konkurrenz. Und das hat ihm nicht gefallen, zu Recht. Das war kein überzeugendes Spiel. Und er war ja der kleine Satz versteckt, wir, we were lucky today, wir hatten Glück heute.
Natürlich möchten sie am Ende alle auch das Spielglück haben, aber viel lieber ist es ihnen, wenn sie Spiele gewinnen, weil sie besser sind. Sie waren aber nicht besser.

**SPEAKER_2** (0:41)
Herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe unseres Reif ist live WM Spezials. So rum. Hier live aus Berlin, natürlich aus unserer BILD-Arena, wie immer. Und ich freue mich sehr darüber, dass ich ihn heute wieder hier begrüßen darf. Marcel Reif ist bei mir.

**Marcel Reif** (0:53)
Guten Morgen.

**SPEAKER_2** (0:54)
Schön, dass Sie da sind. Es werden jetzt immer mehr fußballfreie Tage, zumindest Abende. Gestern war auch ein fußballfreier Abend. Haben Sie denn das Wimbledon-Finale von Alexander Zverev und Yannick Zinner gesehen?

**Marcel Reif** (1:04)
Ja, das habe ich gesehen.

**SPEAKER_2** (1:05)
Wem haben Sie die Daumen gedrückt?

**Marcel Reif** (1:07)
Wie ich es gehört. Alexander Zverev. Weil ich das toll finde, wie einer mit so viel Kritik, auch von außen, mit so vielen Dingen, die er selber vielleicht nicht alle richtig gemacht hat, aber wie er da jetzt die Kurve kriegt. Das muss nicht gleich ein Titel sein, über die seine ganze Art ist entspannter, wie ich finde, geworden und auch wie die miteinander umgegangen sind. Das hat mir sehr gefallen.

**SPEAKER_2** (1:32)
Also überwiegt bei Ihnen eher der Stolz als jetzt der Frust, dass es nicht geklappt hat.

**Marcel Reif** (1:36)
Manchmal sind ehrenvolle, anständige Niederlagen gar nicht so viel schlechter als irgendwie zusammengegurgte Siege.

**SPEAKER_2** (1:46)
Wir wollen heute natürlich über Fußball sprechen, sprechen natürlich über die Weltmeisterschaft. Und da wurden noch zwei Viertelfinals ausgespielt. Und damit stehen jetzt auch die Halbfinalpartien fest. Da können wir jetzt mal eben einen Blick auf unsere Themen werfen. Wir sprechen natürlich über England und Norwegen. Das Spiel, die Engländer sind weiter. Trotzdem gab es Kritik von Thomas Tuchel, die dann auch gleich erwidert wurde von Jude Bellingham. Das ist dann ja in einer kleinen Meinungsverschiedenheit geendet. Argentinien ist weiterhin auf dem Weg zur Titelverteidigung.
Über diese Begegnungen im Halbfinale sprechen wir dann natürlich auch. Und zum Schluss sprechen wir noch über José Mourinho, der seine ersten Worte als Real Madrid-Trainer gesprochen hat. Wir beginnen jetzt aber erstmal mit England-Norwegen. 2 zu 1 ist das Spiel ausgegangen. Entgegen Ihrem Tipp, was für ein Spiel haben Sie da gesehen? Wer hat da entweder über oder unter den Erwartungen performt?

**Marcel Reif** (2:35)
Ein Spiel, in dem mein Tipp hätte durchaus aufgehen können. Ich fand, dass die Norweger einen sehr guten Lauf hatten. Und dann hatten sie Pech, dass sie eigentlich unterschätzt und doch so gut gespielt haben und dass der Torhüter einen entscheidenden Fehler macht. Der war dann nicht mehr zu reparieren. Insofern, die Engländer haben jetzt nicht das Spiel auf den Kopf gestellt. Sie hatten den Ball, weil die Norweger ihn in den gegeben haben. Überwiegend. Aber der taktische Plan der Norweger ging auf. Lass ihn den Ball und hin und wieder machen wir. Und dann machen wir es richtig. Das war sehr gut. Und dann hatten die Engländer Jude Bellingham, der an so einem Abend, wie schon im Azteca vorher gegen Mexiko, gesagt hat, gut, dann mache ich es halt. Denn ich bin Jude Bellingham und große Spieler werden bei großen Spielen gebraucht. Das war jetzt nicht so abschließend und daraus entwickelt sich ja dann der Rest jetzt gleich, dass man hätte sagen müssen, also jetzt geht nichts an England vorbei.
Aber das war das Viertelfinale. Das interessiert keinen Menschen morgen, übermorgen. Dann geht es ins Halbfinale, völlig andere Spiele.
Ich habe nichts gesehen, was ein Englischer den Titel ausschließt. Ich habe aber auch nichts gesehen, was ihn sicher macht.

**SPEAKER_2** (4:00)
Die Halbfinale interessieren übermorgen schon noch Menschen, morgen Abend auch schon.
In dem steht dann England auch übermorgen. Trotzdem hat Thomas Tuchel nach dem Spiel ein bisschen für Aufregung gesorgt. Wir haben hier eben schon darüber gesprochen, dass er sehr gelöst wirkt, sehr viel positiver in den Interviews. Und ich hatte so ein bisschen das Gefühl, das war in diesem Interview ein wenig verflogen. Er hat seine Mannschaft dann kritisiert, trotz des Weiterkommens und auch eine Formulierung des Journalisten. Wir hören mal rein.

**Thomas Tuchel** (4:26)
Wir haben heute sehr, sehr schwierig für uns selbst gemacht. Das Ergebnis ist fantastisch. Wir sind in den letzten vier. Es ist fantastisch, aber ich bin nicht glücklich mit der Performance.

**Marcel Reif** (4:36)
In welchem Sinne?

**Thomas Tuchel** (4:37)
In keinem Sinne. Es war wieder, das Kompliment ist da, aber wir haben uns sehr, sehr schwierig für uns gemacht. In der Art, wie wir gespielt haben, wie wir gespielt haben, ein Vielzahl von technischen Fehler, nicht fast genug, nicht repetitiv genug.

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